50 Cent, Kendrick, Snoop Dogg: Wie sich US-Rapper gegen Waffengewalt positionieren // Liste

No guns allowed: Die Attentate von El Paso und Dayton haben gezeigt, dass die USA weiter ein Waffenproblem hat - Wie sich Rap bereits seit Jahren dagegen wehrt.

4. J. Cole – Change.

Der Verlust eines Freundes

Der Dreamville-Chef widmete sich dem Thema der Waffengewalt auf seinem Album »4 Your Eyez Only«. Der Track »Change« erzählt die Geschichte eines dealenden Kindheitsfreundes von Cole, der auf tragische Weise im Alter von 22 Jahren ums Leben kommt. Der North-Carolina-Native erzählt von dem Schock, als er von der Ermordung seines Freundes in den Nachrichten hörte. Eine berührende Anti-Waffen-Geschichte über den Verlust eines guten Freundes, in der J.Cole sein Herz ausschüttet.

5. 50 Cent – 9 Shots

Alles verändernde Schüsse

Es ist einer bekanntesten HipHop-Geschichten der 2000er – die von 50 Cents »9 shots«. Am 24. April 2000 wird vor dem Haus seiner Großmutter in South Jamaica (Queens) neunmal auf 50 geschoßen. Die Kugeln treffen seine Hand, seinen Arm, seine Hüfte, beide Beine sowie seine Brust und seine linke Wange – der damals 24 Jahre junge Curtis überlebt nur knapp. Der Song bringt die Kugeln mit Fiddys Leben in einen metaphorischen Zusammenhang. Jede Kugel steht für ein einschneidendes, schmerzvolles Erlebnis seines bisherigen Lebens. So erzählt beispielsweise die erste Kugel die Geschichte der Ermordung seiner Mutter durch einen befeindeten Dorgendealer, die der damals acht Jahre alte Curtis 1983 miterlebte. Die Geschichte der neun Kugeln, sie ist ein Eingeständnis des lebensverändernden Einflusses, den eine Waffe auf das Leben eines Menschen haben kann.

 6. Rick Ross feat. French Montana & Puff Daddy – Nobody

You’re nobody, till somebody kills you

Eine Polizeidurchsage ertönt, danach beginnt ein Nachrichtenbericht. Fest steht: hier erzählt jemand eine reale Geschichte. Rick Ross erzählt sie auf dem Song »Nobody«, der eine Homage an den 1997 erschienen Biggie-Track »You’re Nobody (Til Somebody Kills You«) ist, der zwei Wochen nach dessen Tötung veröffentlicht wurde. Der Track dreht sich jedoch nicht um den tragischen Tod Biggies, sondern um das Drive-by-Shooting, das Ross im Januar 2013 selbst fast das Leben kostete. Warum er eine Neuauflage des Songs schuf, erklärte er einige Wochen später bei worldstarhiphop.com: »I went back and listened to the Big record in a totally different way, at the end of the day, regardless of how graphic it may be, it’s a beautiful piece of art. It’s a beautiful art sculpture. Its original creator was the Notorious B.I.G.; I just came and I put my hands on it«.

Rick Ross aktualisiert die Geschichte des tragischen Todes von Biggie und schafft ein hoffnungsvolles Stück Musik. Die Hook von »Nobody« ist in diesem Kontext vieldeutig interpretierbar und geht tief: »You’re nobody, till somebody kills you.«

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