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Lupe Fiasco – Lasers // Review

Vier Jahre auf ein neues Album eines von allen Seiten hoch geschätzten Künstlers zu warten, mag zwar hart, aber nicht ungewöhnlich sein. Gut Ding will eben manchmal Weile haben. Wenn man allerdings bedenkt, dass Album Nummer drei des Chi-Town-Rappers bereits vor drei Jahren hätte erscheinen sollen, dann ist das nicht nur eine ärgerliche, sondern auch ermüdende Angelegenheit für den Künstler...

Silla – Silla Instinkt // Review

Südberlin lebt. Hätte man ja beinahe vergessen können. Wo Godsilla seit seinem Debütalbum doch mit einer geradezu vorhersehbaren Regelmäßigkeit Projekte veröffentlichte, war in den letzten drei Jahren weitgehend Funkstille um den talentierten Ex-Fler-Sidekick. Nun erscheint das erste Album unter dem neuen, verkürzten Pseudonym mit dem Titel »Silla Instinkt«...

Strong Arm Steady – Arms & Hammers // Review

Als Talib Kweli seinerzeit das Roster seines Labels Blacksmith bekannt gab, war man etwas ratlos. Neben Jean Grae waren die drei Gestalten Krondon, Mitchy Slick und Phil Da Agony aka Strong Arm Steady schon allein der räumlichen Distanz wegen ein ungewöhnliches Signing, auch musikalisch war man aus den dreien bis dato nicht wirklich schlau geworden...

PA Sports – Streben nach Glück // Review

Essen ist eine feindselige, trostlose Stadt. Ich war nur ein einziges Mal für 24 Stunden dort und würde es vorziehen, nicht so bald wieder dort hin zu müssen. Wenn PA Sports seine Heimat im Zentrum des Ruhrgebiets beschreibt, findet man diesen oberflächlichen Eindruck bestätigt. Essen ist für ihn ein Kriegsschauplatz...

Reks – R.E.K.S. // Review

Das Prädikat »underrated« findet ja nicht erst dieser Tage zu inflationärem Gebrauch. Klar, denn gibt es einen schöneren Wermutstropfen für unzufriedene Künstler? Schuld sind Medien oder gar Konsumenten, die das große Talent einfach verkannt haben...

Saigon – GSNT // Review

Atlantic will den unbedingten kommerziellen Erfolg, Saigiddy will lyrische Qualität, soziales Bewusstsein und zeitlose Beats. 2007 platzt ihm schließlich der Kragen. Es kommt zum Streit mit Just Blaze, zum Rechtsstreit mit Atlantic und mit beidem steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er »seine« Geschichte tatsächlich niemals veröffentlichen werden darf – der geplante Albumtitel wird zur selbsterfüllenden Prophezeiung...

Kayo – Des sogt eigentlich ois // Review

Wer den Albumtitel auf Anhieb versteht, hat den Schlüssel schon im Schloss. Denn der Zugang zur Kunst des Linzers, Wahl-Wieners und Rap-Veteranen Kayo passiert – wie das im Rap so üblich ist – zu 50 Prozent über die Sprache. Und die ist in seinem Fall eben nicht Hochdeutsch...

Beastie Boys – Hot Sauce Committee Part Two // Review

Die ewig coolen Beastie Boys: Durchforstet man seine ­Popkultur-Erinnerung nach ­Konstanten in Sachen Coolness, dann waren diese drei Typen seit ihrem Auftauchen Mitte der Achtziger eigentlich immer ganz vorne mit dabei. Die Beastie Boys waren schon als ­besoffene Grölheimer die Coolsten...

Snoop Dogg – Doggumentary // Review

War also tatsächlich noch ein Wortspiel über für Album Nummer mindestensdreizuviel. Was genau aber gibt es noch zu doggumentieren im Leben des bald 40-jährigen Calvin Broadus? Kushkonsum natürlich, Handfeuerwaffen, das Klima, »hoes with double D’s in line to juggle deez«, und alles andere, was auch vor zwei, zwölf und hundertfünfzig Jahren schon...

Booba – Lunatic // Review

Ein schwarzer Lamborghini Gallardo spurtet einen palmengesäumten Highway entlang. Ryan Leslie trägt Sonnenbrille und Lederjacke, als er auf den Parkplatz der Hit Factory braust. Booba fläzt betont lässig in rotem Unkut-T-Shirt und farblich abgestimmtem Cap auf einer Ledercouch und tippt Texte in sein Blackberry, während der Beat läuft...

Talib Kweli – Gutter Rainbows // Review

Die letzten Releases von Talib Kweli, seien es nun das 2007er Soloalbum »Eardrum« oder die letzte Reflection Eternal-Platte mit DJ Hi-Tek, waren allesamt kommerziell erfolgreich und zugleich Kritikers Liebling. Es gibt also eigentlich keinen Grund, dem fünften Album des MCs aus Brooklyn kritisch entgegen zu sehen...

Morlockk Dilemma – Circus Maximus // Review

2010 hat Morlockk Dilemma nicht nur eisern gefegt und böse getourt, sondern mit Partner Hiob auch noch die Postapokalypse eingeläutet – manch einem wäre das kreativer Output genug, um sich für eine Weile zurückzulehnen und mal ganz entspannt die verursachten Verheerungen zu beobachten. Aber kaum sind die eingeweichten Silvesterböller auf den Straßen optisch zu Hundekacke mutiert...

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