JUICE #160 mit Eko-Fresh-Cover und 1000 Bars-Exclusive EP ab 26.06. am Kiosk

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JUICE-Ausgabe #160 (Juli/August 2014) ist ab dem 26.06. bundesweit für 5,90 EUR inklusive JUICE-CD #124 im Zeitschriftenhandel erhältlich oder ab sofort versandkostenfrei im Shop bestellbar. Wir liefern einen kleinen Einblick ins neue Heft.
 
DIE THEMEN DER JUICE-AUSGABE #159
Titel: Eko Fresh – Ek im Game
Eko Fresh ist tot. So zumindest die einhellige ­Meinung, wenn man die HipHop-Hardliner vor ein paar Jahren auf den Szene-Status von Ekrem Bora angesprochen hat. Und, mit Verlaub, so ganz falsch war das nicht. Denn Ekos ­bisherigen ­Karriereverlauf als eine Achterbahnfahrt zu ­bezeichnen, wäre eine glatte Untertreibung. Kaum ein Werdegang im hiesigen HipHop-Haifischbecken hat mehr ­Irrungen und Wirrungen ­vollzogen als der von ­Freezy. Doch der ­Neunziger-Jahre-Rap-Fan Eko hat HipHop immer schon als Tool verstanden, um sich ­weiterzuentwickeln, um sich ­Wissen ­anzueignen. Und eine der wichtigsten Lektionen, die Eko im Laufe der Zeit gelernt hat, stammt aus dem Jahr 1995, dem Jahr, in dem Mobb Deep die Darwin’sche Evolutionstheorie mit ihrem Genre-prägenden ­Überklassiker »The ­Infamous« in den staubigen ­Asphalt der Straße meißelten und verlauten ließen: »We living this ’til the day that we die/Survival of the ­fittest, only the strong survive.« Eko hat dieses Credo verinnerlicht wie kaum ein ­anderer. Es hat sich tief eingebrannt ins ­Kämpferherz von Eko Balboa – selbst wenn ­dieser seine zurückgewonnene Kraft heute aus einer gänzlich neuen Quelle schöpft: der Ruhe. Eines darf man an dieser Stelle unumwunden konstatieren: Eko Fresh lebt.
 
Sierra Kidd – Nirgendwie, Nirgendwo, Nirgendwann
Das Leben von Manuel Jungclaussen ist nicht mehr dasselbe, seit er im Januar 2013 erstmals unter dem Namen Sierra Kidd ein Video namens »Kopfvilla« bei Youtube ­hochgeladen hat. Sein Leben hat sich verändert und um 180 Grad gedreht. Von der ostfriesischen Mittelstadt Emden ist Sierra Kidd in die Metropole Berlin ­gezogen. Statt die Schulbank zu drücken, drückt er sich nun professionell in Rap-­Texten aus; und obwohl noch nicht ganz Mann, ist die Jugendlichkeit des 17-Jährigen im besagten Zeitraum einer erstaunlichen Reife gewichen; eine Reife, die nicht nur Sierra Kidds Debütalbum »Nirgendwer« anzuhören ist, sondern auch im Interview mit dem Neu-Berliner zum Ausdruck kommt.
 
Dexter – Von Palmen und Freunden
Stuttgart im Oktober 2013: Cro feiert Heimspiel, die ersten Töne der Synthie-­Melodie von »Ein Teil« erklingen. Die 12.500 Zuschauer in der ausverkauften Hanns-­Martin-Schleyerhalle drehen hohl. Zeitgleich karikiert Fatoni auf Youtube, hinter einer ­Schweinemaske versteckt, die Nicht-Existenz dicker Hipster und liefert die Anti-­Hymne zum Panda-Hype. Dass beide Beats dazu von Dexter stammen, klingt auf den ­ersten Blick komisch, ist aber so. Die Entfremdung der Generationen i­nteressiert den ­gebürtigen Heilbronner herzlich wenig. Seine gefragten, sample-lastigen Beat-­Collagen vereinen YOLO mit Nachhaltigkeit, Hype-Thema mit Untergrund und 808-Sounds mit dem Geräusch warmen Plattenknisterns.
 
Haftbefehl vs. The Beats
Mittlerweile hält ihn Google für relevanter als die schriftliche Anordnung eines Gerichts, einen Menschen in Haft zu nehmen. Der Rapper Haftbefehl ist ein Star, ­zweifellos. Im deutschen HipHop sowieso. Kaum jemand besaß in den letzten Jahren größere ­Relevanz für die Szene als Aykut Anhan, der mit seinem stetig wachsenden Azzlackz-Anhang den Straßen- und Gangsta-Rap in eine neue Richtung gedrückt und: der ­deutschen Mitte zumindest ein klein wenig Straßen-Esperanto beigebracht hat.
 
The Wu – Once Upon A Time In Shaolin
Der Clan ist zurück auf der Bildfläche, daran gab es in den letzten Wochen ­keinen Zweifel. Dass es eher um alte Streitigkeiten denn um neue Musik ging, war weit ­weniger überraschend. Raekwon äußerte zunächst in aller Öffentlichkeit ­seinen ­Unmut über die kreative Führung RZAs. Dieser dagegen echauffierte sich im ­Gegenzug darüber, dass die Fertigstellung des anstehenden Reunion-Album nun an einer einzigen Person zu scheitern drohe, während Method Man wiederum mit halb Deutschland tweefte (#lovegermany). Nur einer schien dem Wahnsinn Einhalt zu ­gebieten und kündigte überraschend fertige Aufnahmen an. Wer? Ausgerechnet eine Hand des erweiterten Clan-Arms namens Tarik Azzougarh, als Mitglied der Killa-Beez-Familie (erinnert sich wer?) unter dem Pseudonym Cilvaringz unterwegs, soll wohl ein komplettes Album vorliegen haben – inklusive exklusiver Aufnahmen aller Clan-­Mitglieder auf Retro-Wu-Tang-Beats. Anvisierter »Ladenpreis«: eine Million Dollar.
 
Kings Of HipHop: The Roots
Jazz-Rap-Hippies. Verfechter ­traditioneller HipHop-Werte. International erfolgreiches Neo-Soul-Kollektiv. Diplomaten und ­Vermittler. Wütende Polit-­Kommentatoren. Wunderwaffe im Late-Night-­Fernsehen. Die Band, die Tariq Trotter, MC aus ­Philadelphias Straßen, und Ahmir ­Thompson, Musikstudent aus gutem ­Hause, 1987 spielerisch ins Leben ­rufen, hat seither über 16 Alben hinweg derart viele ­Metamorphosen durchlebt, dass es fast an ein Wunder grenzt, dass sie heute nicht nur noch im Geschäft ist, sondern universell respektiert wird und sich sogar in einer erneuten kreativen und ­produktiven Hochphase befindet. Wir ­würdigen HipHops einzige echte Band – The ­Legendary Roots Crew.
 
Newmerica’s Most Wanted – Frisch vom Blog
Schon seit einer ganzen Weile kürt die XXL jährlich ihre persönlichen »Freshmen«. 2014 sind es ganze zwölf MCs, die das Cover unserer ­amerikanischen Kollegen zieren. Ausgezeichnet wurden dieses Jahr vor allem Künstler, die entweder schon Hit-Singles verbuchen ­konnten (Ty Dolla $ign, Rich Homie Quan) oder Mixtapes beziehungsweise ­Alben ­veröffentlicht haben, die medial bereits ordentlich abgefeiert wurden (Vic Mensa, Chance The Rapper, Isaiah Rashad und andere). Auch wenn uns die Idee per se gefällt – eine solche Herangehensweise finden wir zu ­konservativ. Insbesondere, weil eine Ebene weiter unten auf der Fame-Liga aktuell mindestens genauso viel geht. Die Talente, die wir auf den kommenden Seiten vorstellen wollen, sind nicht nur jung (trotzdem aber verdammt gut), sondern auch alle von Grund auf verschieden: Sie ­kommen aus Chicago, Charlotte, Atlanta und New York. Manche ­rappen auf Trap-Beats, andere über klassische Boombap-Instrumentals. Und ­einige von ihnen fügen ihrem Rap zudem Facetten hinzu, die auf der ­Genre-Landkarte bis dato nicht existent waren. So gibt dieses Special nicht nur einen Überblick über die Hype-Themen der nächsten Monate, sondern liefert vor allem den Beweis, dass es immer noch kein Genre gibt, das sich so sehr durch Vielfalt auszeichnet wie Rap.
 
Weitere Themen der Ausgabe:
Kenji451
Big Freedia
Big K.R.I.T.
Badbadnotgood
KC Rebell
Manuellsen
KaynBock
Die Fantastischen Vier
Veedel Kaztro
Umse
Fatoni
Balbina
HBK Gang
Troy Ave
Killa Sha
9th Wonder
Leila Steinberg
Pictorial: Thorfine
 
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»1000 Bars«-JUICE Exclusive EP
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