Skinnyblackboy – W.O.R.K. (prod. Florida Juicy) // JUICE Premiere

Das Kollektiv um Erotik Toy Records ignoriert unaufgeregt Genre-Grenzen und ist trotzdem durch und durch HipHop. Das bewiesen schon die Zöglinge Tightill und Doubtboy mit ihren Releases »RnB Anarchie« sowie zuletzt »Deutsch-amerikanische Schaft«. Im Zentrum dieses hyperkreativen Chaotenhaufens steht: Bremen. Die Hansestadt ist Bezugs-, Zufluchts- und Ausdrucksort, aber vor allem Basis der ERT-Crew. Dennoch beschränkt sich Member Skinnyblackboy nicht auf sprachliche Barrieren. Statt in astreinem Bremer Plattdeutsch besingt das jüngste Mitglied der Rap-Rasselbande seine Tunes vorzugsweise auf Englisch. Auf dem Release »Vol. 1« brillierte der Brudi vom Steintor schon mit Verweisen auf Achtziger-R’n’B und Neunziger-House im Jetztzeit-Pelz. Freigeistig und ignorant, poppig und rough, geschmeidig, aber mit Rotzlöffel-Kante. Auch der hyperaktive Mustard-House »W.O.R.K.«, natürlich wieder aus der Musikmaschine seines Kumpels Florida Juicy stammend, balanciert scheuklappenfrei wie stilbewusst auf der Schneise zwischen den Jahrzehnten und Stilrichtungen. Zu keiner Zeit lässt SBB allerdings Zweifel aufkommen, dieses eklektische Hip-Pop-Potpourri wäre rein zufällig – nachzuhören auch auf dem bald erscheinenden Album »Skinnydippin«. Heute stellt der Blackboy schon mal toastend klar: »I’m on my shit«. Absicht ist die Seele der Tat.

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