Robanzee – Energie (prod. Robanzee) // JUICE Premiere

»An manchen Tagen wünschte ich, ich wäre nicht hier, sondern irgendwo, wo ich mich vor allem mental weiterbringen könnte. Auf der anderen Seite liebt man halt, wo man herkommt«, beschrieb Robanzee in JUICE 182 die Ambivalenz der Beziehung zu seiner Heimatstadt Bamberg in Oberfranken. Denn die fränkische Region steht zum einen zwar für Tradition und provinzielle Gemütlichkeit, auf der anderen Seite aber auch für dörfliche Engstirnigkeit und veralteten Konservativismus – was man zuletzt in Person des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder mitbekommen musste. Diese Diskrepanz bestimmt Robanzees Alltag im Frankenland (kein Bayern), der ihn zum introspektiven Southside-Soldier und seine Musik zum Bindeglied zwischen Kulturauffassungen macht. Sein Saufside Phonk ist eine Neuinterpretation des Memphis-Sounds der frühen Nullerjahre und bildet gemeinsam mit Laca, Kuchenmann, der Kornkreis Mafia und weiteren Konsorten einen eigenen Mikrokosmos. Auf seinem am Freitag erschienenen Tape »Energie« gibt es wieder in Saufside-Sirup getauchte Systemkritik und Geschichten aus der Dopeness-Enklave, zwischen Cops die gucken und Phonys die sich ducken. Das alles passiert auf tiefen 808-Bassläufen, die eben eine ganz eigene, ja, Energie haben. Den dunklen Titeltrack gibt es bei uns als JUICE Premiere.

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