»Wir hätten nie gedacht, dass ‚Hin zur Sonne‘ ein Classic wird« // Shuko & The Breed bei Beat Wars

Auf »Dippin’« haben Shuko und The Breed dem G-Funk ein instrumentales Denkmal gebaut. Für uns haben sie eine Auswahl ihrer wichtigsten Beats kommentiert.

Auf ihrem Konzeptalbum »Dippin’« haben sie dem G-Funk der West Coast ein (überwiegend) instrumentales Denkmal gebaut. Ansonsten liest sich die musikalische Vita von Shuko und The Breed eher wie ein Who’s who? der relevantesten Rapper im In- und Ausland. Während Ersterer bereits bei Cro, Casper und Lil Wayne hinter den Reglern stand, schraubte Letzterer u.a. Beats für Xatar, Olexesh und Eko Fresh. Für uns haben sie eine Auswahl ihrer wichtigsten Produktionen kommentiert.

Keith Murray – Hustle On (2007)


Shuko: Mit dem Song war ich zum ersten Mal in den Billboard-Charts. Das war natürlich etwas ganz Besonderes. Vor allem, weil meine Beats vorher immer wieder von größeren Releases geflogen waren, weil die Samples nicht geklärt werden konnten. Ich habe zwar nie was an dem Song verdient, aber er hat mir in Amerika extrem viele Türen geöffnet.

Plusmacher – Brusthaare (2016)


The Breed: »Brusthaare« sollte zunächst gar nicht als Single veröffentlicht werden. Nur dank Lex Barkey, dem Mixing- und Mastering-Engineer der Platte, wurde er noch nachgeschoben. Als ich den Track nach Release zum ersten Mal seit Monaten wieder hörte, dachte ich mir direkt, dass er etwas Besonderes an sich hat. Das ging wohl relativ vielen Leuten so: »Brusthaare« ist bis heute Plusis erfolgreichster Song und sicherlich auch ein Grund dafür, dass wir schon zum dritten Mal gemeinsam an einer neuen Platte arbeiten.

Casper – Die Welt steht still (2008)


Shuko: »Hin zur Sonne« war das erste Album, für das ich die Rolle des Executive Producer einnahm. Wir hätten niemals gedacht, dass wir damit etwas schaffen, das heute als Classic gilt. Besonders »Die Welt steht still« hat sich damals extrem vom typischen Deutschrap-Sound abgehoben. Casper hat als einer der ersten in Deutschland Trap gemacht hat, auch wenn man es damals noch Dirty South nannte. Für mich war das eine ganz neue Materie zum Reinfuchsen.

The Breed – Salmiakki (2017)


The Breed: 2015 war »Kurwa« von Schwesta Ewa mein erstes Projekt. Ich habe aber auch schon ein Jahr später meine erste Beatplatte veröffentlicht. Aber erst mit »Salmiakki«, meinem Beitrag für eine Chillhop-Compilation, habe ich gemerkt, wie viel mit den Instrumentals gehen kann und wie man gerade im Streaming-Bereich wahnsinnig viele Menschen erreichen kann. Inzwischen liegt mein Fokus viel stärker auf Soloproduktionen.

Shuko & The Breed – Life in Los Angeles feat. King Tee, MC Eiht & Benny Sings (2019)


Shuko: Ich wurde eigentlich komplett mit der East Coast sozialisiert und kannte von der West Coast nur die Classics. Erst in den letzten vier, fünf Jahren bin ich komplett auf dem Sound hängengeblieben. Ich bin riesiger King-Tee-Fan und hatte ihn vor zwei Jahren auf Instagram angeschrieben. Er hat den Song sofort gefeiert, und dann kam auch noch MC Eiht dazu. Kurz nachdem ich The Breed kennengelernt habe, hat er noch die Bassline darüber gezockt, und wir haben das Ding zusammen fertig gemacht.

Text: Jonathan Nixdorff

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