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REVIEWS

Rakaa – Crown Of Thorns // Review

In der allgemeinen Wahrnehmung gilt Rakaa Iriscience als das schwächste Glied im Konglomerat der Dilated Peoples. Evidence sei der technisch bessere MC, heißt es gemeinhin, und daneben noch ein talentierter Producer, DJ Babu schlicht und einfach die Macht an den Turntables. Dass aber Rakaa mit seinen intelligenten Texten und dem...

Capone-N-Noreaga – The War Report 2 // Review

Die Sequel-Flut reißt nicht ab, diesen Monat dürfen Capone-N-Noreaga eine Zwei hinter den Titel ihres Erstlingswerks setzen. Wohin die Reise geht, hätte nach der letztjährigen, fragwürdigen Reunion der ehemaligen Knastbrüder feststehen können: ­überwiegend C-Klasse-Beats, tumbes bis abstoßendes Ghetto-Gehabe und Noreagas nicht selten nur unfreiwillig lustige Punchlines...

Juvenile – Beast Mode // Review

Gerade mal acht Monate nach seinem letzten Release “Cocky & Confident” erreicht das mittlerweile neunte Album des in New Orleans beheimateten Rappers Juvenile die Plattenläden und Internetbörsen. Erste Skepsis verbreitet der Blick auf die Tracklist des Langspielers: Gerade einmal elf Tracks und der Verzicht auf relevante Features und Produzenten...

Rick Ross – Teflon Don // Battle Of The Ear

So, Schluss jetzt mit Bullenwitzen. Film geht los. Und wie zu erwarten, macht der Cop keine, err, Gefangenen: Direkt in der ersten Einstellung verweist er drohenden Zeigefingers auf die 45 in seinem Handschuhfach, lässt einer unbekannten Schönheit sein Antlitz auf die Brust tittowieren, ballert durch die Gegend wie zu chinesisch Neujahr, vertickt den einen oder anderen Dan Marino und stellt zur Feier des Tages eine Statue seiner selbst in die Mitte der Stadt. Donnerlittchen, hier ist was los...

Marteria – Zum Glück in die Zukunft // Review

Marten Laciny ist an einem Punkt angekommen, an dem er sich die Frage stellen muss, wohin die Reise eigentlich gehen soll. Der Freshness-Bonus seines Helium-Styles ist nach zwei Marsimoto-Alben biss­chen aufgebraucht und auch bei seinem Alter Ego Marteria gilt es, ein signifikantes Unterscheidungsmerkmal zum Debüt zu erarbeiten...

Review: Alpa Gun – Almanci // Review

Lange genug haben Kleinkriminelle mit gerappten Räuberpistolen aus den Großstadtghettos auf die hiesige HipHop-Jugend gezielt. Doch damit ist jetzt langsam Schluss, regelbestätigenden Ausnahmen zum Trotz. Wohl dem also, der sich von Anfang an eine eigene Nische abseits konventioneller Gangster-Romantik gesucht hat...

Die Beleidiger – Die Erde ist eine Scheibe // Review

Aus gegebenem Anlass und zum derzeitigen Aufenthaltsort eines Beleidigers: die intellektuelle Unterfütterung von “D.E.i.e.S” durch Pablo Neruda. “So soll die Dichtung aussehen, die wir suchen, die nach Urin und weißen Lilien riecht. Wer sich vor dem Geschmacklosen fürchtet, den holt der Frost.” Aber ey, nur weil du irgendein Buch gelesen hast...

Drake – Thank Me Later // Review

“Bigger” wollte er es machen. Und um es vorwegzunehmen: Bigger ist es geworden, das meist erwartete Debütalbum seit Menschengedenken (lies: 50 Cents “Get Rich Or Die Tryin’” aus dem Jahr 2003). Allerdings, was heißt schon Debütalbum? Sein persönliches “Reasonable Doubt” hatte Aubrey Drake Graham bereits in dem Mixtape “So Far Gone”...

A.G. – Everything’s Berri // Review

Vier Jahre ist es her, dass Andre The ­Giant mit “Get Dirty Radio” nach längerer Auszeit geschickt den zweiten Indierapper-Frühling erlebte, indem er sich die nach allgemeiner Ansicht richtigen Beats von den damals aktuellen Helden der Stunde besorgte: Madlib, Jake One, Oh No und J Dilla. Nun ist die D.I.T.C.-Legende mit einem neuen Werk zurück...

Big Boi – Sir Lucious Left Foot (The Son Of Chico...

It’s mostly tha voice. Ab und an sind es allerdings auch die Beats, die den feinen Unterschied ausmachen. Wer hätte gedacht, dass der alte Staubsauger Scott Storch zusammen mit Sir Lucious noch einmal so ein Wahnsinnsbrett wie “Shutterbug” abliefern würde. Kein Wunder, dass der Tune als Intro für die erste Episode der aktuellen “Entourage”-Staffel herhalten musste...

The Roots – How I Got Over // Review

Ich finde es unheimlich. 17 Jahre nach dem Debüt immer noch die unangefochtene Speerspitze des Backpackertums, ein jederzeit abrufbares Live-Monster, der unbesiegbare Vorreiter von organischem TrueSchool-HipHop, verdiente Kritikerlieblinge mit jedem weiteren Album und trotzdem immer auf dem Boden der Tatsachen. Mit “How I Got Over”...

Antihelden – Kein Happy End // Review

Eigentlich wäre das hier der perfekte Kandidat für ein “Battle Of The Ear” gewesen. Doch manchmal sind die vermeintlichen Generationengräben gar nicht so tief, wie man glauben könnte. Denn auf ein erstes, stichpunktartiges Herumfragen im Autorenkreis fand sich kein einziger überheblicher Youngster, der bereit gewesen wäre, das Langspielwerk der beiden Ü30-Rapper wegen akuter ­Retroitis verbal in die Tonne zu kloppen...

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