Gruppe F: Wie klingt eigentlich HipHop aus Island, Portugal oder Ungarn? // EM-Special

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Klar, die Fußball-Europameisterschaft ist sportlich gesehen das omnipräsente Thema derzeit. Neben den altbekannten Favoriten aus Frankreich, Deutschland und England treten dieses Jahr mit Albanien, Island oder Nordirland einige No-Name-Teams zum ersten Mal bei einer EM an. Und ähnlich wie mit den Teams dieser Länder verhält es sich auch mit den HipHop-Exporten dieser Staaten – man hat wenig bis nichts davon gehört. Wie klingt Rap auf isländisch? Wer hält die Fahne für HipHop in Kroatien hoch? Wer einen europäischen Exkurs abseits von Deutschrap und US-HipHop wagen möchte, der sollte sich durch unsere EM-Liste klicken. Vielleicht findet der ein oder andere ja seinen neuen Lieblingsrapper aus Schweden, Irland oder Portugal.

Gruppe F

Österreich
Crack Ignaz – »König der Alpen«

Vielleicht bekommt das österreichiche Nationalteam nach erfolgreichem Titelgewinn ja eine Audienz beim König. Außer natürlich, er ist gerade mal wieder auf dem Weg gen Luna oder produziert den neuesten Kitsch-Rap-Epos für erholsame Stunden. Wir können mit beidem leben. (jv)

 

Island
Úlfur Úlfur – »Ofurmenni«

Island hat ca. 320.000 Einwohner – weniger als Bielefeld. Unmöglich also, in der steinigen Tundra interessanten Rap zu finden? Falsch gedacht! Das Duo Úlfur Úlfur belehrt uns eines besseren. Astreine Migos-Flow-Adaptionen, gepaart mit der nötigen Prise Weirdness und Selbstironie, ergeben einen mehr als interessanten Sound – der auch noch dope klingt. Irgendwie. (ju)

 

Portugal
Dillaz – »Mo Boy«

Mit HipHop Tuga hat Portugal Mitte der 80er-Jahre ein eigenes Genre erschaffen. Was HipHop Tuga ausmacht und beinhaltet, wollen wir an dieser Stelle nicht großflächig erläutern. Stattdessen zeigen wir euch, wie HipHop aus Portugal 2k16 klingt: Dillaz – »Mo Boy«. Wem das zusagt, hört am besten mal in Dillaz‘ aktuelles Projekt »Reflexo« rein. P.S.: Ist der Beat von Boi-1da? (ju)

 

Ungarn
Majka – »Ilyen a Boksz«

Comedy-Rap nach D12-Vorbild ist in Ungarn wohl recht weit verbreitet. Auf der Suche nach ungarischen HipHop-Protagonisten stößt man so unweigerlich auf Majka. Und dieser scheint sich tatsächlich nicht ganz so ernst zu nehmen – schließlich nahm er vor einigen Jahren schon am ungarischen Ableger vom Promiboxen teil. Der musikalische Output ist, sagen wir, Geschmackssache. Falls es doch dopen ungarischen Rap geben sollte: Immer her damit! Denn bis jetzt lässt sich leider nicht viel entdecken. (ju)

 

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