Autorencharts 2015: Daniel Schieferdecker (Chefredakteur)

Kendrick

They called him Schieferswagger. Also, nee, echt jetzt. Unser Redaktionssenior Daniel sieht sich aufgrund der akuten Swaggyness seines Nachnamens immer wieder mit neuen Spitznamen konfrontiert. Das ist jedoch nichts, was den Routinier aus der Ruhe bringen könnte – Haare, die grau werden könnten, finden sich auf Chief Schiefs Haupt ohnehin nicht mehr. So ruht der überzeugte Veganer (#flywieAdler) und Antialkoholiker in sich wie Buddha höchstselbst. Nachdem er im Sommer die Redaktionsleitung übernahm und die letzten Wochen und Monate bis zur Abgabe von JUICE #172 dank seines Organisationstalents zwar kräftezehrend, aber trotzdem weitestgehend smooth über die Bühne gingen, gönnt sich Daniel derzeit eine wohlverdiente Auszeit im Amazonas. Vor Besteigen des Fliegers nach Südamerika kam er jedoch der Bitte seiner Onlinekollegen nach, noch einen Schwenk zu seinen Jahreshighlights zu erzählen.

10. Run The Jewels – All Meow Life (Nick Hook Remix) (Video)
meow the jewels

Was soll man sagen: Run The Jewels haben einfach Eier, die größer sind als die tollwütigen Großwildkatze aus Outta Space, von der El-P und Killer Mike scheinbar gebissen worden sind, als sie auf die irrmietzige Idee kamen, sich ein Remix-Album aus dem Fell zu bürsten, dessen roter Faden Katzengewölle entnommen wurde. Groß, einfach groß (vor allem die gruselige Schiel-Katze ab Sekunde 46). Check:


9. Kollege Schnürschuh – Darmstadt Szene Is Mad Ill Mix (Medley)
maedness_döll

Kollege Schnürschuh haben im Zuge des grandiosen JUICE-Darmstadt-Rap-Artikels des geschätzten Kollegen Ralf Theil mal eben die Rap-Geschichte der Stadt in einem schnörkellosen Medley verdichtet, das von Manges bis Mädness alles featurt, was die Stadt in Sachen HipHop zu bieten hat – keepin’ it real. Stellvertretend für Darmstadt einfach mal das:


8. Schwesta Ewa – Schwesta Elektra (Song)
Schwesta Ewa

Über die seit jeher viel zu geringe Menge an tight rappenden Frauen im hiesigen Biz kann man sich nach wie vor bloß wundern – dabei hat Ewa in diesem Jahr doch eindrucksvoll vorgemacht, wie es gehen kann. Bester Track ihres (leider nicht ganz zu den verdienten Ehren gekommenen) »Kurwa«-Albums: »Schwesta Elektra«. Auf einem G-Funk-Brett spuckt Ewa den Hatern jede einzelne Silbe in die gehighheelte Fresse: »Schwesta Elektra/Highheels in den Mund, bitte Deutschrap, leck ma!«. Ansage. Leider keine Single. Auch geil ist aber:


7. Crack Ignaz – Kirsch (Album)
Crack Ignaz

Zugegeben: Der Based-Rap vom Wiener Striezi Crack Ignaz hat mich nicht mal halb so umgehauen wie den Rest der JUICE-Redaktion. Die Tatsache, dass Iganzius mit »Kirsch« aber ein spannender Schritt in eine hoffnungsvolle HipHop-Zukunft geglückt ist, lässt sich indes nicht wegdiskutieren. Und nicht nur, dass Wienerisch per se einfach nicht zu haten ist, hat der »König der Alpen« auf »Kirsch« doch astreine Ohrwürmer wie »Oder ned«, »Gwalla« und »Ned gscheid« platziert.

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