»Vor der Mio«: Luciano über seine Herkunft und seine kriminelle Vergangenheit // Podcast

Der neue Podcast von Salwa Houmsi beleuchtet die Geschichte vor dem großen Fame.

»Dieser Briefkasten war ein richtiger Bastard«, hört man die tiefe Stimme eines Rappers, während im Hintergrund die Geräuschkulisse einer Straße in Berlin-Schöneberg zu hören ist. Die Stimme gehört Patrick Großmann aka Luciano, der neben Salwa Houmsi vor der Tür seines ehemaligen Elternhauses steht. Normalerweise mache er so etwas nicht, behauptet der Loco-Gang-Member. Interviews gingen ihm eigentlich zu lange und außerdem habe er in der Vergangenheit nicht den Kopf dafür gehabt (wegen viel Musik und Jacky). Auch wir haben Luciano 2017 wegen eines Interviews angefragt – heraus kam schließlich lediglich dieser Fließtext.

Salwa Houmsi gelingt es nun in der ersten Folge des neuen Spotify-Podcasts »Vor der Mio«, einen erstaunlich intimen Einblick in das Leben eben dieses Rappers zu gewinnen. Der Podcast soll in seinem Zentrum eine auditive Spurensuche sein, die an eben jenen Orten stattfindet, die den jeweiligen Gast einer Folge geprägt haben. Im Fall Lucianos ist dies ein Schöneberger Hinterhof, in dem er Anekdoten seiner kriminellen Vergangenheit erzählt. Und nicht nur das: Es werden andere Einblicke gewährt als in herkömmlichen Video-Interview-Formaten. Luciano schildert das Verhältnis zu seiner Familie, gibt einem jungen Gang-Member Feedback zu seinem Demo-Track und richtet sich mit ungewohnt einfühlsamen Statements an seine Hörer und Hörerinnen.

Salwa Houmsi versucht in »Vor der Mio« die Geschichte vor dem großen Hype einzelner Rap-Artists zu erzählen – Das gelingt!Die neue Folge des Podcast erscheint alle zwei Wochen immer dienstags.

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