»Immerhin gibt es noch Doppelmoral« – Fatoni, Dexter und »Die Anderen« // Video

Self Care, Selfie, Selbstoptimierung – Fatonis »Die Anderen« ist sozialkritischer Rap aus der Ego-Perspektive. Bissig, humorvoll und klug.

»Die Anderen«. Damit meint Fatoni nicht die mysteriösen Inselbewohner aus »Lost«, sondern all jene, die nicht er selbst sind. Denn in diesen Selbstdarsteller-Zeiten geht es viel um das Selbst. Stichwort Self Care, Stichwort Selfie, Stichwort Selbstoptimierung. Irrwitzigerweise werden gerade letzte beide Phänomene oft abhängig von der Reaktion Unbeteiligter gemacht. Von den anderen eben. Denn Mensch will Anerkennung. Vor allem von seinesgleichen. Obwohl es ihm eigentlich nur um sich selbst ging. Zwickmühle? Total! »Immerhin gibt es noch Doppelmoral«, rappt Fatoni auf dem verdrehten Flöten-Beat aus der Maschine von Dexter fast aufatmend dazu. Fast vier Jahre nach ihrem gemeinsamen Szeneliebling und Top-30-Album »Yo, Picasso« hat sich das Duo erneut auf LP-Länge zusammengetan. In bester »32 Grad«-Manier bereitet die für Fatoni-typische »einfache Leute«-Perspektive auf »Die Anderen« bissig, humorvoll und klug das kommende Vollzeit-Release »Andorra« vor. »Jeder muss irgendwie sein Moped bezahln’«.

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