Dendemann [Interview]

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Ein Hinterhof in Berlin-Neukölln. Dendemann steht mit Sportzigarette am Turntable und legt einen Random Rap-Soundtrack von 1983 auf. Das »Chez Chérie«-Studio, wo sonst die Beatsteaks unter der Regie des charismatischen Produzenten Moses Schneider aufnehmen, ist mit schweren Teppichen ausgelegt, das Mobiliar wirkt antiquiert bis abgewohnt, allerlei abstruser Kunstkitsch säumt die Wände, ein Hund wuselt herum. Dende diskutiert mit zwei Musikerkollegen die besten TV-Serien von »30 Rock« bis »The Wire« (er empfiehlt David Simons sechsteiligen ­Vorgänger »The Corner«). Der 35-Jährige sieht aus wie ein Nebendarsteller in ­einer ­Teenagerkomödie aus den mittleren Achtzigern: fingerdicke Rotzbremse, Vokuhila, Mesh-Mütze, ­verwaschene Jeansjacke, Röhrenjeans, Nike-Stiefel. Auch sein neues Album »Vom Vintage verweht« ist eine ästhetische Reminiszenz aus einer vergangenen Ära, denn es zitiert den reduzierten, rockigen Def Jam-Sound von Rick Rubin. Doch mit solchen Verweisen allein ist es naturgemäß nicht getan. Ein Gespräch über Hallfahnen, Sozialpädagogik und das Geheimnis von De La Soul.
 
In dieser Atmosphäre wirkt ein Titel wie »Vom Vintage verweht« auf einmal schlüssig. Ist das ­komplette Album hier entstanden?
Na ja, los ging alles bei mir zu Hause. Ich hatte ja kein Studio und keine Samples. Also, ich hatte schon Platten, aber die nötigen Kabel grad nicht zur Hand. (lacht) Dann hab ich einfach auf gut Glück mal auf dem Laptop rumgedrückt. Das hörte sich dann so an. (spielt drei rohe Song-Layouts an) Dann hab ich drauf geschrieben. Ich wollte die Musik von einer Band nachgespielt haben: Klavier, Gitarre, Drums. Und Dosenbässe. Deshalb bin ich zu Moses Schneider und den Leuten von Transporterraum gegangen, die ich über das Beatsteaks-Feature kennengelernt hatte. Ich hab denen meine Ideen und die Probleme geschildert und gesagt: »Ihr müsst mir jetzt sagen, wie man das wirklich macht. Regie, bitte!«
 
Was waren denn deine Grund­ideen für die Umsetzung?
Der Grund dafür, in dieses Studio zu gehen, war: Ich wollte Hall auf den Drums, aber keinen draufgeschraubten, sondern echten Hall. Hier gab es in jedem Winkel zwei Mikrofone, wo die Snare mit vier verschiedenen Hallfahnen aufgenommen wurde. Also hab ich mich da in die Mitte auf den Teppich gestellt, das Klavier, die Drums und die ­Gitarre um mich herum, Moses stand barfuß dazwischen und hat dirigiert. 80 Prozent der Vocals sind hier unter Live-Atmosphäre zusammen mit der Band aufgenommen worden. Der beste Take ist dann eben das Stück auf dem ­Album. Daher klingt das alles so schön rumpelig. Insgesamt hat es zweimal fünf Tage gedauert, dann war das Album fertig.
 
In dem Moment, wo du mit einem solchen Produzententypus wie Moses zusammenarbeitest, gibst du ein Stück Kontrolle ab. War das schwierig für dich?
Ich bin ja kein Musiker und arbeite immer nur nach Ausschlussverfahren. Daher habe ich immer wieder dazu angeregt, meine Noten zu hinterfragen oder zu ergänzen. Aber es ist letztlich alles dabei geblieben. Auch von meinen Arrangements bin ich nicht wirklich weggekommen. Es fielen eher Sätze wie: »Och, das ist alles schon ganz cool so«, oder: »Ja, das bist aber auch irgendwie du.« So was höre ich mir ja schon immer an, seit ich Musik mache – weswegen ich auch immer über meine eigenen Beats rappen musste. (lacht)
 
Wie viel Moses Schneider steckt denn in der Platte? Immerhin hat er sich durch seine Arbeit mit den Beatsteaks und Tocotronic einen gewissen Namen gemacht, der auch eine Erwartungshaltung mit sich bringt.
Klar, Dendemann macht eine Platte mit Moses Schneider – das ist für ­einige Medien sicher interessant. Und auch umgekehrt die Tatsache, dass Moses Schneider eine HipHop-Platte macht. Wir haben aber während der Produktion gemerkt, dass wir das ­alles neu definieren müssen. Wir ­haben jetzt draufgeschrieben: »‘Vom Vintage verweht’ ist eine ­Produktion von Dendemann, Chez Chérie und Transporterraum.« Von meinem HipHop-Gedanken her bin ich der Produzent, denn ich habe die Beats gemacht. Aber ohne Moses wäre es trotzdem nie so geworden.
 
Beim letzten Album hast du die Beats nicht selbst gemacht.
Für »Pfütze« wollte ich Instrumentals haben, die genauso warm klingen wie früher, aber trotzdem modern gemacht sind. Das haben leider viele ganz anders empfunden. Das war auf jeden Fall die heftigste Beat-Kritik, mit der ich je zu kämpfen hatte. (lacht) Wenn ich früher mit Samples gearbeitet habe, war das meist ganz schön fröhliche, fast schon alberne Musik. Die neue Platte ist musikalisch hingegen ganz schön ernst geworden. Aber die Texte sind nicht so, die haben sich da nicht angepasst.
 
War die Studio-Band auch deine Live-Band?
Nein, ich habe extra fürs Studio eine andere Band genommen, das waren vertraute Kollegen von Moses. Meine Live-Band, mit der ich die letzten zwei Jahre unterwegs war, ist viel zu funky für die Platte. (lacht) Nicht, dass sich jetzt irgendjemand falsch beurteilt fühlt. Aber das ist eine ganz andere Sache, und das wollte ich nicht auf Platte haben. Live funktioniert es allerdings sehr gut.
 
Neben dem Hall auf den Drums ist vor allem die Gitarre sehr präsent auf dem Album. Woher kommt diese scheinbar neu entdeckte Liebe?
Och, keine Ahnung. Ist wohl eine Mischung aus Verzweiflung und Begeisterung. Das ist ja immer wie ein kleines Geschwür, was bei mir über Jahre wächst – sei es die Singerei oder die Gitarren, so was kündigt sich lange vorher an. Es hat ganz viel mit dem Live-Spielen zu tun. Und am Ende sehe ich es so: Wenn’s rockt, ist es doch okay. Im HipHop ging es doch auch mal nur darum, zu rocken: das Haus, die Leute, was auch immer. Und ich hab halt auch primär so alte HipHop-Scheiben gehört in den ­letzten Jahren.
 
So Rick Rubin-Platten?
Ja, so Rick Rubin-Platten. (lacht) Das ist halt energetisch schon ein bisschen was anderes, was da abgeht. Der Bass ist nicht so doll wie heute, die Drums sind nicht so hart, aber die Energie ist ganz woanders auf einer Public Enemy-Platte. Aber das muss ich ja nun nicht erzählen, das wissen wir ja alles. Das ist jetzt auch kein Ausweg aus einer HipHop-Depression. Ich habe nach all den Neunziger-Reminiszenzen einfach mal gekuckt, ob es nicht noch was davor gab. Rock und Rap waren ja mal richtig dicke Freunde – bevor Crossover kam. (lacht) Wobei man sagen muss, es gab schon zwei gute Crossover-Platten, nämlich Rage Against The Machine und den »Judgment Night«-Soundtrack. Jedenfalls habe ich neulich eine alte TV-Dokumentation über Def Jam gesehen, wo ein älterer, weißer CEO-Schlaks sagte: »Von meinem Musikverständnis steht LL Cool J in einer direkten Linie mit den Stones. Die ganzen Bon Jovis dazwischen, das ist kein Rock. Wir haben die ­Attitude, wir haben die Beats, wir haben die Energie – das ist Rock.«
 
Mich überrascht es, dass du Achtziger-Rap als Inspirationsquelle für das neue Album nennst. In »I’m a Record Junkie und zurück« verwendest du sogar ein Vocal-­Sample von den Beastie Boys. Sind sie ein wichtiger Referenzpunkt für das Album?
Zunächst mal funktioniert so was ganz simpel: Der Song hat ein Thema, man braucht ein passendes Vocal-Sample, der Kopf rattert – nichts Langes und vor allem nichts Teures. (lacht) Außerdem habe ich die Platte [»Licensed To Ill«, Anm. d. Verf.] in den letzten zwei Jahren sehr häufig gehört. Klar, ­Beastie Boys als Referenzpunkt und als Einfluss, immer gerne.
 
Das Album ist stilecht im guten alten LP-Format gehalten und exakt 45 Minuten lang. Hat es auch eine A- und eine B-Seite?
(denkt nach) Jetzt, wo du’s sagst: Ja. Ich hatte schon einem ­anderen Kollegen ein Snippet ­gebaut, mit so Armand-van-­Helden-Gedächtnis-Nebelhörnern, und das Ding habe ich tatsächlich mit A- und B-Seite beschriftet.
 
Das Album strotzt vor ­Referenzen an die Vergangenheit, in einem Song sagst du, du hättest eine »Computer-Paranoia«. Hast du ein Problem mit der digitalen Welt?
Im Verhältnis dazu, wie ich ­eigentlich damit umgehen sollte – ja. Das Trauma fing an, als ich mir mit 14 einen Amiga 500 wünschte und ein Mountainbike bekam. Erst 2006, nach dem »Pfütze«-Release, habe ich mir zur Tour einen eigenen Computer gekauft. Klar, im Eins, Zwo-Studio hatte ich schon am Mac gearbeitet und Klötzchen geschubst. Aber ansonsten, nee. Gestern hab ich zum Beispiel die »Wanda Sykes Show« gesehen, und da sagte sie: »Twitter ­almost takes the fun out of stalking.« So empfinde ich das auch. Ich sitze davor und denke: Ihr schreibt das echt, ne? Ich kann mich nicht mal dazu hinreißen, das meiner Mutter zu schreiben, auch wenn ich sollte, und ihr schreibt das da rein: »Heile angekommen« oder so. Das macht ihr mehrfach ­täglich, und zwar freiwillig.
 
Und das auch noch für einen ­unüberschaubaren Personenkreis zugänglich…
…in der Vermutung oder Hoffnung, dass die das gut finden, dass man das tut.
 
Fühlst du dich manchmal, als ob du in der falschen Zeit lebst?
Überhaupt nicht. Manchmal denke ich, es wäre schön, noch fünf Jahre früher geboren zu sein, um das, was ich jetzt nacharbeite, noch mehr mitgekriegt zu haben. Aber Mitte der Siebziger geboren zu sein finde ich voll in Ordnung. Wenn man Lust auf HipHop hat, ist das nicht so verkehrt. Wenn ich im Sportverein wäre, dann wäre ich jetzt bei den Jungsenioren. Aber ich finde es auch nicht so blöd, in einer Sache schon einer der ersten Älteren zu sein.
 
Du hast vorhin gesagt, die Platte sei kein Ausweg aus einer ­HipHop-Depression. Aber eine Rückbesinnung geht doch immer mit so was einher – wenn es genug ­aktuellen interessanten Output gäbe, dann gäbe es keine Notwendigkeit zur Rückbesinnung.
Ich hab ja letztens bei euch in der Zeitung gelesen, dass ich ein ehrliches Desinteresse an deutschem HipHop entwickelt hätte. Das hat sich jetzt nicht so sehr verändert, aber das hat auch damit zu tun, dass man sich einfach nicht mehr hinsetzt und drei Stunden Musik hört. Was schade ist. Wenn man nicht Auto oder Bahn fährt und dort die Zeit totschlagen muss, dann ist es halt immer sinnvoller, selber was zu machen, als sich was anzuhören. Schwierig. Ich finde es zum Beispiel fast peinlich, dass ich The Cool Kids so gut finde. Weil es so dämlich naheliegend ist.
 
Ist doch nicht schlimm.
Nee, die machen das ja auch gut. Ich finde das sogar richtig, richtig cool. Aber wenn du mich jetzt gefragt hättest, was ich an aktueller Musik höre, und ich hätte »Cool Kids« geantwortet, dann wäre das schon ein bisschen so: (in aufgesetzt einfältigem Tonfall) »Ach was! Weil sie über BMX-Räder rappen oder was?«
 
Wie sehr hast du dich denn ­mittlerweile von der HipHop-Szene distanziert?
Ich weiß nicht. Als ich gerne noch dabei gewesen wäre, da passte ich nicht so gut rein. Schon zu Eins, Zwo-Zeiten war man halt ein bisschen schwierig, nicht unbedingt anti, aber superskeptisch. Dieser überraschende Erfolg, von dem damals alle profitiert haben, hat es einem auch extrem leicht gemacht, ein bisschen arrogant zu werden. Und heute? Wenn du jemandem, der keinen Plan hat, in fünf Minuten zeigen sollst, wofür deutscher HipHop steht, dann musst du ihm heute was anderes vorspielen als Dendemann. Du musst ihm ja keinen Scheiß vorspielen, aber etwas, das einfach anders klingt. Und irgendwie hab ich mittlerweile das Gefühl, dass das schon immer so war, auch dieses szenen­seitige Desinteresse an mir.
 
Ich glaube auf keinen Fall, dass die HipHop-Szene kein Interesse an dir hat. Ich meine, wenn du in dein Publikum schaust, siehst du dort etwa keine HipHopper?
Ich sehe keine anderen Leute als die, die ich immer bei mir gesehen habe. Aber ich sehe ganz andere Leute als bei anderen Künstlern. Es ist halt extrem gemischt. In der Schweiz ist es mir neulich mal aufgefallen: Da war ein Konzert und anschließend so eine »Black Night«, da waren die Jungs durchschnittlich noch mal vier Jahre jünger und sahen aus wie aus einem dieser einschlägigen Kataloge. Die sehe ich auf meinen Konzerten sonst nicht. Da wäre aber schon noch ein bisschen Platz ganz hinten, die könnten also gerne kommen. (grinst)
 
Gut, trotzdem halte ich die Formulierung »szenenseitiges Desinteresse« für übertrieben. Am Ende des Tages bist du einer der besten MCs unseres Landes, und als solcher hast du von der Szene auch immer Respekt bekommen.
Ich habe ja auch nicht das Gefühl, davon zu wenig bekommen zu haben. Im Gegenteil. Teilweise war es so viel, dass ich heute fast keinen Bedarf mehr danach habe. Deswegen ist die neue Platte auch so untechnisch, im Gegensatz zu der davor. Wenn ich in diesem technischen Bereich noch mal richtig durch die Decke gehen wollte, dann hätte ich mich zumindest zeitweise anpassen müssen. Dann hätte es auch mal eine Werbung mit 4XL-Klamotten oder auch mal ein paar Mixtapes geben müssen. Uah. (schüttelt sich) Gott, lasst mich doch erst mal ein Album fertig machen! Lasst mich doch mit Mixtapes in Ruhe! Ich kann einfach keine B-Seite machen. Ich kann höchstens einen Song machen, der zur B-Seite wird.
 
Da mischt sich Perfektionismus mit…
…Faulheit? (lacht)
 
Ich dachte jetzt eigentlich eher an Unangepasstheit.
Ich war immer extrem allergisch auf Wiederholungen und hoffe, das auch geblieben zu sein, sowohl genre-intern als auch bei anderen und vor allem bei mir selbst. Das führt zu teilweise komischen Eigenschaften, wie dass Platten konzeptionell wirken, weil man eben immer durch so Phasen geht. Und natürlich wäre ich manchmal gerne jemand gewesen, der mehr veröffentlicht. Andererseits werden meine Songs von meinen Fans sehr wertgeschätzt, weil es gar nicht so viele davon gibt.
 
Ich möchte noch ein bisschen weiter auf dem HipHop-Thema ­herumreiten…
…und ich möchte, dass du das ins Interview reinschreibst. Damit ich mir nachher nicht anhören muss, ich hätte ja doch wieder nur über HipHop geredet. (lacht) Aber wir können sehr gerne noch viel mehr über HipHop reden. André Luth [Gründer und Geschäftsführer von Dendemanns Plattenfirma Yo Mama, Anm. d. Verf.] sagte ja mal, Dendemann geht es immer so, wie es HipHop gerade geht. Und das stimmt. Wenn drei Wochen lang nur Scheiße rauskam, bin ich auch nur rumgeschlurft, und wenn dann was Geiles kam, war ich ganz aufgeregt: »Ey, André! Dilla-Remix!« Aber irgendwann hab ich mir gedacht: Das kann’s ja auch nicht sein.
 
Bei unserem letzten Interview vor drei Jahren hast du die Idee einer friedlichen Koexistenz zwischen dem Straßenrap-Lager und deiner Form von HipHop aufgestellt. Wie siehst du das heute?
Nun, aus diesem behinderten, vertorchten HipHop-Sozialpädagogik-Wahn, den man da im Kopf mit sich herumschleppt, entstand eben die Haltung: Wenn diese Kinder jetzt auch mal was Kreatives machen, ist es doch gut. Nur: Die Koexistenz war eine Schnapsidee. Es war die gleiche Schnapsidee, wie sie 1989 schon De La Soul hatten. Die haben auch versucht, mit Ironie und Humor jene HipHop-Klischees, die das Verfallsdatum erreicht hatten, auf die Schippe zu nehmen. Die haben im Prinzip fünf Alben lang davon profitiert, dass es so viele böse Buben im HipHop gab. Denn über was hätte man diese ganzen Wortspiele machen sollen, wenn es den Materialismus nicht gegeben hätte? So was wie »Stakes Is High« war großartig und für Leute, die genau das brauchten, ein wichtiger Gegenpol. Aber gleichzeitig wird das Ganze am Ende des Tages nur durch ihre fünf Hits gerechtfertigt. Denn das andere war nur für diejenigen interessant, die ihnen ohnehin wohlgesinnt waren.
 
Schaust du dir denn die Karrieren deiner ehemaligen ­Weggefährten an? Interessiert dich, was ein Max Herre oder ein Jan Delay so ­treiben?
Ja, tut es. Mit einigen hat man noch zu tun, manche fragt man auch mal, wenn man sich unsicher ist, andere hat man komplett aus den Augen verloren. (Pause) Ferris hat ­neulich aufgelegt. Wie ein junger Gott. Hauptsächlich elektronische Musik mit französischem Touch.
 
Ich bin sehr froh, dass man von dir nicht den üblichen kalkulierten Sermon eines Rappers in der Midlife-Crisis zu hören bekommt. Da heißt es dann immer, man sei »aus HipHop rausgewachsen« oder das Genre sei einem »zu eng geworden«. Kannst du nachvollziehen, dass uns so was ärgert?
Kann ich vollkommen verstehen, früher hat mich das auch wahnsinnig gemacht. Es hilft halt nichts – wenn du noch schlechter singst als du rappst, dann bringt es auch nichts, irgendwo rausgewachsen zu sein. Ich könnte so was gar nicht sagen, dafür rappe ich einfach zu gut. (lacht) Ich weiß nicht, ob ich irgendeine andere Art von Musik machen würde, wenn ich könnte. Vielleicht. Aber diese 13 Nummern hier, das ist von jeder Note bis zu jeder Silbe einfach genau das, wie es aus mir rauskommt.
 

 
Text: Stephan Szillus
Fotos: Yves Borgwardt
 

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