Kamaiyah – Dope Chick // Video

Seit das »Dope Chick« aus Oakland mit ihrer nostalgischen Hood-Chronik »A Good Night in the Ghetto« vor anderthalb Jahren quasi im Alleingang den Westcoast-Sound der 1990er ins digitale Zeitalter übersetze, steht Kamaiyah bei Kritikern wie Kunstmäzen auf den internationalen Hoffnungsträger-Listen »jwv« (lies: janz weit vorn). Zum Einen liegt dies an ihrer Fähigkeit, weibliche Einfühlsamkeit mit beinhartem Asphalt-Flow zu kombinieren. Zum anderen an ihren geschmackvollen Throwback-Beats, die sich aus G-Funk-Flöten, Bay-Area-Bumm-Tschack und New-Jack-Swing quasi die Quintessenz der TLC-Ära zusammensampelt. Kaum eine andere Künstlerin ihres Jahrgangs vermag es aktuell, die Ästhetik der Death-Row-Hochphase so authentisch zu verkörpern wie Kamaiyah. Spätestens seit ihrer letztjährigen EP »Before I Wake« hat sich die 25-jährige Rapperin, die Too $hort gerne scherzhaft als ihren Onkel bezeichnet, zu einem mehr als würdigen Verwalterin der Left-Coast-Legacy gehustlet. Mit E-40-Feature und Schoolboy-Props ist es ihr da auch erlaubt, sich ganz dreist den Basslauf von »Some Bomb Ass Pussy« von Tha Dogg Pound aus dem Jahr 1995 auszuborgen. Denn wer Respekt gibt, bekommt auch welchen.

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