Schwarzkopf

Während die Kinder und Enkel der ersten Migranten nach 1945 sich, inbesondere durch die Arbeit von Regisseuren wie Fatih Akin, mittlerweile eine feste und nicht überhörbare Stimme im deutschen Filmgeschäft erarbeiten konnten, waren Produktionen, die den Lebensstil von Zuwanderern in Österreich behandeln, bisher Mangelware.

Einen ersten Versuch dies zu verändern unternimmt der Regisseur Arman T. Riahis mit der frisch in die Kinos der Alpenrepublik gekommenen Produktion „Schwarzkopf„. Der Film vermischt Elemente aus Dokumentation und Spielfilm miteinander und unternimmt mit Hilfe der daraus entstehenden Möglichkeiten den Versuch, die Identitätsprobleme mehrerer Generationen authentisch wiederzugeben. Der filmische Schwerpunkt liegt auf der Lebensgeschichte von Nazar, der die Darstellung seines Film-Charakters selbstverständlich selbst übernimmt.

Im folgenden Youtube-Video seht ihr die ersten Minuten des Films. Im Anschluss an die Bildcollage, die Nazars Karriere rekapituliert, sieht man ihn vor der Justizanstalt Wien – Josefstadt. Der Plot baut auf die Entlassung auf und zeigt den Rapper, mit dem wir uns für unsere aktuelle Ausgabe zudem ausführlich über sein ebenfalls anstehendes Album „Fakker“ unterhalten haben, in ernsthaften juristischen Schwierigkeiten – ihm wird ein bewaffneter Raubüberfall vorgeworfen. Um aus seinem alten Umfeld auszubrechen beschließt er, wie sollte es anders sein, es ab sofort ernsthaft mit der Musik zu versuchen und geht für die Aufnahmen seines nächsten Albums nach Berlin.

In Österreich läuft der Film ab sofort in den Kinos, in Deutschland müssen wir noch etwas länger warten. Momentan ist der Start lose für den Herbst angekündigt.

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