Das waren die Grammys 2015 [News]

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Wie in jedem Jahr waren auch die Grammys 2K15 mal wieder ein Großereignis vom Feinsten. Es wurde sich in Schale geschmissen, repräsentiert, Aufmerksamkeit im Hohen Maße erregt und reichlich Preise vergeben – auch im Bereich HipHop/R’n’B. Grund genug, das ganze Spektakel für euch einmal zusammenzufassen.
 
Wie heißt es so schön: »Des einen Freud ist des anderen Leid«. Eminem ja, Iggy Azalea nein, lautete das Urteil. Soll im Klartext heißen: Eminem wird mit »The Marshall Mathers LP2« die Ehre des Best Rap Albums zuteil und die, der Best Rap/Sung Collaboration zusammen mit Rihanna. Iggy Azalea hingegen ging trotz vier Nominierungen leer aus, was hinsichtlich der jüngsten Social-Network-Ereignisse rund um Frau Azalea den oder anderen wahrlich gefreut haben dürfte. Kendrick Lamar konnte ohne Album-Release, mit der Veröffentlichung von gerademal einem Track – »I« – bei der diesjährigen Grammy-Verleihung gleich zwei der beliebten Grammophonskulpturen in den Kategorien Best Rap Performance und Best Rap Song abstauben. Als Best Traditional R&B Vocal Performance wurde außerdem das Robert Glasper Experiment für seinen Track »Jesus Child« ausgezeichnet. Und auch »Happy«-Pharrell hatte allen Grund zur Freude. Er räumte für gleichnamigen Track nicht nur den Preis für die Best Pop Solo Performance und das Best Music Video ab, sondern holte sich das goldene Grammophon auch für sein Gesamtwerk »GIRL«. Ne Performance von »Happy« mal anders gab’s natürlich obendrauf, zusammen mit dem deutschen Filmkomponisten und Musikproduzenten Hans Zimmer.
 
Fällt das Wort Grammys, idealerweise in Kombination mit dem Wort Skandal, darf eine ganz besondere Person natürlich nicht fehlen: Kanye West. Nicht nur, dass Kanye bereits in der Vergangenheit unterschiedlichste Preisverleihungen (bevorzugt die Grammys) aufmischte und mit dem nötigen Pfiff und Gesprächsstoff versorgte, auch in diesem Jahr wusste Yeezy wieder reichlich von sich reden zu machen und war zweifelsohne der »Busiest Man In Da Building«. So überraschte er nicht nur die Sneaker-Gemeinde mit seinem neuesten Yeezy-Adidas-Streich an den Tätzchen, sondern war mal wieder kurz davor, für einen legendären Snub-Auftritt à la »Aber Beyonce hat diesen Preis verdient…« abzuliefern. Diesmal musste nicht Taylor Swift, sondern Alternative-Rocker Beck dran glauben, als er seinen Preis für das Album of the Year entgegennahm. Jay Z und vor allem Beyoncé zeigten sich verständlicherweise zunächst etwas unsicher, bis Kanye dann doch kurz vor knapp einen Rückzieher machte. Ob die Aktion von vorne rein als Prank gedacht war oder sich ‚Ye schlicht und ergreifend daran erinnerte, dass er ja auch vernünftig sein kann, ist nicht ganz klar.
 

 

 
Obschon die Message seiner erneuten Beyoncé-Initiative eine ganz klare war, wie aus einem Interview nach der Verleihung hervorgeht:
 
»I don’t even know what Beck said. I just know that, the Grammys, if they want real artists to keep coming back, they need to stop playing with us. We aren’t going to play with them no more. ‚Flawless.‘ Beyoncé’s video. And Beck needs to respect artistry, he should have given his award to Beyoncé […]«
 
Dennoch hat Kanye es auch geschafft, in Sachen Performance von sich reden zu machen – und das gleich zweimal. So gab er auf der Bühne seinen Track »Only One«, den er seiner Tochter North West widmete zum Besten und fand sich mit seiner Super-Kollabo Rihanna und Beatle Paul McCartney für »FourFiveSeconds« zusammen.
 

 

 
Yeezy räumte zwar keinen Preis ab, dafür aber sein Homie-Couple Bey und Jay, die zwar nicht das Maximum abstauben konnten, dafür aber gleich zweimal für ihr Duett »Drunk In Love« in den Kategorien Best R&B Song und Best R&B Performance als Sieger hervorgingen.
 

Ein von Beyoncé (@beyonce) gepostetes Foto am


 
Außerdem konnte Queen Bey herself einen weiteren Preis ihr Eigen nennen. So erhielt sie ebenso einen Grammy für ihr Album »Beyoncé« als Best Surround Sound Album und glänzte ganz by the way auf der Bühne mit ihrer Interpretation des Gospel-Songs »Take My Hand, Precious Lord«. Introduced by Beyoncé performten Common und John Legend bei dieser Gelegenheit ihren gemeinsamen Track »Glory«, den Soundtrack des US-Geschichtsdramas »Selma«.
 

 

 
Foto: via YouTube