Edgar Wasser – Fake it till you make it // Track

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Edgar Wasser und die Medien – eine Tragikomödie. Die Geschichte vom gesellschaftskritischen Künstler, der nichts mit der aufgesetzten Medienwelt zu tun haben will und seine Kunst nicht wegen des Geldes, sondern um der Kunst willen macht, gibt es schon lange. Bei einigen mündete diese lobenswerte, aber leidvolle Einstellung im Lauf einer Pistole oder mit einer Schlinge um den Hals. Edgar Wassers neuem Track nach zu urteilen, hat es bei ihm nicht den Künstler, sondern den Manager erwischt. Seine letzten Worte seien »Fake it till you make it« gewesen, bevor er die Verkaufszahlen sah und sich danach erhängte.
 
Tragisch, aber irgendwie nachvollziehbar, denn »auch, wenn es so nicht stimmt, steht in meinem Pressetext seit circa vier Jahren drin, ich wäre das nächste große Ding«, so Edgar. Und wie verarbeitet man ein solch einschneidendes Erlebnis am besten? Klar, man schreibt nen Song drüber. In »Fake it till you make it« skizziert Edgar die aufrichtig unaufrichtige Anteilnahme der gesamten HipHop-Journaille am Leben und Tod der Künstler – vorausgesetzt natürlich, sie sind »relevant«. Da nehmen sich rap.de und Backspin an der Hand, das splash! Mag ist sowieso »die einzige gottverdammte, verfickte Online-Präsenz, die Edgar Wasser anerkennt, Alter!« und JUICE bekommt natürlich auch ihr Fett weg. Einer für alle, alle für einen – und gegen alle, die nicht zu uns gehören.
 
Für alle Fans, die ihre Kondolenz-Bekundungen persönlich loswerden wollen: Die »Alles leuchtet«-Tour beginnt am 04. April.
 

 

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