Homeboy Sandman – NY Nights

Wie hat ein New Yorker Ex-Jurastudent mit kompromisslosen Reimsalven die Aufmerksamkeit von Peanut Butter Wolf auf sich gezogen? Dass der New Yorker Wortschmied Homeboy Sandman des Rappens mächtig ist, hat er in den vergangenen Jahren auf einigen Untergrund-Releases unter Beweis gestellt. 2007 erschien sein beeindruckendes Debüt »Nourishment (Second Helpings)«, danach folgten »Actual Factual Pterodactyl« und im letzten Jahr »The Good Sun«, das sich auf der ein oder anderen Unterschätzten-Liste wiederfand.

Seit kurzem ist Homeboy Sandman bei Stones Throw Records unter Vertrag. Da das LA-basierte Label ja bekanntlich als so etwas wie ein Gütesiegel für nie langweilige und immer gute Musik dient, darf man auf die für Januar 2012 angekündigte EP des Künstlers gespannt sein.

»New York Nights« stellt die erste Kostprobe von Homeboys Stones Throw-Debüt dar. Der Beat – produziert von DFM – rumpelt und rumort, so wie es sich für das Label gehört, im Hintergrund trällert eine Flöte. Währenddessen gibt der Sandman keine sonderliche Rücksicht darauf, ob seine Hörer ihm auch alle brav folgen können und konzentriert sich lieber auf Wortspiele wie »All I need is a platform/It’s hard trying to stay hungry by the Phat Farm«. Warum der Herr gerne in Rätseln spricht? Die New Yorker Nächte haben das bei ihm angerichtet. Die Nächte in LA, in denen Homeboy Sandman wahrscheinlich mit J.Rocc und Madlib in irgendwelchen Jazz-Schuppen abhängt, werden wohl ebenso Auswirkungen auf den Mann aus Queens haben.

(ao)

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