R. Kelly: Neue Anschuldigungen gegen den R’n’B-Sänger // News

R. Kelly wird vorgeworfen, seine Opfer anhand von Fotos bedroht und eingeschüchtert zu haben. Im März 2020 findet der Prozess gegen ihn statt.


Der Fall von R. Kelly sorgt auch 2019 weiterhin für Diskussionen. Anfang des Jahres wurden mit der Veröffentlichung der sechsteiligen Dokumentationsreihe »Surviving R. Kelly« die Vorwürfe, die seit vielen Jahren gegen den Sänger vorgebracht werden, noch einmal aufgearbeitet und zusammengeführt. Mehrere Frauen berichten davon, dass R. Kelly sie sexuell missbraucht habe, einige von ihnen waren minderjährig.

Schon Anfang der 2000er-Jahre wurde der Popstar festgenommen, weil ihm vorgeworfen wurde, Geschlechtsverkehr mit Minderjährigen gehabt und davon Aufnahmen gemacht zu haben. Verurteilt wurde R. Kelly bisher nicht, die Dokumentation sorgte jedoch dafür, dass eine neue Diskussion um den Fall entstand. Sein Label Sony beendete die Zusammenarbeit, mehrere Künstler*innen, unter anderem Lady Gaga und Chance The Rapper, nahmen Abstand von ihm. Im Zuge der Debatte fand auch die Aktion »#RKellyStummschalten – Sexualverbrechern keine Bühne geben« statt, die Konzerte des Sängers in Deutschland verhindern wollte.

R. Kelly soll seine Opfer mit intimen Fotos erpressen

Im Februar diesen Jahres wurde R. Kelly aufgrund schwerwiegender Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs erneut festgenommen. Nach einigen Tagen kam er gegen Kaution frei, bestritt die Vorwürfe in einem langen Fernsehinterview und beteuerte, dass er unschuldig sei. Seit Juli sitzt er wieder im Gefängnis, wo er auf das Verfahren gegen ihn wartet. Seine Anwälte versuchten ihn gegen eine Kaution freizubekommen, jedoch wehren sich die Ankläger*innen dagegen und argumentieren gegen eine Entlassung auf Kaution.

Mithilfe neuer Dokumente werfen sie R. Kelly vor, dass er außerhalb des Gefängnisses eine Gefahr für seine Opfer darstellen könnte. Sie belegen diese Aussage mit einem Brief, den R. Kelly einem seiner Opfer geschickt haben soll. In denen drohe er an, dass er kompromittierende und möglicherweise peinliche Fotos seines Opfers veröffentlichen würde, wenn sie juristisch gegen ihn vorgeht. Mehrere Frauen bestätigen, dass R. Kelly ihnen gegenüber Drohungen für den Fall ausgesprochen habe, dass sie gegen ihn aussagen. Die Dokumente sollen der Newsseite »The Blast« vorliegen und stellen die Glaubwürdigkeit von R. Kellys Aussagen einmal mehr infrage. Zudem wirft ihm die Anklage vor, dass er Geld unter einem falschen Namen weiterleiten würde und so seine eingefrorenen Konten umgeht. Mit dem Geld würde er beispielsweise dafür sorgen, dass Opfer seiner Taten für ihr Schweigen bezahlt werden.

Die Anschuldigungen werfen erneut ein schlechtes Licht auf den Sänger, der mutmaßlich bis zum Beginn der Verhandlung im März 2020 im Gefängnis bleiben wird. Auch wenn die Anwälte von R. Kellys Opfern erneut belastendes Material vorgelegt haben, bleibt weiterhin fraglich, ob dies für eine strafrechtliche Verurteilung ausreichen wird.

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