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Post Malone – beerbongs & bentleys // Review

»Beerbongs & Bentleys« ist kultureller Konservatismus in musikalischer Reinform. Wie dreist und seelenlos und uneigen und niederträchtig hier nur zutiefst berechenbare Verwertungslogik betrieben wird, ist nicht zu ertragen.

Wiley – Godfather II // Review

Dass Wiley sein Erbe nicht einfach nur verwalten möchte, hat er Anfang 2017 mit dem Album »Godfather« gezeigt. Es war ein starkes und konsistentes Grime-Statement, das den MC und Produ­zenten in großartiger Form zeigt. Daran kann der Nachfolger »Godfather II« leider nicht anknüpfen.

Rae Sremmurd – SR3MM // Review

Es ist ja nicht so, als gäbe es im US-Rap gerade keine Namen, in deren Kontext man gerne von einem Dreifachalbum hören würde. Doch Rae Sremmurd gehören nicht dazu.

Yung Hurn – 1220 // Review

Bisschen Mode, bisschen Koks ziehen, bisschen Party, bisschen Sex, bisschen Lecken, Lieben, Leiden – das war’s. Hurns Stimme, ob nun singend und von Autotune manipuliert oder apathisch stotternd, wird zum tragenden Instrument des Albums. Das ist die große Stärke. Das Problem: Alles war genau so zu erwarten.

Marsimoto – Verde // Review

Hits sollen die anderen liefern, hier trifft man sich zu gewohnt wolkigen bis angenehm enervierenden Klängen unter Codenamen, um ungestraft Albernheiten verbrechen zu dürfen. So viel Gelassenheit behauptet HipHop gerne, bringt sie aber selten mit.

Gzuz – Wolke 7 // Review

Drei Fragen, 13 Antworten, eine Gegenfrage: »Warum ­hältst du nicht einfach die Fresse?« Über »Wolke 7« soll nicht gesprochen werden, es soll sich verkaufen – und das treibt Gzuz auf seinem zweiten Soloalbum zu einem nihilistischen Höhepunkt.

A$AP Rocky – Testing // Review

Mit seinem dritten Album »Testing« ist A$AP Rocky ein Missgeschick passiert: Er ist dem neuen Neuen hinterhergerannt und hat es nicht zu fassen bekommen. Seine lässig gerappten Zeilen übers Coolsein, Schmuck und ein paar aktuelle Polit-Themen ändern daran nichts. A$AP Rocky hat sich übernommen.

Amar – Erst Straße dann Rap // Review

Natürlich ist Amars Intonation immer noch so lässig und gleichzeitig so herablassend, als wäre er der deutsche Pusha T. Aber es fehlt ihm an der lyri­schen Finesse, die ein Album braucht. So ist »ESDR« das neuste Beispiel für ein absolut mittelmäßiges Straßenalbum.

Schwesta Ewa – Aywa // Review

Auf »Aywa« inszeniert Ewa sich selbst als skrupellose Geschäftsfrau und legt eines der härtesten Gangstarapalben vor, die Deutschland je hervorgebracht hat.

J. Cole – KOD // Review

An Ambitionen hat es J. Cole noch nie gemangelt, weswegen es nur bedingt wundert, dass er mit »KOD« im Grunde nicht weniger als unsere gesamte desolate Gegenwart kartografieren möchte: Unbesiegbarer Rassismus, institutionalisierte Drogensüchte, von veränderten Lebensrealitäten herausgeforderte Emotionen.

Pusha T – Daytona // Review

Das Pusha-Bingo hat man auf »Daytona« schnell ausgefüllt: Rotzige Spanisch-Einsprengsel, Coke-Tales, Eghck. Alles dabei, was man lieben sollte. Mit 41 hat Pusha T einen zweiten Winter: dreckig und kalt und kompromisslos.

Battle Of The Ear: Kanye West – Yeezus // Review (2013)

»Yeezus«: große Songs mit großen Kanye-Momenten oder hingeschissene Möchtegern-Kunst von einem selbstverliebten Egomanen? Kanyes sechstes Album war 2013 sein bis dato kontroversestes.

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