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The Roots – How I Got Over // Review

Ich finde es unheimlich. 17 Jahre nach dem Debüt immer noch die unangefochtene Speerspitze des Backpackertums, ein jederzeit abrufbares Live-Monster, der unbesiegbare Vorreiter von organischem TrueSchool-HipHop, verdiente Kritikerlieblinge mit jedem weiteren Album und trotzdem immer auf dem Boden der Tatsachen. Mit “How I Got Over”...

Antihelden – Kein Happy End // Review

Eigentlich wäre das hier der perfekte Kandidat für ein “Battle Of The Ear” gewesen. Doch manchmal sind die vermeintlichen Generationengräben gar nicht so tief, wie man glauben könnte. Denn auf ein erstes, stichpunktartiges Herumfragen im Autorenkreis fand sich kein einziger überheblicher Youngster, der bereit gewesen wäre, das Langspielwerk der beiden Ü30-Rapper wegen akuter ­Retroitis verbal in die Tonne zu kloppen...

Marco Polo – The Stupendous Adventures of Marco Polo // Review

Ob er es jetzt wohl geschafft habe, fragte ich mich, als ich Marco Polo letztes Jahr im zutiefst freundschaftlichen Nahgespräch mit Evidence, DJ Premier und Alchemist beobachtete. Ist dieser Produzent aus Toronto, der vor mittlerweile acht Jahren ohne großen Plan, dafür mit großem Traum mit dem Bus ins HipHop-Mekka New York reiste, jetzt ein Teil der New Yorker Beat-Boheme?

Vinnie Paz – Season Of The Assassin // Review

Der Titel gibt’s vor. Vinnie von den Jedi Mind Tricks gibt auch auf seinem Solo­album den Harten. Kuschelrap geht jedenfalls definitiv anders, wenn der Pazmanian sich einmal quer durch die Hood bzw. seine Feinde und Haters ballert. Wenn der Jedi ein positiv denkender Kampfmönch ist, dann ist Vinnie auf “Season Of The Assassin” jedenfalls musikalisch zur dunklen Seite übergelaufen...

Nate 57 – Stress Auf’m Kiez // Review

Der Buzz um Nate57 nahm in den letzten Monaten beachtliche Ausmaße an. Genau erklären konnte dabei bislang keiner so richtig, warum genau der Hamburger aus dem Einheitsbrei von Post-Aggro-Straßenrappern heraussticht. Dabei ist es doch so einfach: Der Bursche bringt eben die Anlagen eines echten MCs mit...

Cymarshall Law & Skit Slam are Everliven Sound – Freedom II...

HipHop ist eine weltumspannende Angelegenheit: Nicht nur, dass die Kultur global adaptiert und interpretiert wurde und wird, mittlerweile sind internationale Kollabos schlicht an der Tagesordnung. Die Story zu “Freedom II” geht in etwa so: Die jamaikanischstämmigen Brüder Cymarshall Law und Skit Slam wachsen in Großbritannien auf, setzen über den großen Teich...

Eminem – Recovery // Review

Wenn ich irgendwen für den Sommer 2010 nicht auf dem Zettel hatte, dann Eminem. Dass er seine Tablettensucht überwunden und sein Leben ganz offensichtlich auch sonst recht passabel in den Griff bekommen hatte, nahm ich als generell mitfühlender Mensch erfreut zur Kenntnis...

DeineLtan – Ja Man // Review

Lange vier Jahre haben sie nichts mehr von sich hören lassen, die Ltan aus’m Wedding. Kein Wunder, mussten sich die mittlerweile drei Jungs unterdessen doch vor allem mit den Reaktionen auf ihren Song “Fick die Cops” vom 2006er “Kopfschuss”-Album auseinandersetzen, politischer wie rechtlicher Gegenwind, Jugendschutz-Tamtam und absurde Schikanen...

MF Grimm – You Only Live Twice: The Audio Graphic Novel...

MF Grimms Leben könnte ohne weiteres als Vorlage für einen Roman herhalten. Denn was der New Yorker Rapper, Produzent und Comic-Autor bereits an Schicksalsschlägen hinnehmen musste, geht weit über das hinaus, was der durchschnittliche Reminiscin’-Dreiminüter in der Regel an Hard Knock Life aufbietet: Als Rapper seit Highschool-Tagen aktiv und eine gehörige Battle-Karriere...

Lil Jon – Crunk Rock // Review

Crunk? War das nicht das mit diesem Pummelclown und dem Fitnesstanz? Oder war das doch das mit dem Anschreien und dem Discopogo? Egal, Crunk wurde Nullsieben mitsamt der Footlocker-Vorteilpacks Fünffach-XL-Gardinen eh offiziell aus dem HipHop-Katalog geixt. Haben ja irgendwie so ein bisschen alle mitbekommen. Bis auf Lil Jon, offensichtlich...

Rhymefest – El Che // Review

Seit er vor knapp vier Jahren sein hochgelobtes Debütalbum veröffentlicht hat, eilt dem aus Chicago stammenden Rapper Rhymefest der Ruf voraus, einer der Hoffnungen für die Zukunft zu sein. Umso höher natürlich die Erwartungen, wenn nun – ohne Hilfe großer Namen wie Kanye West und über das Indielabel dN|Be – sein lang erwartetes Nachfolger-Album “El Che” erscheint...

Necro – Die! // Review

Beim guten Necro ist alles beim Alten, so viel kann man schon bei oberflächlicher Beschäftigung mit seinem ersten Longplayer seit dem 2007er “Death Rap” feststellen: Seine Gore-Liebhaberei lebt er schon auf dem Cover aus, und auch musikalisch hält sich der ewige Indie-Hustler an sein bewährtes Rezept. Die Crossoverei vom Vorgänger lässt er diesmal stecken, stattdessen...

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