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Kaisa – K.M.K.

Die Welt, die Kaisa auf seinem vorerst letzten Rap-Album beschreibt, ist eine diabolische: Überall lauern gewalttätige Psychopathen, brutale Straßenbanden und dämonische Pädophile. Das Böse ist allgegenwärtig und hat vom kleinsten Straßendealer bis hin zum mächtigsten Politiker wirklich jeden in der Hand...

Statik Selektah – 100 Proof: The Hangover // Review

Zwar mögen Tracks wie “So Close, So Far” mit Colin Munroe, Bun B und Wale und die insgesamt etwas überstrapazierten Gesangs-Hooks nur allzu knapp am allgemeinen Popkitsch vorbeischrammen, dafür revanchiert sich Statik im Verlauf des Albums immer wieder mit straighten Rap-Bomben, wie sie im Buche stehen...

Freeway & Jake One – The Stimulus Package // Review

Wenn sich diese 15-Track-Kollabo erstmal im Player festgespielt hat, wird nämlich auch der Spätgeborene merken, dass das Konzept “Album” durchaus als Hörgenuss am Stück und nicht nur als Spielfeld für Häkchenpolitik gemeint sein kann – und, dass so etwas wahrscheinlich dann entsteht, wenn ein sehr guter Rapper und ein sehr guter Produzent einen sehr guten künstlerischen Draht zueinander haben. In diesem Falle ergibt eins und eins nämlich nicht zwei, sondern viel mehr...

Audio88 & Yassin – Nochmal zwei Herrengedeck, bitte. // Review

Gut möglich, dass “Ihr” kein Ausdruck von Hass gegen hornbebrillte Szenedödel mit Strumpfhosen und montäglichem Pillenschiss sein soll, sondern eher eine spitzzüngige Selbstverortung, die mittels gesteigerter Beobachtungsgabe an dem entlang gestrickt wurde, was die soziale Umwelt von Audio und Yassin an Personal und Situationen hergibt...

Clipse – Til the Casket Drops // Review

Wenn man ganz ehrlich ist, dann ist “Til The Casket Drops” eine kleine Enttäuschung. Aber halt auch nur, weil der Vorgänger “Hell Hath No Fury” – da lege ich mich jetzt fest – eines der drei besten Rap-Alben des vergangenen Jahrzehnts ist...

Blakroc – Blakroc // Review

Die scheinbar salopp skelettierten Beatgerüste des Black Keys-Drummers Patrick Karney entfalten über die Spieldauer von 36 Minuten einen Erstliga-Übungsraum-Cypher-Charme, der gerade aus den zahlreichen Altmeistern in der Booth Vorstellungen kitzelt, wie man sie auf konventionellem Bummtschack kaum mehr zu hören bekommt...

Automatikk – Illegal // Review

Seit ihrem Erscheinen auf der Bildfläche agieren Atillah78 und Rokko81 zwar genau da, wo getickt, geboxt und die Königskette poliert wird, aber was die Nürnberger vom Rest der Betonlegionäre unterscheidet, sind schlicht und ergreifend Skills...

Timbaland – Shock Value II // Review

Timbaland hat Ludacris, Missy und Jay-Z gegen Jojo, Chad Kroeger und Miley Cyrus eingetauscht, und der erste HipHop-Moment des Albums kommt auf Track 5, wenn jedermanns Lieblings Drake für seinen Gastauftritt die Bühne betritt, die sonst weitgehend Timothy Mosley selbst vorbehalten bleibt...

Snoop Dogg – Malice N Wonderland // Review

Snoop Dogg ist der fleischgewordene Qualitätsgarant des Genre-Zirkus. Seine unaufgeregt dahingelümmelten Reime gehen immer. Im Rap-Lexikon steht Snoop unter Swagger weiterhin an erster Stelle...

Wale – Attention Deficit // Review

Wale hat zwar bis zum Ende des Jahres gewartet, um die Katze aus dem Sack zu lassen, dafür bekommt man mit “Attention: Deficit” ein Album geboten, mit dem man sich gewiss auseinandersetzen muss. Denn hier bekommt man nichts so serviert, wie man es normalerweise gewohnt ist...

Massiv – Der Ghettotraum in Handarbeit // Review

Offenbar stieß ihm vor allem die Art und Weise, wie man bei Sony damals mit dem Schusswaffenangriff auf ihn umging (oder eben gar nicht umging), sauer auf, und in genau dieser Stimmung eröffnet dann auch sein vierter Langspieler. ­ Wer Massiv vor allem wegen seiner wüst gespuckten verbalen und stimmlichen Aggression feiert, der wird hier seine helle Freude haben...

50 Cent – Before I Self Destruct // Review

Wie gesagt, hart ist es geworden, und gerade der auf “Before I Self Destruct” angehäufte Hass, die teilweise durchaus eklige Menschenverachtung und der übertriebene Guntalk bringen zumindest das zurück, was man zuletzt doch ein wenig vermisst hat: jenen hungrigen, wütenden 50 Cent der Anfangszeit...

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