Yung Hurn – 1220 // Stream

Knapp drei Jahre ist es her, dass sich Yung Hurn mit dem Mixtape »22« und vor allem der Internet-Hymne »Nein« anschickte, das Gesicht des deutschen Raps zu verändern. Ein simpler Slow-Mo-Trap, charmante Ignoranz, eine Ming-Vase – fertig war der Viralhit. Spätestens mit Ex-Sparringpartner RIN und dem fast legendären »Bianco« konnte der Wiener sich dann zum neuen Dada-König aufschwingen – von Fans geliebt, von Kommentarspalten gescholten. Doch während sein Bietigheimer Kollege mittlerweile einer der angesagtesten Rapper auf Deutschlands Schulhöfen ist, verzögerte Hurn irgendwo zwischen Love Hotel, Lars Eidinger und angeblichen Liebschaften mit TV-Sternchen den kreativen Vollendungsschritt, alle Vorschusslorbeern oder gar sein Standing als vielleicht erster Rap-Influencer im deutschsprachigen Raum in Form eines Solo-Albums vorzulegen. Heute erschien nun das Debüt »1220« und damit Yung Hurns Chance, ein künstlerisches Definitionsmomentum zu schaffen, das ihn endgültig vom Internetwitz zum respektablen Künstler wachsen lassen könnte.

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