Rick Ross x Jay-Z x Dr. Dre

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»Yeah. Classic hip hop shit, Dr. D-R-E, Rozay and Jay. Let’s get ‚em.« Viel mehr müsste man dazu eigentlich nicht schreiben. »Three Kings« ist ein Track, der seinem Titel völlig gerecht wird. Jake One spendiert ein spektakuläres BoomBap-Brett, über das die Industriegrößen ganz entspannt über das Erreichte, weibliche Vorlieben und die idealtypische Umgebung für ihre Strophen reflektieren. Hungrig klingt natürlich anders, aber wem müssen die Drei noch was beweisen?

Dres Verse klingt, als hätte Gastgeber-Baws (oder vielleicht Young Jeezy) ihn ghost-geschrieben, was an sich ja nichts Schlechtes ist. Die übliche Tellerwäscher-Millionär-Story. »Straight Outta Compton« und heute chillt man in der ersten Reihe auf jeder Award-Show. Seine Frauen mag er langhaarig und den Track pumpt man bestmöglich durch seine eigene wirtschaftlich-prosperierende Kopfhörer-Line. No promo versteht sich. Ein G5-Privatjet kann er sein eigen nennen, den ’64er-Impala fährt er trotzdem noch. Großzügige Privatanlagen, gutes Weed und ’ne Tech-9 – das Standard-Inventar eines Königs.

Rick Ross‘ Résumé fällt nur bedingt bescheidener aus. Nicht mehr im »Weed-Game«, in dem er sich rund 80 Paar Sneakers verdiente, lässt er sich ein Miami-Heat-Ticket heute schon mal gut und gerne 20.000 US-Dollar kosten. Er mag die Mädels selbstredend wohlgenährt und sein Part klingt am besten über die Soundanlage eines Maybachs. Kackt aber ganz klar gegen den einzig wahren König ab: Jay-Z.

»King H-O, you should know by now« – tun wir auch. Immerhin trug der Typ schon ’88 Grillz, während das Fußvolk wie immer viel zu spät dran war. Jay war bestimmt froh, dass Beyoncé ihn zwischen Baby-Stress und den paar Geschäfts-Aktivitäten, die er nebenher noch am Laufen hat, mal wieder in die Booth ließ. Und einem König ist egal, wieviel Zeilen vereinbart sind, er rappt bis der Beat zu Ende ist und darüber hinaus. 40 Bars straight. Um die komplette Strophe von Jay zu entziffern, könnte man einen zweiten »Decoded«-Teil schreiben. Wie sein neuer pompöser Live-Nation-Deal zustande kam? Sie wollten den neuen Vertrag auf 250 erhöhen, er pokerte auf 300, wir reden hier übrigens von Millionen. Am Ende traf man sich dann in der Mitte bei 275.000.000, höchstwahrscheinlich plus Spesen. Der Part klingt am besten, wenn man zeitgleich seine Krone streichelt und Frauen liebt er nur, wenn sie braunäugig sind. »Niggas couldn’t fuck with my daughter’s room/Niggas couldn’t walk in my daughter’s socks.« Die kleine Prinzessin hat zwar noch keine Zähne aber stand schon auf der Pole Position der Billboard-Charts. King-Size.

»God Forgives, I Don’t« – nach dem ersten enttäuschten Blick auf die Tracklist, jetzt doch ein Hoffnungsschimmer.

(cs)

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