Skinnyblackboy droppt sein Debütalbum »Skinnydippin.« // Stream

Es ist wahr: Auf einigen der derzeit besten Rap-Platten aus Deutschland wird englisch gerappt. Das hätte gut fünfzehn Jahre nach Raptile wohl niemand so erwartet. Nehmen wir einmal Serious Klein, der sich mit »You Should’ve Known« endgültig von seinen musikalischen Ziehvätern Kendrick und Cole lösen und ein unfassbar griffiges Debütalbum präsentieren konnte, oder Juju Rogers, einer der versiertesten Lyricists dieses Landes. Aber Vergleiche sind an dieser Stelle obsolet, denn Skinnyblackboy aus dem Hause Erotik Toy Records macht ohnehin sein ganz eigenes Ding. Seine Debüt-EP »VOL.1«, die Anfang des Jahres erschien, ist mit House-Referenzen, abseitigen Melodien und eklektischer Gelassenheit ohne Abstriche eines der besten Releases des Jahres. Sein heute erschienenes Debütalbum »Skinnydippin.«, das komplett von Jugendfreund und ETR-Hausproduzent Florida Juicy produziert ist, folgt diesem Duktus, wirkt in seiner Gesamtheit aber noch etwas stringenter. Die UK-Einflüsse sind nach wie vor sehr präsent und SBB tobt sich auf den mal hektischen, mal weichen Soundteppichen mit einer erstaunlichen künstlerischen Reife aus. Diese Jungs machen ihr Ding – und wenn dabei so etwas wie »Skinnydippin.« rauskommt, sollte man sie weiterhin einfach machen lassen.

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