Kanye West verklagt Roc-A-Fella Records // News

Das bedeutet (noch) nicht ganz das Aus für eine mögliche Fortsetzung des Kollabo-Albums »Watch The Throne« mit Jay-Z.

Laut verschiedenen US-Medien zu Folge hat Kanye West mehrere Klagen gegen verschiedenen Labels und Verlage erhoben. Dies teilen u.a. TMZ sowie der Hollywood Reporter durch Verweise aus Gerichtsunterlagen mit. Wests rechtliche Schritte seien in erster Linie aufgrund von Forderungen gegenüber EMI eingeleitet worden. EMI halte sämtliche Rechte an Kanyes Liedern seit 2003, dem Erscheinungsjahr seines ersten Solo-Mixtapes »Get Well Soon« und genau ein Jahr vor seinem Durchbruch mit  »The College Dropout«. Am Freitag seien vor dem Los Angeles County Superior Court Unterlagen eingegangen, die behaupten, West habe der EMI bis 2011 angeblich über 200 Songs für sich oder andere Künstler unvergütet geliefert und sämtliche Rechte obendrein abgetreten. Um welche Summe und welche Songs genau geht, ist bislang nicht bekannt. Aus den Dokumenten ginge aber hervor, dass Kanye hier auch von Tracks spricht, die für Jay-Zs Album »The Blueprint« 2001 produziert wurden. Dadurch ist auch sein altes Label Roc-A-Fella-Records, das bekanntermaßen u.a. von Jay-Z gegründet wurde, nun Teil der Klage.

Das Aus für »Watch The Throne 2«?

Bedeutet diese Klage nun also das Aus für eine mögliche Fortsetzung von »Watch The Throne«? Vermutlich nicht, denn Jay-Z ist bereits seit 2004 nicht einmal mehr in teilhabender Position bei Roc-A-Fella Records involviert. Auch TMZ meldet, ein Insider habe bestätigt, dass es keinen Beef zwischen Jay und Ye gebe.

Kanye fordert in der angeblich stark redigierten Klageschrift außerdem eine Übereignung seines gesamten Katalogs. Noch im Oktober hatte er in einem neun-minütigen Video behauptet, SONY/ATV (zu denen EMI Publishing gehört) aufgesucht zu haben. »Ich bin zum Verlag gegangen und sie sagten, mein Katalog kostet acht oder neun Millionen Dollar.« West habe versucht diese Summe aufzubringen und somit die Recht an seiner Musik zurückzukaufen. »Aber sie sagten: Nein, ich kann mein Publishing nicht kaufen.« Im weiteren Verlauf des Videos vergleicht Kanye West seine Situation mit Prince‘ Lage während der TAFKAP-Zeit. »Ich werde nicht das ‚S-Wort‘ sagen. Ich bin nicht Prince, ich muss mir das nicht ins Gesicht schreiben.« Prince hatte in den Neunzigern einen Rechtsstreit mit seinem Label Warner Bros. um Verlags- und Verwertungsgegenstände und war während dieser Zeit fortlaufend mit dem Wort »Slave« auf seiner Wange in der Öffentlichkeit aufgetreten.

 

 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here