Jme feat. Giggs – Man Don’t Care // Video

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Großbritannien gilt seit jeher als Land der Innovation in Sachen Bass-Musik. Die Rapszene auf der Insel konnte daraus jedoch lange kaum Kapital schlagen. Aber der Schmelztiegel machte seinem Namen irgendwann doch noch alle Ehre: Als Anfang des Jahrtausends der große 2Step-Hype abflaute, begann man in London Einflüsse aus Drum ’n‘ Bass, Jungle, Garage und Dubstep mit Rap zu kombinieren. Grime war geboren und brachte vor allem die Randbezirke der englischen Hauptstadt auf die Karte. Längst hat die Szene waschechte Superstars wie Tinie Tempah oder Dizzee Rascal hervorgebracht, doch auch andere Künstler, die jahrelang unter dem Radar vieler Rapfans flogen, werden nun wieder zunehmend international wahrgenommen. Zuletzt erntete Skepta so den Respekt von Kanye und Drake. Und ohnehin können sich gerade eine Menge Leute auf das Grime-Revival einigen, weil der krude Sound den Zeitgeist bestens einfängt.
 
Noch nicht ganz so populär, aber mit einer ähnlich hyperaktiven Herangehensweise kommt jetzt Jme daher. Skeptas jüngerer Bruder flowt auf »Man Don’t Care« um sein Leben, während im Hintergrund brachiale Bässe für den Rest sorgen. Mit dabei ist auch Giggs, ein weiteres Schmutz-Urgestein, der an der richtigen Stelle Kontrastpunkte setzt. Sein apathischer Vortrag mit einer Stimme in unterster Tonlage sorgt für hypnotische Klangästhetik. Und irgendwann wippt der Körper nur noch mantraartig hin und her. Großes Grime-Kino.

 

 

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