Start REVIEWS Seite 3

REVIEWS

Wu-Tang Clan – Enter the Wu-Tang (36 Chambers) // Re-Issue der...

Eine in Staten Island gegründete Supergroup aus neun (!) weitestgehend unbekannten MCs, eine vermuffte Soundästhetik, die schon Jahre zuvor eher Demo-Charakter gehabt hätte, und ein philosophisches Kuddelmuddel aus verdünnter Five-Percenter-Ideologie, dick aufgetragener Kung-Fu-Mystik und aggressiven Slangs. Aber es funktionierte. Und wie.

Disarstar – Bohemien // Review

»Bohemien« ist ein weiterer Beweis für den Ausreißerstatus des Hamburgers, schließt in der Klarheit seiner Aussagen reibungslos an seinen Vorgänger »Minus x Minus = Plus« aus 2017 an. Disarstar spricht Tacheles, bringt komplexe Realitäten in teilweise nicht einmal dreiminütigen Themensongs erfrischend konkret auf den Punkt.

Donvtello & Bobby San – Dip Sum Vol. 1 // Review

Ein Kollabo-Projekt mit GPC und KDM Shey, eine Beteiligung an »Spieler der Liebe« von Skinny Finsta und ein überraschendes Errdeka-Feature später kehrt Donvtello in seine Comfort Zone zurück.

Kaaris – Or Noir Part 3 // Review

Angepasster Tanzflächen-Sound nahm überhand, enttäuschte Fans wandten sich ab und Kaaris machte eher durch öffentlich ausgetragene Prügeleien mit Booba von sich reden als durch seinen musikalischen Output. »Or Noir Part 3« soll das jetzt ändern.

Ulysse – Patience // Review

Der Hoodboy aus der Fächerstadt hat mit »Patience« ähnliches vollbracht, wie er auf »Träume« feststellt: »Meine Träume ernten Früchte bis dato /Ich kann es spüren, nein, ich weiß, dass ich was raushol'.«

Jay Prince – Wonder EP // Review

Vier Jahre nach seiner Vorstellung als vollästhetischer Blog-Liebling liegt für Jay Prince das Geheimnis nach wie vor im Kompromiss – zwischen warm und kalt, organisch und synthetisch, flach und tief, alt und neu.

Boogie – Everything’s For Sale // Review

»Everything’s For Sale« ist ein 40-minütiger Befreiungskampf, stellenweise etwas glatt instrumentiert, aber immer absurd gut gerappt und erschreckend offenbarend.

LGoony – Lightcore // Review

LGoonys Gefühl für Atmosphäre, seine catchigen Hooks, feuernde Triolenflows und der intelligente Funken Humor in den hedonistischen Texten waren gleichzeitig so mutig, neuartig und schön, dass man gar nicht anders konnte, als begeistert zuzuhören und Fan zu werden. Genau das fehlt bei »Lightcore«: die Lust an der Innovation.

Dendemann – Da nich für! // Review

»Mit mehr Galgenhumor als auf den Alben zuvor« meldet sich Dendemann auf »Da nich für!« triumphierend zurück.

JACE – Stich // Review

Prinzipbe­dingt uncharmant: Jace macht Tape statt Album und auch sonst, was er will.

Yung Lean – Poison Ivy // Review

Nachdem Lean es 2017 auf »Stranger« noch schaffte, Südstaaten-808-Gebrumme, Skater-Punk und Cloud-Balladen zu einem weirden, aber einzigartig emotionalen Werk zu vereinen, scheint »Poison Ivy« nichts von der damaligen Experimentierfreude abbekommen zu haben.

Vince Staples – FM! // Review

Nicht ein einziger Ausfall, obwohl sich Staples vom Sound des Vorgängers entfernt. Statt Avantgarde gibt es auf »FM!« mehr Gegenwart, der Einfluss des kalifornischen Sounds der Neunziger schlägt trotzdem durch.

Trending

Aktuelle Ausgabe