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REVIEWS

F.R. – Wer bist du? // Battle Of The Year

Seit F.R. als 14-Jähriger vor sechs Jahren für sein erstes Album “Mundwerk” als deutsches Rap-Wunderkind gefeiert wurde, muss er gegen die entsprechenden Erwartungen und Vorurteile ankämpfen. Nach dem bestandenen Abitur konnte sich F.R. nun komplett auf die Musik konzentrieren und ist mit seinem vierten Album “Wer bist du?” zurück im Spiel. Wie im Titel angedeutet, unternimmt F.R. darauf eine Selbstfindung...

Brotha Lynch Hung – Dinner And A Movie // Review

Die Psychopathenschiene mit kannibalischen Elementen taugt seit eh und je als eine beliebte künstlerische Ausdrucksform, freilich nicht nur im Rap. Slim Shady rief uns das erst letztes Jahr köstlich ins Gedächtnis. Für Brotha Lynch Hung aus Sacramento lag es nahe, sich ein weiteres Mal diesem makabren Trend hinzugeben – als bekennender Horrorfilm-Nerd...

Gucci Mane – The State vs. Radric Davis // Review

Es gibt Funktionsklamotten. Und es gibt Funktionsmusik. Genauso wenig wie man im backenfreien Latexstrampler samt schick gezippter Hundemaske zum Kundentermin bei der Hannoverschen Leben einlaufen würde, genauso unwahrscheinlich würde man Gucci Manes “Sex In Crazy Places“ beim feierlichen Einzug der Konfirmanden im Regensburger Dom pumpen. Abends auf der “Flirten & Fummeln”, der größten Schaumparty auf Kommunalebene, wäre für die Nummer aber durchaus ein halbes Dutzend Rewinds drin...

Flying Lotus- Cosmogramma // Review

Wenn man wirklich verstehen will, was hinter “Cosmogramma” steckt, muss man zunächst ins Jahr 2008 zurückschauen. Damals releasete Steven Ellison sein zweites Album “Los Angeles”, das so etwas wie der Startpunkt für das weltweite GlitchHop-BeatScience-Sonstwas-Movement wurde. 2010 gehört Flying Lotus zu den stilprägenden Vorzeigeproduzenten...

Murs & 9th Wonder – Fornever // Review

Die Kombination aus Rapper Murs und Produzent 9th Wonder ist seit ihrem ersten Kollabo-Album “Murs 3:16 – The 9th Edition” einsortiert unter “grundsolide BoomBap-Musik gespickt mit dem einen oder anderen Ausreißer nach oben”. Und auch nach dem Durchhören von “Fornever” zeigt sich diese Schublade erneut als passend...

Devin The Dude – Suite 420 // Review

Vor zwölf Jahren veröffentlichte Devin The Dude seine erste LP. Sein Themenspektrum damals: Weed, Wine & Women. Dieser Tage kommt er mit seinem sechsten Longplayer daher, sein Themenspektrum heute: Weed, Wine & Women. Früher kiffte Devin auf dem WG-Klo, heute im Hotelzimmer. Dass er über die Jahre seiner Formel...

Little Brother – LeftBack // Review

Dass sich Phonte Coleman und Rapper Big Pooh in den vergangenen Jahren eher ihren Solokarrieren und anderen Projekten widmeten, ist allseits bekannt. Dass die beiden jedoch Anfang 2010 ankündigten, ein zuerst geplantes Mixtape in ein neues und gleichzeitig letztes Little Brother-Album umgewandelt zu haben, war dann doch...

Griot – miCH // Review

In der Eidgenossenschaft sorgt Bligg mit einer Mischung aus Pop, Rap und Volksmusik momentan für Platin-Auszeichnungen und begeisterte Hausfrauen. Das Traditionelle scheint wieder angesagt zu sein. Wenn der für Straßenrap bekannte Griot in Willhelm-Tell-Pose auf dem mit Kantonswappen verzierten Cover erscheint, erweckt das den Eindruck...

Chakuza – Monster In Mir // Review

Die letzten zwei Jahre waren für Chakuza nicht leicht, und das hört man “Monster in mir”, dem dritten Album des Österreich-Korrespondenten aus dem Hause EGJ, mehr als deutlich an: Auf den 19 Songs spricht aus jeder Zeile Frust und Hass in reinster Form. Oberflächliches Gehabe auf VIP-Partys, enttäuschende Moves der Plattenindustrie, Probleme privater Natur...

Cypress Hill – Rise Up // Review

Cypress Hill werden so langsam zu den AC/DC des HipHop: Dass sie ihre musikalische Formel noch mal bahnbrechend verändern, erwartet wohl ernsthaft niemand mehr von ihnen. Zwar würde sich der alte DJ Muggs-Fan in mir durchaus nochmal eine Rückkehr zu ihren düster-vertrippten Wurzeln à la “Temples Of Boom” wünschen...

Ty – Special Kind Of Fool // Review

Eklektizismus. Das Wort allein verpasst dem eingefleischten Rap-Fan meist eine Instant-Schamesröte. Erinnert man sich doch mit Magengrummeln an die genreübergreifenden Gehversuche von Common auf ­“Electric Circus” oder andere bittere Befreiungs- und Adaptionsversuche...

Dendemann – Vom Vintage verweht // Battle Of The Ear

Mittwoch 24. März 2010, 21:57 Uhr. Verdammt, Durchlauf viereinhalb, der Chefan drängt auf Textabgabe, und ich mag das immer noch nicht. Natürlich mag ich es nicht. Wie für jeden anderen aufrechten Rap-Fan mit Erstsozialisierung zwischen 1869 und 2047 hat sich auch für mich ein Dendemann-Beat erst mal so anzuhören wie eine minimal feinjustierte Version von “Ich so, er so”...

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