El-P – Weareallgoingtoburninhellmegamixxx3

 

El-P_Cover

 

(Gold Dust/Alive)

 

Über die herausragenden Qualitäten von Jaime Meline als Produzent muss man seit den Tagen von Company Flow kein überflüssiges Wort verlieren. Nur wenigen anderen HipHop-Künstler ist es in den letzten 15 Jahren gelungen, eine ähnlich unverkennbare Musiksprache zu entwickeln und dabei nie auf der berühmten Stelle zu treten. Davon legen seine Arbeiten für Cannibal Ox, Cage, Mr. Lif, Aesop Rock, Beck oder The Mars Volta ein vielschichtiges Zeugnis ab. Mit diesem Instrumentalwerk setzt er den auf den ersten beiden Teilen eingeschlagenen Weg konsequent fort, wobei die Nr. 3 dieser Serie als “richtiges” Album noch deutlich besser funktioniert als die beiden Vorgänger. Was auch der Grund dafür sein dürfte, das diese CD erstmals regulär erhältlich sein wird, im Vergleich zu Teil 1 und 2, die nur bei ausgewählten Konzerten angeboten wurden. Von der oft nicht ganz zu Unrecht gerade Instrumentalalben unterstellten Langeweile sind diese 15 Tracks denkbar weit entfernt. Auch wenn El-P einen ganz anderen musikalischen Ansatz verfolgt wie zum Beispiel J Dilla auf “Donuts”, so haben diese beiden Platten vor allem in ihrer unbedingten Konzentration auf das Wesentliche doch einiges gemein. Bevor hoffentlich nächstes Jahr der Nachfolger zu “I’ll Sleep When You’re Dead” erscheint, an dem El-P gerade nach eigenen Aussagen mit Hochdruck arbeitet, bietet diese Ideensammlung einen ungemein spannenden Einblick in seinen gerade stattfindenden künstlerischen Transformationsprozess. Es gibt zwar auch hier noch genügend Tracks (u.a. “Secret Police Man’s Ball” oder “Jump Fence, Run, Live”) zu bewundern, die deutlich auf seine musikalische Vergangenheit Bezug nehmen, aber mit Nummern wie “How To Serve Man (Stripped)”, “Drunk With A Loaded Pistol” oder dem fantastischen “Time Won’t Tell” ist zugleich eine ganz neue, extrem vielversprechende Seite von ihm zu bewundern. Abgerundet und ergänzt wird das ganze Paket zudem von bereits bekannten Remixen wie “I Got This” (Young Jeezy) und “Driving Down The Block” (Kidz In The Hall), die perfekt ins Gesamtbild passen.

 

Text: Norbert Schiegl

 

 

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