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REVIEWS

A$AP Rocky – Testing // Review

Mit seinem dritten Album »Testing« ist A$AP Rocky ein Missgeschick passiert: Er ist dem neuen Neuen hinterhergerannt und hat es nicht zu fassen bekommen. Seine lässig gerappten Zeilen übers Coolsein, Schmuck und ein paar aktuelle Polit-Themen ändern daran nichts. A$AP Rocky hat sich übernommen.

Amar – Erst Straße dann Rap // Review

Natürlich ist Amars Intonation immer noch so lässig und gleichzeitig so herablassend, als wäre er der deutsche Pusha T. Aber es fehlt ihm an der lyri­schen Finesse, die ein Album braucht. So ist »ESDR« das neuste Beispiel für ein absolut mittelmäßiges Straßenalbum.

Schwesta Ewa – Aywa // Review

Auf »Aywa« inszeniert Ewa sich selbst als skrupellose Geschäftsfrau und legt eines der härtesten Gangstarapalben vor, die Deutschland je hervorgebracht hat.

J. Cole – KOD // Review

An Ambitionen hat es J. Cole noch nie gemangelt, weswegen es nur bedingt wundert, dass er mit »KOD« im Grunde nicht weniger als unsere gesamte desolate Gegenwart kartografieren möchte: Unbesiegbarer Rassismus, institutionalisierte Drogensüchte, von veränderten Lebensrealitäten herausgeforderte Emotionen.

Pusha T – Daytona // Review

Das Pusha-Bingo hat man auf »Daytona« schnell ausgefüllt: Rotzige Spanisch-Einsprengsel, Coke-Tales, Eghck. Alles dabei, was man lieben sollte. Mit 41 hat Pusha T einen zweiten Winter: dreckig und kalt und kompromisslos.

Battle Of The Ear: Kanye West – Yeezus // Review (2013)

»Yeezus«: große Songs mit großen Kanye-Momenten oder hingeschissene Möchtegern-Kunst von einem selbstverliebten Egomanen? Kanyes sechstes Album war 2013 sein bis dato kontroversestes.

Said – HAQ // Review

Saids Berliner Schnauze, die den inneren Reimfetischisten mit bildgewaltiger Sprache und zwingenden Ohrwurm-Hooks zu verknüpfen weiß, erklimmt in diesen 48 Minuten eine atmosphärische Brillanz, die »Haq« zum bisher schlüssigsten Album seiner Karriere machen.

JAW – Die unerträgliche Dreistigkeit des Seins // Review

Im Jahre acht nach »Täter-Opfer-Ausgleich« erträgt JAW die Dreistigkeit des Seins noch immer nicht. Er begegnet ihr mittlerweile allerdings eher resigniert als zornig, tritt ausgeglichener auf und widmet sich seinen inneren Dämonen, statt den Kampf gegen Windmühlen weiter auszufechten.

Nazar – Mosaik // Review

Nazars achtes Solo-Werk spielt nicht nur inhaltlich wiederkehrend auf die ständigen Achterbahnfahrten des Schicksals an, sondern ist auch in seinem Verlauf selbst ein gutes Beispiel für die Ambivalenz zwischen gelenkigem Geniestreich und angestrengtem Durchschnitt.

Ulysse – Je Suis Ulysse // Review

Auf seinem Debüt-Release stellt der Fächerstädter zwischen Throwback- und Jetztzeit-Beats elegant seine sprachliche und musikalische Gewandheit zur Schau.

Mena – Lindsay Circus // Review

Mena will immer viel, Liebe und Tiefsinn neben Gang-Gröler setzen, verzerrte Stimmen mit Pop übermalen; und dass »Lindsay Circus« das alles nie nach krampfigem Aufwand aussehen lässt, zeigt, dass Mena vielleicht zum ersten Mal seinen eigenen Erwartungen gerecht wird.

Ski Mask The Slump God – Beware The Book Of Eli...

Irgendwo zwischen Fantasy-Tabletop-Nerd-Kosmos, Meme-Kultur und Gangstertum verstecken sich in jedem Track etliche lyrische Highlights, verpackt in einem Paket aus Flow-Abfahrten à la Busta Rhymes, ODB-Stimmlage und Migos-Stakkato. »Beware The Book Of Eli« zelebriert die Vielseitigkeit des Protagonisten.

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