Smoke DZA – T.H.C.

Stoner-Rap liegt aktuell augenscheinlich im Trend. Während mit Wiz Khalifa ein erster Vertreter der Zunft seine Vorstellung von einem guten Leben auch in die Köpfe von weniger rap-affinen Schülern und Studenten einpflanzen konnte, treiben sich die restlichen Vertreter des Genres weiterhin hauptsächlich im Internet herum. Auf den ersten Blick mag es paradox klingen, dass Künstler wie Curren$y insbesondere in den Reihen jener Hörer, die ständig auf der Suche nach dem nächsten musikalischen Kick zu sein scheinen, auf eine solche Resonanz treffen. Andererseits begehrt der Mensch bekanntermaßen stets die Dinge, die ihm für den Moment unerreichbar erscheinen und für den passionierten Internet-Rap-Nerd am Rande des informativen Overloads nimmt diese Rolle genau jenes entspannte und sorgenlose Leben ein, das auf Veröffentlichungen wie Pilot Talk oder Kush & Orange Juice bildlich beschrieben wird.

Im selben Dunstkreis wie Spitta und Wiz agiert seit einiger Zeit auch der, aus Harlem stammende, Smoke DZA. Auf den bereits erwähnten Longplayern bewies er 2010 sein Können ebenso, wie auf seinem eigenen Projekt George Kush – Da Button, dessen Nachfolger ab sofort zum freien Download bereit steht. Die in den vergangenen Monaten des öfteren gehörte Formel aus vorwiegend relaxten Beats auf Sample-Basis, zurückgelehntem Flow, entspannten Angebereien und Kiffer-Tales dominiert auch „The Hustlers Catalog“. Neben seinem sympathischen und talentierten Protagonisten sind es letztendlich auch die geschmackvoll gepickten Features, die das Mixtape aus der Masse der Gratis-Veröffentlichungen hervorheben. Devin the Dude zeigt mit einem völlig verstrahlten Kehrvers wieder einmal, dass er zu Recht als Vorbild der Stoner-Generation gilt. Big K.R.I.T. beweist nach einer der besten Veröffentlichungen des bisherigen Jahres erneut, dass er zum Spannendsten gehört, was der Süden 2011 zu bieten hat und Kendrick Lamar macht auf „How Far We Go“ problemlos den stärksten Vers des gesamten Tapes klar („I’m on a verge to excellence, kill em off with no evidence, take a shot at the excorsist, then X em out with these words.“).

Zumindest vorerst hat das redaktionellen Itunes in „T.H.C.“ den Soundtrack für die Mittagspause gefunden. Bereits am 20. April steht bereits die nächste hochkarätige Veröffentlichung aus dem Kreise der nordamerikanischen Blunt-Vereinigung an: Gemeinsam mit Alchemist hat DZA’s Bruder im Geiste Curren$y eine Download-EP in der Pipeline, die den 16 Jahre alten Kiffer in uns allen ähnlich anspricht und auf absehbare Zeit die größte Konkurrenz für den New Yorker mit dem Faible für Charlie Sheen darstellt.

DOWNLOAD: Smoke DZA – The Hustlers Catalog

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