Abschiebung droht: Petition für Sugar MMFK gestartet // News

Sugar MMFK ist in Deutschland geboren, soll das Land aber trotzdem bis Ende April verlassen, wenn es nach den Behörden geht.

Bis hierhin lief’s noch gut – dachte man, wenn man sich die Karriere von Sugar MMFK bis zuletzt ansah. Der Bonner Rapper hatte sich und seiner Bantu Nation im vergangenen Jahr innerhalb der Szene einen Namen gemacht. Seine Songs »Im Trikot von Paris« und »Allô Allô« weisen Klickzahlen im siebenstelligen Bereich auf, sein Mixtape »Allô Allô« erschien vergangenen Herbst via des Universal-Ablegers Chapter ONE. Nun scheint den Sohn angolanischer Eltern seine Vergangenheit einzuholen – denn Sugar MMFK rappt nicht nur über Dinge, die man auf der Straße so macht und erlebt. Nein, sein künstlerisches Schaffen stützt sich auf Erfahrungen, die er selbst abseits der Legalität gemacht hat – und für die er mit entsprechenden Strafen büßen musste.

Aufforderung zur Ausreise bis zum 26. April 2019

Obwohl er laut eigener Aussage seit einigen Jahren straffrei geblieben war, erhielt er nun eine Aufforderung zur Ausreise aus dem Bundesgebiet und anderen Schengen-Staaten bis zum 26. April 2019. Und das, obwohl der Rapper 1993 in Deutschland geboren wurde, seine unmittelbare Familie in Deutschland lebt und mehrere Mitglieder die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. Um die Abschiebung zu verhindern, wurde nun eine Petition gestartet, die zum jetzigen Zeitpunkt bereits über 10.000 Unterschriften zählt. Breite Unterstützung erhält Sugar MMFK aus der Szene: Via ihrer Kanäle in den Sozialen Medien bekundeten viele Rapper ihre Solidarität.

Bereits im Februar hatte die drohende Abschiebung von 21 Savage aus den Vereinigten Staaten hohe Wellen geschlagen. Der Rapper aus Atlanta war von der Einwanderungsbehörde ICE festgenommen und in Untersuchungshaft genommen worden. Seine Inhaftierung hatte man damit begründet, dass 21 im Kindesalter ohne permanente Aufenthaltsgenehmigung aus Großbritannien eingereist war und sein Visum bereits im Juli 2006 überschritten hatte.

4 KOMMENTARE

  1. Jetzt werden sogar die eigenen Staatsbürger ausgebürgert. Deutschland hat doch einen an der Waffel. Bürgert lieber Merkel und Co. aus.

  2. Werden hier gezielt Infos weggelassen um Stimmung zu machen? Der Typ ist hier geboren und hat sich nie darum gekümmert einen deutschen Pass zu beantragen. Nach dem Abstammungsprinzip besitzt er nur eine Staatsbürgerschaft in Angola. Zu bequem einen Pass zu beantragen aber Anzeigen am laufenden Band sammeln. Hab da Null Verständnis für. Gute Heimreise Sugar

  3. Evtl. hat er keinen Pass bekommen? Und sei froh dass Du‘s nie nötig hattest Kriminel zu werden. Sehr schlaue Wortwahl aber wenig Sinn dahinter. Überhaupt in der HipHop Szene über Kriminelle herziehen??? Solltest evtl. eine andere Musikrichtung in Betracht ziehen…

  4. @Smug Abstammungsprinzip ist nicht allein ausschlaggebend

    https://www.bundesregierung.de/resource/blob/992814/456748/1ccc52621ab028fe2118f584836d710a/wege-zur-einbuergerung-data.pdf?download=1

    Und mit Behauptungen wie zu bequem einen Pass zu beantragen aber Anzeigen am laufenden Band sammeln Du weißt das doch überhaupt nicht.
    Davon abgesehen kannst du Anzeigen sammeln wie du willst, so lange du nicht rechtskräftig Verurteilt wirst nur so als Info
    Verständnis sollst Du auch nicht haben aber wenigstens Empathie!

    @Mike AIR Mal ehrlich in Deutschland muss Mann nicht Kriminell werden um zu überleben, das wäre der einzige Grund für Mich.
    Und wenn Du hier schon über Musikrichtungswechsel berätst solltest du den Unterschied zwischen HipHop und Rap kennen Und keine Ahnung welche Kriminellen Du meinst über die man herziehen sollte oder könnte in der Szene?
    Hört auf diese Gangster von Grup Tekkan zu hören und beschäftigt euch mit der Vielfalt des Sprachgesangs den Vielfalt hilft euch aus eurer Ein­fäl­tig­keit. Peace

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