Peter Fox meldet sich mit neuem Projekt »Ricky Dietz« zurück // Video

So schön neu: Peter Fox ist wieder da – aber nicht so, wie man erwarten würde.

Alles neu: Für Fans von Peter Fox war »Stadtaffe« Fluch und Segen zugleich. Denn mit dem modernen Klassiker lieferte der Seeed-Frontmann 2008 nicht nur ein nahezu perfektes Album, nein, er strich ob des durchschlagenden Erfolgs auch die Segel in Sachen Solokarriere. Heute gehört »Stadtaffe« zu den meistverkauften Alben aller Zeiten in Deutschland – und ist rückblickend ungemein wichtig für Deutschrap, ohne dass die LP selbst dem Genre zugeordnet werden kann. Denn mit dem kongenialen Produzententeam The Krauts, das für den Bombast-Sound auf Fox‘ bislang einzigem Studioalbum verantwortlich zeichnete, schrieb Marteria 2010 gemeinsam den Meilenstein »Zum Glück in die Zukunft«. Ein weiterer Schlüsselmoment für Rap auf Deutsch, der sich nach dem großen Aggro-Kater neu erfand und eine neue Poppigkeit zuließ, die das Genre zu ungeahnten Erfolgen führen sollte.

Schnee von gestern, möchte man meinen. Fox‘ self-fulfilling prophecy vom »Haus am See« sollte es schwer machen, den Berliner noch mal aus der Reserve zu locken. Und doch scheint es zu kribbeln, denn mit Ricky Dietz hegt Peter Fox wieder Solo-Ambitionen. Allerdings nicht so, wie sich das manch einer wünschen mag: Vokalist des Duos ist der aus Toronto stammende Sänger Sway Clarke, der als Songwriter bereits mit John Legend und Tinie Tempah, aber eben auch mit den Krauts gearbeitet hat. Gemeinsam war man nicht nur im dicken B, sondern auch der nigerianischen Hauptstadt Lagos im Studio. Die erste Single »Lemonade Drip« ist dementsprechend ein Mischmasch aus Afrobeats, den für Seeed so typischen Dub-Elementen und mainstreamtauglichem R’n’B. Wermutstropfen für Fox-Fans bleibt dabei, dass der Rotschopf nur ans Mic steppt, um den Song einzuzählen.

Foto: Jan Kapitän

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