»Wir haben eine riesige Library namens ‚Killa Sounds’«: Die Berliner Trap-Pioniere Broke Boys über ihre wichtigsten Produktionen // Beat Wars

Greeny und BeastbyA von den Broke Boys bei einer Auswahl von ihnen produzierter Songs hinter die Kulissen blicken.

»Ich bin ein Berliner« war nicht nur der erste Song, den BeatsByA, Greeny und Sam Salam (zwar Gründungsmitglied, aber mittlerweile nicht mehr dabei) als Broke Boys für Ufo361 produziert haben. Es war auch der Startschuss für die Zusammenarbeit an einer Mixtape-Trilogie, deren Trap-Ästhetik Deutschrap nachhaltig prägen sollte. Fast nebenbei haben sie die Partyreihe »Trap Or Die« ins Leben gerufen und mittlerweile als deutschlandweite Institution etabliert. Hier lässt das Berliner Produzentenduo bei einer Auswahl von ihnen produzierter Songs hinter die Kulissen blicken.

Ufo361 – Scheiss auf eure Party (2016)

BeatsByA: Der Beat ist nach einer fünfstündigen Zocksession entstanden: in meinem Bett, auf Kopfhörern und im Halbschlaf. Eigentlich ist er super simpel, mit nur drei oder vier melodischen Elementen, und ich hab nur fünfzehn Minuten dafür gebraucht. Manchmal macht man Beats, die man am nächsten Tag hört und denkt: »Woah, was hab ich da für eine Scheiße gemacht?« Bei dem war es genau andersrum, da dachte ich mir: »Der ist ja richtig krass!« Dann war ich mit Sam und Ufo im Mietwagen auf dem Weg zu einem Konzert und hab den Beat angemacht. Ufo war direkt überzeugt und hat kurz danach mit Greeny zusammen aufgenommen.

Mortel feat. Azad & Nimo – PGS (2017)

Greeny: Das war ein Sample, zu dem ich fette Drums gemacht und dann noch was am Keyboard eingespielt habe. Ballert halt, ne. Ich wünschte, es gäbe eine romantische Geschichte dazu, wie: »Ich habe das Sample entdeckt, als ich auf einem Schiff war, auf der Suche nach dem Schatz.« Die Wahrheit ist: Wir haben eine riesige Library namens »Killa Sounds«. Shoutout an morten [Berliner Produzent & Rapper; Anm. d. Verf.], da lag das Sample rum – und es hat gut gepasst. Dann hat Mortel sich verliebt, und die haben diesen fetten Song gemacht.

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