Kendrick Lamar räumt bei den Grammys ab // News

Vier Jahre ist es her, dass Kendrick Lamar mit seinem Album »Good kid, m.A.A.d city« als großer Verlierer bei den Grammy Awards den Saal verließ. Dabei hatte er einen Langspieler geliefert, der unbestritten ein moderner Klassiker der Musikgeschichte ist. Und trotzdem: Kendrick erhielt keinen der sieben Awards, für die er Anfang 2014 nominiert war. So war es das Gespann Macklemore & Ryan Lewis, das K. Dot mit seinem Überraschungserfolg »The Heist« den Rang ablief – in den Augen der HipHop-Welt ein Skandal. Macklemore reagierte, indem er Kendrick Lamar noch in der Nacht der Verleihung eine Nachricht schrieb, in der er bekräftigte, Kendrick sei der einzig wahre Gewinner, er selbst habe ihn »beraubt«. Auch, oder gerade weil Macklemore einen Screenshot der Nachricht auf Instagram teilte, sah er sich weiterer heftiger Kritik ausgesetzt.

Mit »To Pimp A Butterfly« wendet sich das Blatt

Weitere Nominierungen für Macklemore & Ryan Lewis gab es in den Folgejahren keine. Kendrick hingegen gelang mit »To Pimp A Butterfly« der nächste Coup – sodass es bei den Grammys 2016 gar keine andere Möglichkeit gab, als den Compton Native mit Grammophonen zu überschütten. Am Ende des Abends ging Kenny mit sechs Awards nach Hause. Ende gut, alles gut.

Auch bei der gestrigen Verleihung waren ihm die Rap-Götter wohlgesonnen. Mit »DAMN.« war Kendrick für insgesamt sieben Awards nominiert, in fünf Kategorien wurde er als Sieger gekürt. Neben dem Grammy für »Best Rap Album«, gewann er mit der Single »HUMBLE.« auch noch in den Kategorien »Best Rap Performance«, »Best Rap Song« und »Best Music Video«. Außerdem gewann er für die Rihanna-Kollabo »LOYALTY.« einen Grammy für »Best Rap/Sung Performance«.

Migos und Jay-Z gehen mit leeren Händen nach Hause

Ein weiterer großer Gewinner des gestrigen Abends hieß Bruno Mars, der für sein Album »24K Magic« ebenfalls fünf Trophäen erhielt, unter anderem den für »Best Album«. So gingen Rap-Acts wie die Migos, Jay-Z oder Logic leer aus. Childish Gambino gewann mit »Redbone« einen Grammy in der Kategorie »Best Traditional R&B Performance«, The Weeknd gewann mit »Starboy« den Award für das »Best Urban Contemporary Album«.