LAAS – X-Wing Starfighter // Video

»Das für jeden von euch, der mich für nen Sklaven hält« Laas schildert in zehn Minuten das Zerbrechen von EGJ aus seiner Perspektive.

»Warum habe ich mich von Savas getrennt/Warum nicht bei Flizzy nen Vertrag erstellt/Warum zu EGJ, das ist für jeden, der mich für nen Sklaven hält« – Laas ist zurück und gibt auf einem zehnminütigen Track Antworten auf gefühlt »1000 Fragen in [seinem] Nachrichts-Spam«. Im folgenden gibt’s die wichtigsten »Statements« zusammengefasst:

Als erste Anlaufstelle wird das mittlerweile beendete Arbeitsverhältnis zu Fler erläutert. Von »Keiner kommt klar mit mir« bis »Epic« droppt Laas die Namen der Alben an denen er mitgeschrieben habe, lässt Fler jedoch aufgrund seiner Visionen die Blumen für den Erfolg. »Half Fler zu formulier’n, was Fler reimen wollte/Was nicht heißt mir verdankt Fler seine Erfolge«. Die Wege der beiden trennten sich jedoch anscheinend aufgrund ebendieser Visionen, die Fler auch für Output und Image von Laas an den Tag legte. Wirklich geschossen wird in Richtung Flizzy jedoch nicht.

Es folgt ein kurzes Intermezzo über eine gescheiterte Affäre, die durch das Verschicken eines unveröffentlichten Disstracks gegen die NRWler an Farid Bangs Management dafür gesorgt habe, dass Laas auf »JBG3« nicht allzu glimpflich davon kam. Im Zuge dessen gibt es auch die vielleicht lustigste Line des gesamten Tracks: »Rap ist jugendlich, gewalttätig und kräftig/Bin dazu das Gegenstück, alt, friedlich und hässlich«.

Bei der Hälfte angekommen, wird sich Bushido und dem EGJ-Bruch gewidmet: »Wie’n Tisch bei ‚Papa Ari‘, ich stand zwischen den Stühl’n/Deshalb betracht ich das Wort Abi mit gemischten Gefühl’n« Von Bushido persönlich fühlt er sich sichtlich allein gelassen und unfair behandelt: »Erst war ich enttäuscht, dass er die Abmachung gebrochen hat/Dann darüber, wie er öffentlich von mir gesprochen hat […] Ein andrer gibt mir jetzt den Tausender, den er mir monatlich versprochen hat«.

Fakt ist, dass das Video – wie das jüngste von Ali Bumaye – nun über den Channel von Arafats neu gegründetem Label »S44« erschien. Am Anfang sei Laas von Abou-Chakers Präsenz eingeschüchtert gewesen, im Endeffekt sei er jedoch der einzige gewesen, der am Ende des Zerwürfnisses zu ihm stand. Ohne mutmaßen zu wollen, dass es sich hierbei nicht um die ganze Wahrheit handele, erscheint es logisch und absehbar, dass Laas wie bei einem normalen Arbeitsverhältnis kein schlechtes Wort über seinen aktuellen Label-Boss verliert: »Gab sein Wort, hielt sein Wort, abgemacht/Deswegen ging ich nicht auf Wanderschaft/als dann das Label auseinander brach«.

Um die Stimmung ein wenig aufzulockern, entschuldigt sich Laas am Ende bei Kool Savas, ihn damals trotz Zusage nicht mehr auf Tour unterstützt zu haben, lässt allen Beef hinter sich und schaut in die Zukunft mit neuen Homies wie AK Ausser Kontrolle und noch immer ohne Cash. Wann und ob ein Album folgt, bleibt sein Geheimnis, das Feuer brennt aber noch.

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