PÖBEL MC – Nebensache // JUICE Premiere

Brett für Brett, bis der Letzte es checkt: PÖBEL MC flext ohne erhobenen Zeigefinger.

Für alle, die das immer noch nicht gecheckt haben: Da liegt eine gewisse Doppeldeutigkeit im Künstlernamen PÖBEL MC. Denn einerseits versteht sich der in Berlin lebende Rostocker als waschechter Battlerapper und ist somit nie um eine Punchline verlegen. Andererseits ist politische Komponente essentieller Bestandteil von PÖBELs Musik – und so wird eben aus Sicht eines Plebejers verbal gegen gesellschaftliche Missstände angekämpft – ohne den sprichwörtlichen Zeigefinger wohlgemerkt.

Bislang geschah das primär auf rumpeligen Instrumentals klassischerer Machart. Doch PÖBEL, der erst 2015 mit dem Rappen begann, ist als ehemaliger Schlagzeuger in mehreren Black- und Death-Metal-Bands ohnehin eines: taktsicher. Dementsprechend scheut er auf seiner aktuellen Veröffentlichung, dem »PÖBEL SPORTS TAPE«, das Anfang Februar über Audiolith erschien, auch nicht vor 808-lastigeren Produktionen zurück. Beste Beispiel: Die heutige JUICE Premiere »Nebensache«, auf der neben dem zwischenmenschlichen Klima der westlichen Welt anno 2019 auch der plumpe Materialismus seiner Rap-Kollegen angekreidet wird. All das frei nach dem Motto: »Brett für Brett, bis der Letzte es checkt«.

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