Die besten Rap-Alben des Jahres (international) // JUICE Jahrescharts

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6. Rejjie Snow – Dear Annie

»Der Grat zwischen nonchalantem Soul-Rap und belangloser Kaffeehausmusik ist schmal. Doch die Thematik, die Features, die Rejjies Defizite in der Gesangsstimme aufwiegen, der abwechslungsreiche Wechsel zwischen Bars und Melodien und vor allem seine eigene Person, der man nach einer Stunde vermeintlich nahe kommt, machen ‚Dear Annie‘ zu einem kompromisslos ehrlichen Werk. Auch rhetorisch gleicht ‚Dear Annie‘ einem Tagebucheintrag, Rejjie verirrt sich nicht in dramatisierenden Metaphern, verschont uns dafür aber auch mit Millennial-Floskeln und peinlicher Tumblr-Romantik. Obwohl musikalisch alles passiert, von smoothem Jazz und Soul mit Piano-Parts (’23‘, ‚Egyptian Luvr‘, ‚Room 27‘), tanzbarem Pop (‚LMFAO‘) bis hin zu Chansons auf Französisch (‚Désolé‘, ‚Mon Amour‘), bleibt die Sprache rough bis plump, aber immer authentisch, keltisch-gelassen: Zeilen wie ‚She said: Bonsoir, I like eggs./I like FIFA and sex‘ sind vielleicht nicht romantisch, aber entsprechen der Wahrheit.«(zur ganzen Review)

5. Kids See Ghosts – Kids See Ghosts

»Wenn Kanye im Opener ‚Feel The Love‘ die Snare-Schläge mit wilden Schreien doppelt, bindet Cudis reduzierter, eingängiger Refrain dieses Chaos in ein sinnvolles Ganzes ein. Genau zwischen diesen Polen, grenzenloser Experimentierfreudigkeit und meisterhaftem Handwerk, bündelt ‚KSG‘ die Stärken seiner geistigen Väter. Mit seinen psychedeli­schen Einschlägen klingt das Projekt wie ein Gewitter über den Bergen Wyomings: Voll von tosendem Donner, unerwarteten Blitzeinschlägen und prasselndem Regen – und am Ende brechen doch die erlösenden Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke. « (zur ganzen Review)

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