Mario vs. Domo vs. The World

Vor ein paar Tagen wurde die erste Single »Faded« mit einem gut aufgelegten The Game hochgeladen. Ganz nach der neuen Schule aus Harlem zählt Mr. Tell Em etliche Substanzen auf, die den Schieberegler der beiden weit in Richtung Reha gleiten lassen. Bis das Album »Promise« rauskommt muss der treue Soulja Boy-Fan noch bis April warten. Auf den Gospel des Multitalents aus Atlanta muss er dennoch nicht verzichten, denn es gibt ein neues Mixtape.

Nun tat er sich mit einem Seelenverwandten aus der Bay Area zusammen. Young L, der pinke Delfin, Mitglied von The Pack und konsequent durchgeknallter Poet mit Hang zu romantischer Aggression. Wer mit Darbietungen wie »Respect The Dick«, »Domo Style« und vor allem dem Hit »Same Reason« vertraut ist, weiß in etwa, was auf ihn zukommen könnte. In der zweiten Januarwoche erschien dann das »Triple Chain Gang«-Video: Dachterrasse, Cardiotraining und Goldketten.

»Mario vs. Domo vs. The World« muss man auf sich wirken lassen. Die zwei Künstler fühlen sich von der Welt missverstanden und haben sich zusammengetan, um den Planeten zu bekämpfen. Ein großes Abenteuer und auf Anhieb klingt vieles nach dem größten Scheiß der Welt. Richtiger Blödsinn. Die beiden lallen und hangeln sich mit schweren Zungen und hängenden Armen durch allerlei Hirngespinste und avantgardistische Beats. Young L und F.K.I. meinen es ziemlich ernst und setzen in der Produktion ganz auf hart reduzierten, aber deutlichen Wahnsinn. So wie auf diesem sinnentleerten Wutanfall.

»All Gold Everything« ist bereits bekannt und hat sich als vortrefflicher Gassenhauer herausgestellt. Neben besagtem Banger befinden sich auch Perlen wie »M.O.B.« auf »Mario vs. Domo vs. The World«. Young L macht klar, dass er auf jeden und zwar wirklich jeden scheißt. Währenddessen schwankt sein Gemüt stets zwischen Prinz Valium und Mr. Tilidin. Die F.K.I.-Produktion »I’m Good« und der zugehörige Remix dürften ebenfalls dafür sorgen, dass weltweit Mädchen zu Young Ls Musik die Becher hin und her bewegen. Großer Tune.

Auf dem Mixtape geht es fast ausschließlich um das fantastische Wohlergehen der beiden und vor allem um das Weib des anderen. Die Menschen haben ihnen scheinbar so viel Leid angetan, dass sie das Ausspannen der Freundin als wirkungsvollste Waffe gegen die Ignoranz der Gesellschaft in Betracht gezogen haben. Was uns zu »She Notice« und »Bitch Happy« führt. Auf sparsamer Instrumentalisierung erfährt der Zuhörer, wie und vor allem warum die beiden die Braut glücklich machen. Soulja Boy ignoriert rigoros jegliche Taktvorgaben und wirft stolpernd Zeilen ins Mikrofon: »Got your bitch happy, lol, smileyface, took her to my place and beat that bitch by the fireplace…« Toller Song. Tolles Mixtape.

Via: Datpiff.com

(nn)

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