Post Malone – August 26 // Review

Post Melone

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Post Malone ist die womöglich meistgehypte Persona im US-Spiel – mit nur einem Hit. Neben besagtem »White Iverson« geisterten bis vor wenigen Wochen nur eine Handvoll Songs des Zwanzigjährigen im Netz herum. Entsprechend hoch schien die Fallhöhe seines Debüt-Mixtapes »August 26«. Dass der Opener »Never Understand« gleich ein paar der Zutaten mitbringt, die »White Iverson« zum Überhit machten, ist umso erfreulicher. Die Fähigkeit, das eigene Sprechorgan als zusätzliches Instrument einzusetzen, gelingt wenigen Künstlern so gut wie dem Dallas-Native, der sich in seinen jungen Jahren schon zu einem Hook-Monster entwickelt hat. Malones Ausflüge in poppige Gefilde hatten sich mit der diesjährigen Single »Go Flex« angekündigt, jedoch verkommen sie auf »August 26« nicht zu peinlicher Fremdscham. »Hollywood Dreams Come Down« dudelt sich in den ersten Minuten zwar mit seiner seichten Country-Melodie in Richtung Belanglosigkeit, ein Beatswitch kratzt jedoch rechtzeitig den Ball von der Linie. Parallel dazu kristallisiert sich auf »August 26« heraus, dass sich Post Malone lyrisch mit der Oberfläche zufrieden gibt. Zeilen wie »Tryna be myself, something they’ll never understand« hat man dann doch schon mal irgendwo gehört. Bei all dem Trubel um Post Malone läuft man glatt Gefahr, zu vergessen, dass der Bieber-Buddy mit seinen zwanzig Lenzen erst am Anfang seiner Karriere steht. So klingt »August 26« in der Tat wie eine Idee, die etwas fokussier­ter weitergesponnen zum großen Langspielerauftakt werden könnte.

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