»Ich muss nicht auf jeden Trend aufspringen.« // Jay-Z im Interview

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Film, Gastronomie, Nachtleben, Kosmetika, Management, Mode, Musik und Sport – alles Geschäftsbereiche, in denen der 39-jährige Selfmade-Millionär Shawn »Jay-Z« Carter mit mehr oder weniger Erfolg tätig ist. Seinen Interims-Job als CEO von Def Jam hat er unlängst aufgegeben, einen neuen 150-Millionen-Dollar-Deal mit dem Konzertmulti Live Nation abgeschlossen und das eigene Label Roc Nation gegründet – eine Talentschmiede, die sich so genannten 360-Grad-Deals verschreibt, sprich: seine Künstler systematisch aufbaut und in sämtlichen Geschäftsbereichen von Plattenproduktion über Merchandise bis Live-Booking ­betreut. Zudem hat sich Jigga aus seinem laufenden Künstlervertrag mit Def Jam freigekauft, veröffentlicht sein elftes Studio-Epos »The Blueprint 3« nun über den Warner-Ableger ­Atlantic und gibt sich darauf so kämpferisch wie lange nicht mehr. Der Mensch hinter der Fassade des ­Business-Moguls legt nach 23 Jahren Showbiz so etwas wie seine Lebensbeichte ab. Und das im mondänen Konferenzzimmer des Londoner Lanesborough Hotel bei einem ­Tässchen Earl Grey und trockenen Keksen.

Warum nach sieben Jahren ein dritter Teil von »The Blueprint«?
Weil ich schon immer eine Trilogie daraus machen wollte. Ich hatte zuvor ja schon die “In My Lifetime”-Trilogie gemacht. Für »The Blueprint 3« hatte ich bislang nur einfach nicht das richtige Thema, oder mir fehlte die Perspektive. Und weil »The Blueprint« so ein Klassiker ist, den jeder kennt, habe ich gewartet, bis ich die Zeit und vor allem den Grund hatte, um den dritten Teil anzugehen. Was jetzt der Fall ist.

Inwiefern? Was läuft falsch im HipHop? Was veranlasst dich zu einem solchen ­Rundumschlag?
Ich denke, dass Künstler gerade regelrecht ums Überleben kämpfen. Einfach, weil die Verkäufe durch den konventionellen Handel immer weiter zurückgehen – während der Konsum von Musik gleichzeitig einen neuen Höhepunkt erreicht. Denn ganz ohne Musik geht es ja nicht, man muss Musik in seinem Leben haben. Womit ich nicht sagen will, dass es da draußen keine gute Musik mehr gibt. Kanye, Lil Wayne, T.I. und Drake machen definitiv großartige Sachen. Ich meine eher diejenigen, die einfach nur dem folgen, was alle anderen tun. Davon gibt es momentan so viele, dass die Musik immer weiter verwässert wird. Jeder versucht nur noch, ins Radio zu kommen. Deshalb verlassen sich alle auf denselben Sound, und das ist nun mal ­dieser Auto-Tune-Kram. Den jeder auf dieselbe Weise einsetzt und deshalb haargenau dieselben Platten macht. Nur: Ich will nicht tausendmal dasselbe hören. Und wenn das für mich gilt, dann auch für alle anderen. Das sorgt dafür, dass viele vom HipHop gelangweilt sind. Mich erinnert diese Phase an den Rock’n’Roll zu Zeiten des Hair Metals, der dazu beigetragen hat, die Türen für HipHop zu öffnen und ihn derart dominant zu machen. Einfach, weil die Leute nach etwas Neuem gesucht haben. Und wer weiß: Wenn wir so weiter machen wie bisher, dann öffnen wir vielleicht auch die Tür für ein anderes Genre, das HipHop aufs Abstellgleis schiebt. Das würde ich gerne verhindern.

Ist Auto-Tune also die Wurzel allen Übels?
Es ist nicht so, dass ich Auto-Tune hasse. Ich sage nur, dass man die wenigen Leute, die das richtig gut einsetzen, weitermachen lassen sollte, während sich alle anderen halt etwas anderes suchen sollten, in dem sie gut sind. Ich möchte einfach frische Denkanstöße geben. Ich will weniger meiner Unzufriedenheit Luft machen, sondern vielmehr andere dazu aufrufen, kreativ zu sein und bessere Musik zu machen. Dann verkauft sich die Musik garantiert entsprechend besser. Und wenn ich meinen Teil dazu beitragen kann, etwas zurechtzurücken, habe ich kein Problem damit. Sollen doch alle sauer auf mich sein – ich sage nur die Wahrheit.

Was sagt Antares dazu, der Hersteller von Auto-Tune?
Keine Ahnung. Dabei würde es mich schon ­interessieren, was sie dazu zu sagen haben – und ob sie irgendetwas ändern würden. Ich meine, schau dich nur um. Es wird einfach Zeit, dass einer auf den Tisch haut und Verantwortung übernimmt. Das habe ich schon immer getan. Schau, das erste »Blueprint«-Album basierte auf Soul-Samples von Platten, die ich gehört habe, als ich aufgewachsen bin. Das waren die Platten, die mich geformt haben, die Sounds, die mich zu dem gemacht haben, der ich bin. Dagegen war der zweite Teil eine Zusammenfassung ­meiner musikalischen Einflüsse – deshalb war es auch ein Doppelalbum und hat alle möglichen Bereiche abgedeckt. Und das neue Album ist so etwas wie »The Next Generation« – inzwischen sind wir selbst zu Künstlern vom Status jener Vorbilder ­geworden, zu denen wir einst aufgesehen haben: Marvin Gaye, Frank Sinatra und so weiter. Ich wollte zurück zu dem klassischen Ansatz, Musik zu machen, die Spaß macht und auch mal etwas wagt. Denn ich habe eben das Gefühl, dass die Künstler durch die Einbrüche bei den Umsatzzahlen mehr denn je dazu gezwungen werden, Platten zu machen, die ganz auf leichten Konsum getrimmt sind. Während du früher Künstler wie Redman hattest, die Alben rausgebracht haben, auf denen sich nicht eine einzige radiotaugliche Single befand, sich aber trotzdem 500.000 mal verkauft haben. Genau das sollte Rap sein. Er sollte dir die Freiheit geben, alles zu tun, was du willst und dabei die unterschiedlichsten Arten von Musik zu zitieren.

Also ein Plädoyer fürs klassische Album-Format statt einer reinen Ansammlung von Singles?
Unbedingt. Denn genau da liegt das Problem. Man muss die Kids zum Musikhören erziehen. Man muss sie zu Sammlern und Fans machen und ihnen erklären, dass es noch etwas anderes gibt, als sich nur ein paar Tracks bei iTunes runterzuladen. Man muss ihre Liebe für die Musik an sich schüren. Und das tut man am besten, in dem man ihnen einen Grund gibt, etwas zu kaufen – nämlich ein komplettes Album, das einen richtigen Gegenwert, sprich: ein Kunstwerk darstellt. Denn wenn du drei Singles fürs Radio machst, der Rest aber deutlich abfällt, dann werden sie das Album völlig zurecht nicht kaufen. Dann reicht es doch, wenn sie sich die drei Singles runterladen. Und dann werden sie auch nicht wissen, wer du bist, wenn sie dir auf der Straße begegnen.

Sprich: Qualität als Schlüssel?
Richtig. Das ist der Schlüssel. Und es wird höchste Zeit, dass die Rapper das verstehen – und ­umsetzen. Deshalb »Blueprint 3«: Ich zwinge sie regelrecht dazu, mir zu folgen, indem ich einen neuen ­Qualitätsstandard vorlege.

Und wie klingt der? Du sollst ja wieder mit ­Timbaland gearbeitet haben.
Na ja, ich hatte im Vorfeld mit Timbaland gesprochen, und wir hatten auch vor, zusammen ins Studio zu gehen. Aber dann fing er an, in aller Öffentlichkeit drüber zu reden – und zwar mehr als einmal. Weshalb er zwar immer noch auf dem Album vertreten ist, aber der Hauptteil des Werks stammt von Kanye West. Timbaland war eigentlich mehr an der Post-Produktion beteiligt, er hat später noch an einigen Sachen rumgebastelt. Bislang sind überhaupt nur die beiden daran beteiligt. Aber wer weiß, vielleicht ziehe ich noch ein paar andere Produzenten hinzu.

Also gibt es kein böses Blut zwischen Kanye und dir, wie zuletzt behauptet wurde?
Nein, und ich war nicht mal in London – wenn du auf die Geschichte hinaus willst. Im Internet steht einfach unglaublich viel Blödsinn. Manchmal landet das auf meinem Schreibtisch und ich lache laut darüber. Denn einige dieser Meldungen sind wirklich sehr kreativ. Etwa die, ich hätte mir in einem Hotel in Dubai Melonen in der Form von Beyoncés Brüsten schneiden lassen. Was für ein Quatsch. Glaubt ihr, ich würde jemandem erzählen, wie die Brüste ­meiner Frau aussehen? Niemals! Und diese Geschichte, ich hätte Chris Brown daran gehindert, bei den BET Awards aufzutreten, war so lächerlich, dass ich sie gar nicht ernst nehmen konnte. Aber dann wurde das zu einer richtig großen Sache.

Wogegen du auf dem Album weniger Humor zeigst. Stücke wie »Reminder« scheinen ja nur dazu da zu sein, deinen Status als Pionier und erfolgreichster Rapper aller Zeiten zu unterstreichen. Wozu dieses verbale Muskelspiel?
Das ist unumgänglich – einfach, weil im HipHop ­alles nur 30 Sekunden Bestand hat und die Leute so schnell vergessen. Außerdem vergleicht sich jeder Newcomer automatisch mit dir. Deshalb ist es wichtig, seinen Status immer wieder zu untermauern. Eben damit jeder versteht, wer ich bin und was ich schon alles erreicht habe. Was für mich aber auch ein Riesenspaß ist. Denn ich verwende das wie in einem Wettkampf, also wie Brennstoff. Es sorgt dafür, dass ich hungrig und motiviert bleibe. Denn seien wir ehrlich: Wenn dir jeder sagt, dass du der Größte bist, dann gibt es keine Herausforderung mehr. Und das ist ja das Schöne am Rap: dass du das bislang Geleistete immer wiederholen musst. Selbst, wenn du es schon zehnmal getan hast. Nach dem Motto: Egal, mach es noch mal.

Wie ein Boxer?
Ganz genau. Und jedes Mal, wenn du in den Ring steigst, musst du zeigen, was du drauf hast. Denn alle warten nur darauf, dass dich jemand umhaut.

Was dich nicht daran hindert, »Forever Young« von Alphaville zu covern. Wie bist du denn auf diese alte Kamelle gekommen?
Das war Kanyes Idee. Er hat das Stück gefunden, und ich mochte es sofort. Einfach wegen dieser ­typischen Achtziger-Jahre-Synthie-Drums. Die sind ­einfach nur krank, aber extrem cool. (lacht)

Dann ist da noch ein Duett mit Rihanna. Darf man fragen, was sie so besonders macht?
Alles ist einfacher, wenn jemand die richtige Arbeitseinstellung hat und seinen Job wirklich liebt. Ganz abgesehen davon, dass Rihanna einfach ein geborener Star ist. Und das wusste ich schon von dem Moment an, als sie zum ersten Mal mein Büro betrat. Ich wusste: Dieses Mädchen ist was Besonderes. Denn der Raum hat sich mit ihrem Eintreten verändert, er hat eine ganz andere Energie angenommen. Es ist wahnsinnig leicht, mit ihr oder auch mit Kanye zu arbeiten. Eben, weil das Leute sind, die alles geben, voll bei der Sache sind und es einfach wissen wollen.

Deshalb wolltest du Rihanna auch nicht mehr gehen lassen?
Stimmt. Ich habe ihr gesagt, sie kommt nur noch durchs Fenster raus – dabei waren wir im 30. Stock. (lacht)

Wie wütend warst du auf Chris Brown, ihren prügelnden Freund?
Ich war sauer, das gebe ich auch offen zu. Denn es hat mich persönlich verletzt. In dem Sinne, dass da jemand verprügelt wurde, um den ich mich ­kümmere, der mir persönlich wichtig ist. Und den ich schon längst nicht mehr als einen meiner Künstler ­betrachte, sondern als Teil meiner Familie.

Angeblich hast du ihm gedroht.
Nein, das habe ich nicht. Ich war vielleicht ein bisschen unwirsch, aber ich bin kein gewalttätiger Mensch. Ich benutze eher meine Stimme als meine Fäuste. Und egal, mit wem ich über die Jahre Auseinandersetzungen hatte – ich habe das alles geklärt und hinter mich gebracht.

Der »HipHop-Gandhi«, wie dich 50 Cent mal bezeichnete?
Na ja, früher war ich definitiv unkontrollierter und ­ungestümer. Aber mittlerweile habe ich mich mehr unter Kontrolle, und ich denke erst mal darüber nach, ehe ich etwas mache. Was mich aber längst nicht zum Gandhi macht. Was 50 damit gemeint hat, ist sicher, dass ich ein ruhiger, nachdenklicher Typ bin. Ich lasse mir Zeit, um Entscheidungen zu treffen. Und wenn mich irgendwelche Newcomer angreifen, kann ich darüber nur müde lächeln – aber ich kämpfe nicht mehr gegen sie, sondern ignoriere das einfach.

Was macht dich denn noch wütend?
Hauptsächlich regen mich Leute auf, die ihre Kunst nicht ernst nehmen oder die ihre Chance nicht ­nutzen, weil sie nicht hart genug arbeiten. Die nicht kapieren, dass sie auch etwas für ihren Erfolg tun müssen. Und die gar nicht verstehen, welches Glück sie haben, in dieser Position zu sein. Ich meine, es gibt einige, die ich regelrecht ins Studio prügeln ­musste. Wozu es nie kommen dürfte. Sie machen das ja nicht für mich oder die Plattenfirma – sondern für sich selbst. Solche Dummheit bringt mich auf die Palme. Ein anderes Beispiel: Ich weiß gar nicht, wie viele Fahrer ich schon gefeuert habe, weil sie die Stadt nicht kannten und sich auch keine Mühe ­gegeben haben, etwas daran zu ändern. Dabei sollten sie doch in der Lage sein, in einer relativ übersichtlichen Stadt wie New York klarzukommen, wenn sie damit ihren Lebensunterhalt verdienen. Wenn ich selbst Auto fahren würde, wäre ich garantiert der ­beste ­Fahrer, weil ich jeden einzelnen Winkel der Stadt kennen würde.

Hat Jay-Z ein Fahrer-Problem?
Ja, das ist echt schlimm, Mann. Und deshalb habe ich jetzt einen, der seine eigene Limo-Firma leitet. Also keinen Festangestellten, der mir auf der Nase rumtanzt, sondern einen selbständigen Geschäftsmann, der sich Mühe geben muss, weil ich ihn sonst nicht mehr anrufe. Das ist zwar keine optimale ­Lösung, aber die beste. Und das in einer Stadt wie New York. (entrüstet) Also, ich kann das einfach nicht glauben.

Noch mal zurück zum Album: Wenn die Leute die Botschaft verstehen – was könnte das ­bewirken? Wie könnte sich HipHop entwickeln und verändern?
Die Leute konzentrieren sich hoffentlich wieder darauf, tolle Musik zu machen. Nicht, um damit ins Radio zu kommen oder eine bestimmte Zielgruppe zu erreichen, sondern um mit diesen steifen Mechanismen zu brechen. Eben all die Dinge, die sie zu regelrechten Musikrobotern machen. Denn Musik sollte ohne Zwänge gemacht werden und ohne dieses dumme Schubladendenken auskommen. Es sollte nur darum gehen, gute Songs zu machen.

Wie setzt du diesen idealistischen Anspruch mit deinem Label Roc Nation um?
Indem wir die Künstler von Anfang an aufbauen, also von ihren ersten Gehversuchen bis hinauf auf die große Bühne. Das ist unser Geschäftsmodell. Wir suchen keine Leute, die nur ein paar Radio-Hits haben und dann wieder verschwinden, sondern Künstler, mit denen wir langfristig arbeiten können. Die wir auf dem ganzen Weg begleiten und systematisch nach oben führen – von unserer Plattform aus. Und wenn uns das nicht gelingt, haben wir eben auch keinen Erfolg. So einfach ist das.

Mit wem arbeitest du gerade nach diesem Schema?
Ich habe eine Reihe von Künstlern, die ich aufbaue. Aber die beiden, die am nächsten an einer Veröffentlichung dran sind, wären eine junge Dame aus London, die auf den Namen Rita Ora hört, und ein junger Mann aus den Staaten namens J. Cole. Der sorgt momentan für eine Menge Furore im Internet, und zwar mit einem Mixtape, das du dir unbedingt anhören solltest. Anfang nächsten Jahres ist mit den ersten Veröffentlichungen zu rechnen.

Darf man fragen, warum du letztes Jahr als Präsident von Def Jam zurückgetreten bist? Hättest du diesen Anspruch nicht auch dort verfolgen können?
Es war eine tolle Zeit. Aber ich wollte Künstler ­immer aufbauen, was ein riesiges Budget verschlingt, das die Plattenfirmen nicht investieren wollen. Sie haben ihre feste Philosophie, nach der sie Alben ­veröffentlichen und die sie jetzt schon seit Beginn des Schallplattenzeitalters verfolgen, ohne daran je etwas zu ändern. Jetzt nehme ich all diese neuen Ideen, für die sie noch nicht bereit waren, und setze sie eben alleine um.

Was machst du denn konkret anders als sie?
Man muss die Karriere jedes einzelnen Künstlers individuell angehen und nicht anhand eines uralten Marketingplans, der seit Jahrzehnten bei hunderten Künstlern angewendet wurde. Denn was bei J. Cole passt, muss noch lange nicht bei Rita Ora passen. Das ist der neue Ansatz, den wir verfolgen. Aber viele Labels, die sich ebenfalls an diesen 360-Grad-Deals versuchen, haben gar nicht die richtigen Leute an der Hand, die sich damit auch wirklich auskennen. Da stellt sich dann die Frage: Wie kann ich einen Teil der Konzerteinnahmen verlangen, wenn ich mich gar nicht im Tourgeschäft auskenne und auch keine Tourneen buche? Warum sollte mir der Künstler dann Teile der Einnahmen übertragen? Wir dagegen haben den größten Konzertveranstalter der Welt als Partner, nämlich Live Nation. Wir haben Autoren, Produzenten, sind mit dem größten Musikverlag der Welt verbunden und haben allein deshalb das Know-How für alle Terrains, auf denen wir uns bewegen.

Die 150 Millionen Dollar von Live Nation dienen also nicht deinem Privatvergnügen, sondern dem Aufbau eines innovativen Musikbetriebs?
Ganz genau. Auch das wird ja regelmäßig ­missverstanden. Die Leute denken, ich würde mir die ­Taschen vollstopfen, aber letztlich geht doch fast ­alles zurück in die Musik.

Hand aufs Herz: Bist du glücklich mit den Entscheidungen, die du in der Zeit bei Def Jam getroffen hast? Oder bedauerst du irgendetwas?
Ich würde sagen, ich habe definitiv mehr Gutes als Schlechtes getan. Denn wenn du dir meine Bilanz in diesen drei Jahren anschaust, dann ist die vollkommen okay. Die goldene Regel lautet: Wenn es dir gelingt, pro Jahr einem Künstler zum Durchbruch zu verhelfen, bist du im Soll. Und das habe ich mit Rihanna, Kanye West und Ne-Yo problemlos erreicht.

Ärgert es dich im Nachhinein, dass du Asher Roth abgelehnt hast?
Ich halte ihn für einen guten Performer. Aber was solche Entscheidungen betrifft, so kann sich das halt immer in beide Richtungen entwickeln – du kannst damit goldrichtig liegen, aber eben auch ­komplett daneben. Du musst halt mit ­deinen ­Entscheidungen leben können. Und ich habe ja nun auch nicht die Rolling Stones oder die Beatles abgelehnt.

Wie wird sich die Musikindustrie auf absehbare Zeit verändern? Ist die ­Talsohle langsam erreicht?
Das, was gerade in der Musikbranche ­passiert, ist eine gute Sache für die Musik im Allgemeinen, denn es hat etwas von einer Selbstreinigung. Die Industrie war jahrelang so verwöhnt von dem Erfolg, den sie hatte, dass sie einfach immer mehr Produkte auf den Markt gebracht hat. Und zwar bis zu dem Punkt, an dem Def Jam in einem Jahr 60 verschiedene Releases hatte. Was unmöglich ist, denn das kann man gar nicht anständig promoten. Deshalb haben auch nur drei davon funktioniert, die den Rest längst nicht mitgetragen haben. Also kann das Ziel nur sein, 20 gute Veröffentlichungen auf den Markt zu bringen und dabei ­langfristigen Künstleraufbau zu betreiben. Das ist langfristig einfach viel besser.

Denkst du, dass sich die allgemeine Finanzkrise auch auf die Musik auswirkt?
Ich bin der Meinung, dass große Kunst immer auf Schmerz basiert. Vielleicht wird die Musik allein deshalb besser, weil es allen schlechter geht. Was die Geschäftsmodelle der Industrie betrifft, so müssen sich die Verantwortlichen endlich an die Tatsache erinnern, dass Musik Kunst ist und dass man sie nicht so angehen kann wie die Rechnung für seinen Kabelanschluss. Das Flatrate-Modell lässt sich nicht auf Musik anwenden – zumindest nicht, wenn die Musik weiterhin gut sein soll. Deshalb ist es auch so kurzsichtig, die moderne Technik zu bekämpfen, wie es damals mit Napster geschehen ist. Nach der Schließung von Napster ­erschienen schließlich hunderte ähnliche Systeme auf der Bildfläche.

Was ist aus deinem »J Hotel« geworden, das du dieses Jahr in New York eröffnen wolltest?
Das liegt erst mal auf Eis. Einfach, weil ­momentan eine schwierige Zeit für derart ambitionierte ­Projekte ist. Deshalb habe ich das erst mal zur Seite ­gelegt, werde aber hoffentlich bald wieder darauf ­zurückkommen.

Wie sieht das 5-Sterne-Hotel eines ­Dauerreisenden aus? Schließlich bist du Stammgast in allen Luxusherbergen der Welt.
Ich nehme einfach ein Stück von allem, was mir an den Hotels gefällt, in denen ich übernachte. Zum Beispiel das schwere, alte Holz aus dem Lanes­borough, weil das etwas Imposantes, Historisches und Stilvolles hat. Ich war aber auch erst vor kurzem in einem Hotel in der Schweiz, und da hatte die Fernbedienung tatsächlich einen Bildschirm, was ich noch nie zuvor gesehen hatte. Und diese Idee werde ich genauso verarbeiten wie all die anderen kleinen, coolen Sachen, die ich in diversen Hotels gefunden habe.

Also eher minimalistisch-modern oder klassisch-opulent?
Eine Mischung aus beidem. Worin ja die große Stärke von Philippe Starck liegt – der ist sehr gut darin, beides miteinander zu verbinden, diese ­schnittigen Formen mit alten Spiegeln und ­prunkvollen Kronleuchtern.

Wie gehst du als Geschäftsmann mit der ­Weltwirtschaftskrise um?
Ich komme aus sehr bodenständigen, bescheidenen Verhältnissen. Und ich schätze, ich bin nicht zuletzt so lange erfolgreich, weil ich immer noch mit beiden Beinen auf dem Boden stehe und meine Integrität bewahrt habe. Ohne diese Bodenhaftung hätte ich in diesem Genre nicht so lange überleben können. Die Weltwirtschaftskrise wurde ja durch Gier ausgelöst – nicht zuletzt die Gier der Banken. Man hat den Kunden systematisch etwas vorgegaukelt und sie auf diese Weise ins offene Messer laufen lassen. Wer hätte je gedacht, dass eine Bank wie Lehman pleite gehen kann? Die haben jede einzelne Banknote vier mal gleichzeitig verliehen und damit so getan, als wäre eine Million Dollar vier Millionen. Anschließend haben sie die Schulden einer anderen Bank verkauft, die sie noch mal veräußert hat – bis am Ende alle drei pleite waren.

Das Verdienst der Bush-Administration, die ihre umstrittene Außenpolitik den ­Bürgern mit leicht finanzierbaren Luxusartikeln ­schmackhaft gemacht hat?
Ganz genau. Das war ein großes Kartenhaus, das irgendwann zusammenbrechen musste. Nur: Wir ­leben trotzdem in einer tollen Zeit, in der wirklich ­etwas passiert. Und deshalb möchte ich auch in ­keiner anderen Epoche gelebt haben, sondern nur im Hier und Jetzt. Ich bin mir sicher, dass wir es ­schaffen werden, all unsere Probleme zu lösen.

Welcher Philosophie folgst du, wenn du dein Imperium aus Bars, Mode, Film und Musik leitest?
Momentan ist es nicht leicht, es ist eine große Herausforderung. Ich kämpfe wirklich jeden einzelnen Tag. Wobei ich mich größtenteils auf meinen Instinkt verlasse. Also auf die Aspekte, die bei mir echte Leidenschaft auslösen. Viele Leute verrennen sich in etwas, das nur darauf abzielt, gut auszusehen. Klar, ich könnte auch sieben Rocawear-Läden nebeneinander eröffnen und so tun, als würde dahinter ein riesiges Konglomerat stecken. Aber ich treffe nur Entscheidungen, die auch wirklich Sinn für die Marke machen. Und realistisch gesehen brauche ich keine sieben Geschäfte nebeneinander, die allesamt Geld verlieren, mich aber total mächtig aussehen lassen. Es ist wichtig, dass du alles aus den richtigen Gründen tust, bei klarem Verstand arbeitest, immer konzentriert bist und dich auf deinen Instinkt verlässt. Schließlich bin ich ja nie zur Uni gegangen, sondern habe einzig durch mein Bauchgefühl überlebt.

Wird es je ein Jay-Z-Parfüm geben – im Sinne von Diddys »I Am King«?
Nur, wenn es Sinn macht. Aber das sehe ich eher nicht. Ich muss nicht auf jeden Trend aufspringen. Ganz abgesehen ­davon, dass ich gar nicht wüsste, wie mein Duft riechen sollte…

Aber deine Frau ist doch auch in der Branche tätig?
Das reicht ja auch. (lacht) Dafür habe ich mein Basketballteam, die New Jersey Nets. Ich bin ein riesiger Sportfan. Am Wochenende kommen häufig berühmte Freunde zu mir nach Hause, nur zum ­Fernsehen. Da gab es oft unvergessliche Momente: Mein Vater war dabei, es gab eisgekühltes Bier, wir haben Sport ­geschaut und in den Pausen selbst gespielt. So halte ich es schon mein ganzes Leben lang. Das ist mir sehr wichtig. Und die Tatsache, dass die Nets demnächst in Brooklyn ­spielen könnten, also in meiner Heimat, ist das Allergrößte. Das wäre die Erfüllung eines Kindheitstraums.

Wie involviert bist du im Team und im Management?
Ich würde mir wünschen, dass ich noch aktiver wäre. Aber ich bin eben viel unterwegs und habe noch mehr um die Ohren. Trotzdem bin ich bei fast allen Treffen des Aufsichtsrats und bei allen Spielen dabei. Was eine tolle Sache ist. Denn wenn du mit diesem Sport aufwächst und dann im Innenleben eines solchen Vereins siehst, welche Deals da abgeschlossen ­werden, ist das wahnsinnig aufregend. Da lässt sich richtig Profit machen – sei es mit Parkplätzen vor dem ­Stadion, mit Merchandise, mit dem Vermieten von Verkaufsständen und natürlich mit Essen und ­Trinken. Ich meine, hattest du je einen Hotdog in so einem Stadion?

Ja, für acht Dollar…
Ganz genau, und deswegen ist das ein sehr ­profitables Geschäft. Zumindest, wenn du auf das richtige Team setzt. Und das sind die Nets allemal.

Versorgst du das Team denn jetzt mit Stars wie Kobe Bryant, die du wahrscheinlich privat ­anrufen kannst?
(lacht) Ganz so funktioniert es leider nicht. Denn man muss ihn ja auch bezahlen. Wenn ich ihn anrufe und übers Geschäft reden will, dann sagt er: »Sprich mit meinem Agenten.« Ich meine, wir sind gute Freunde, aber Geschäft ist Geschäft. Und einen Spieler wie ihn könnten wir uns schlicht nicht leisten.

Angeblich bist du aber kurz davor, den FC Arsenal in London zu übernehmen. Stimmt das?
Auch das ist nur ein Gerücht – wenn auch ein ­tolles. Ja, das gefällt mir ganz besonders gut. Wirklich schmeichelhaft.

Und das Buch, an dem du gerade arbeitest – eine weitere Ente?
Nein, daran arbeite ich wirklich. Es heißt “Decoded” und gewährt tiefe Einblicke in meine Texte, wie sie aufgebaut sind, was dahinter steckt und woher sie kommen. So eine Art kommentierendes Werk zu meinen Alben.

Dabei hast du dich jahrelang geweigert, deine Texte in gedruckter Form zu veröffentlichen.
Ich habe sie halt nie aufgeschrieben, weil es für mich viel spannender ist, sie einfach nur im Kopf zu ­haben, jederzeit improvisieren und verändern zu ­können. Immer nur dasselbe zu reproduzieren, finde ich ­langweilig.

Wann folgt deine offizielle Autobiografie, die ja schon länger in Planung ist?
Ich habe sogar schon mal eine geschrieben. Sie hieß »The Black Book« und sollte eigentlich mit dem »Black Album« erscheinen. Aber in letzter Minute habe ich einen Rückzieher gemacht. Ich hatte das Gefühl, dass ich schon so viel in ­meiner Musik sage, dass das quasi zu viel Information wäre. Keiner braucht noch etwas schwarz auf weiß, denn du erfährst schon durch meine Songs genug über mich. Ich glaube nicht, dass ich den Leuten noch etwas wirklich Neues über mich erzählen kann – etwas, das sie noch nicht von den Alben her kennen. Deshalb habe ich das erst mal zurückgestellt.

Das neue Album erscheint am 11. September. Ein historisches Datum – nicht nur, weil vor acht Jahren der erste »Blueprint«-Teil erschienen ist, sondern auch wegen der ­Terroranschläge in New York City. Hast du ­diesen Termin bewusst gewählt?
Natürlich. Weil es das perfekte Datum ist, um die ­Trilogie zu Ende zu führen, die mit der ­Veröffentlichung des ersten Albums und den ­Anschlägen auf das World Trade Center begann. An diesem Tag ist ein großes Konzert im Madison Square Garden geplant – für die Witwen der Feuerwehrmänner, die Polizisten, die Ärzte und Krankenschwestern und viele andere. Das ist meine Art, den Kreis zu schließen, diesem Datum gebührenden Tribut zu zollen und an die schrecklichen Dinge zu ­erinnern, die damals passiert sind.

Weißt du noch, wo du an dem Tag warst?
Ich war in Kalifornien, um ein Video für »Girls, Girls, Girls« zu drehen. Ich bekam diesen Anruf, ich solle doch ganz schnell den Fernseher einschalten, und dann sah ich da die einstürzenden Gebäude. Es war wie ein Film, völlig irreal. Ich konnte es einfach nicht glauben und musste immer wieder hinstarren.

Was fasziniert dich so an deiner Heimatstadt?
Für mich ist New York das Zentrum der Welt. Ich liebe die Energie der Menschen, dort herrscht ein unglaublich lebendiges und frisches Gefühl. Ganz abgesehen davon, dass du immer etwas Gutes zu essen bekommst – egal wie früh oder spät es ist. Du kannst dich in ein Taxi oder einen Zug setzen und kommst überall hin. Kann sein, dass das Wetter in Kalifornien besser ist, aber ohne Auto geht da gar nichts. Wenn du ein Teenager in Kalifornien bist, müssen dich deine Eltern überall hinbringen – weil es so schwierig ist, von A nach B zu kommen. Da kann das Wetter noch so toll sein. (lacht) In New York hast du vier Jahreszeiten. Und wenn der Sommer da ist, dann genießen wir das auch richtig. Du lernst die kleinen Dinge einfach viel mehr zu schätzen als dort, wo es ohnehin immer schön ist.

Du hast Barack ­Obama im Wahlkampf ­unterstützt. Bist du ­zufrieden mit seiner bisherigen Amtszeit?
Natürlich braucht er noch mehr Zeit, weil er mit diesem riesigen Chaos klarkommen muss, das ihm Bush hinterlassen hat. Aber worauf ich stolz bin, ist die Tatsache, dass er keine Angst hat, sich diesen Aufgaben zu stellen. Eine Menge Leute würden einen großen Bogen darum machen, weil sie Angst davor hätten. Du kannst ja nur Fehler machen, wenn dir jemand so ein Erbe hinterlässt. Und wenn du dich dessen annimmst, dann ist es, als ob du es selbst verursacht hättest: Es ist jetzt dein Problem. Davor hat Obama keine Angst, sondern er kämpft und kümmert sich, und das ist auch schon alles, was wir verlangen können. Er ist ja kein Wunderheiler.

Könntest du dir vorstellen, selbst in die Politik zu gehen?
Auf keinen Fall. Das ist der härteste und undankbarste Job der Welt. Jeder kritisiert dich und du kannst nichts dagegen sagen. Ich denke, wir verlangen unseren Politikern zu viel ab, denn letztlich sind sie auch nur Menschen, die Fehler machen. Bei Obama sind die Erwartungen ins Grenzenlose geschnellt. Einfach, weil er einen Bruch mit der alten Politik darstellt, die dieses Land viel zu lange regiert hat.

Und Jay-Z als Bürgermeister von New York?
(lacht) Eine nette Idee – aber besser nicht.

Du wirst im Dezember 40. Fragst du dich nicht manchmal, wie lange du das noch machen kannst? Ist HipHop nicht eine Spielwiese der Jugend?
Ich denke, solange du Musik machst, die echte Emotionen hervorruft, ist es egal, wie alt du bist. Zumal HipHop mittlerweile auch schon 30 Jahre alt ist und sich allein deshalb öffnen und erweitern muss. Wenn du 18 bist und auf HipHop stehst, hörst du ihn auch noch, wenn du 30 bist. Der einzige Grund, warum du dich in der Zwischenzeit anderen Arten von Musik zugewendet hast, ist der, dass es niemanden mehr gibt, der den HipHop macht, mit dem du einst etwas anfangen konntest. Also hast du dir etwas Neues gesucht. Aber wenn es immer noch Leute gäbe, die diese Musik machen, dann würdest du sie dir immer noch anhören. Da geht es mir nicht anders: Auch ich will immer noch HipHop hören. Und deshalb “The Blueprint 3” – für Leute wie mich und alle anderen, die erwachsenen HipHop hören wollen.

Da du mit Live Nation kooperierst: Heißt das, dass du künftig öfter live auftreten wirst als bisher?
Das ist eigentlich schon länger mein Plan. Deshalb versuche ich jedes Jahr ein besserer Performer zu werden. Deshalb habe ich ja auch eine richtige Band zusammengestellt, um die Show noch besser zu machen. Was allerdings auch eine Zeit dauert. Ich meine, wenn du ein Hit-Album hast, aber noch nie auf einer großen Bühne gestanden hast, ist das, als ob man dich ins kalte Wasser wirft, um zu sehen, ob du schwimmen kannst. Da stehst du vor 50.000 Menschen und fragst dich, was du machen sollst. Also fängst du einfach an, irgend­etwas ins ­Mikro zu brüllen und sagst: “Macht es lauter. Los, dreht richtig auf.” (lacht) Einfach, weil du es nicht besser weißt.

Wann erleben wir dich in Deutschland?
Im Herbst bin ich erst mal in Amerika unterwegs. Dann geht es im Frühjahr mit einer Tour weiter, die mich einmal um den Globus führt. Und bei der ­Gelegenheit werde ich sicher auch in Deutschland vorbeischauen.

Wie chillt Jay-Z? Was tut er, wenn er mal nichts tut?
Du meinst am Wochenende? Da habe ich nämlich immer frei.

Im Ernst? Kannst du dir das leisten?
Ja, sofern ich nicht auf Tour bin, nehme ich mir am Wochenende frei. Denn an den Wochenenden ist New York einfach wunderbar, da hat die Stadt einen ganz anderen Vibe. Also, ich stehe auf, nehme ein großartiges Frühstück zu mir, dann schaue ich “Sports Center” und zocke “Fight Night 4”, nach dem ich geradezu süchtig bin. Wenn gutes Wetter ist, gehe ich nach draußen in ein nettes Restaurant, wo es gutes Essen und guten Wein gibt. Das dehne ich gerne so lange aus, bis ich dort gleich noch zu Abend esse – natürlich mit noch mehr Wein. ­Danach geht’s ins Bett, um einfach auszuschlafen. Bis Montagmorgen. Sonntags verlasse ich mein Bett ­eigentlich nie.

Und was sagt deine Frau dazu? Macht sie das mit?
(lacht) Bis zu einem gewissen Grad schon. Ich glaube, sie passt sich langsam an. Sie ist nicht so extrem wie ich, aber auch sie genießt es, einfach mal nichts zu tun. Das ist unser Ding: Wir faulenzen zusammen, und zwar richtig. Aber hey, wir haben ja auch genug Stress, da muss man privat einfach ein bisschen kürzer treten. Wenn du nur Party machst und Gas gibst, dann machst du diesen Job nicht lange. Dafür sind wir einfach schon zu lange dabei.

Ist es das Geheimnis eurer Partnerschaft, dass ihr eure Grenzen kennt und euch einen A­usgleich zur Musikindustrie schafft?
Ich denke schon. Wir sind smart, Mann. Wir wissen, wer wir sind, was wir können, und wo wir stehen. Wir müssen uns nichts vormachen und uns auch nichts beweisen. Wir sind erwachsene Menschen. Und das ist gut so.

Text: Marcel Anders

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