Most Valuable Poet On The MIC: Fünf Freestyles & fünf unveröffentlichte Songs von Big L

BigL-Cover-freigestellt

Keine Frage, Lamont Coleman war das, was man gemeinhin einen Vorzeige-MC schimpfen würde. Und trotzdem bedurfte es des traurigen Umstands, dass der unter dem Moniker Big L bekanntgewordene Rapper im Alter von nur 24 Jahren erschossen wurde, damit sein Schaffen die verdiente Würdigung erhielt. Am besten zeigt sich Big Ls Können in seinen Radio-Freestyles. Anlässlich seines 17. Todestages haben wir fünf besonders hörenswerte Auftritte zusammengetragen, die für die Nachwelt auf Band festgehalten wurden.


»Audition/Hard Pack Tape« (1990/1991)
Eine Aufnahme aus dem Plattenladen, in der Big L auf Lord Finesse trifft, eine geschichtsträchtige Vorstellungsrunde über die klassischen »Hard To Handle«- und »Blind Alley«-Breakbeats. Es kursiert auch eine Langfassung mit Lord Finesse auf der zweiten Hälfte.


»Stretch & Bobbito ’92 Freestyle«
»Fuck karate, I practice gun-fu« – Big L zerhackt anlässlich seines ersten Besuchs bei Stretch & Bobbito den »Impeach The President«-Break.


»7 Minute Freestyle« (Big L und Jay-Z, bei Stretch & Bobbito, 1995)
Klar, oder? Auch als neunminütige Version auf »L Corleone« zu finden. Jay Z hat noch keinen Deal für sein Label und prahlt damit, »Pick Of The Week« bei BET zu sein, während Big L sein Major-Debüt promotet und seiner Zeit so weit voraus ist, dass seine Eltern sich noch nicht mal getroffen haben.


»Who Shot Ya Freestyle« (bei Tim Westwood, 1995)
Lamont Coleman besucht Europa und berichtet: »Big L grew up in the slums with greed, known for drawing guns with speed/And selling tons of weed, cause I got sons to feed«.


»1998 Freestyle« (bei Stretch & Bobbito)
L ist »kinda tired«, schmeißt aber mit Quotables und Schachtelreimen um sich wie nix. »Fuckin’ punk, you ain’t a leader, what, nobody followed you/You was never shit, your mother should’ve swallowed you.« Die erste Hälfte mitsamt klassischer »Butt-head«-Punchline ist auf »The Big Picture« gelandet. Die brutalere zweite Hälfte findet man auch.

Auf Seite 2: Fünf Songs, die es nicht auf Big Ls Debüt schafften.

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