Erick Sermon – The Funk Lord Instrumentals // Stream

Als musikalisches Mastermind hinter dem beeindruckenden Katalog seiner Crew EPMD, Förderer von Redman und Oberhaupt der Def Squad ist Erick Sermon eine prägendsten Figuren, die dieses Spiel called HipHop jemals hervorgebracht hat. Und obgleich sie als Teil der Klasse von 1988 um Boogie Down Productions, Eric B. & Rakim, Tuff Crew oder Slick Rick ohne jeden Zweifel das vielleicht wichtigste Jahr für HipHop (laut dem Rolling Stone) mit-gestaltet haben, wird nur selten über den Einfluss von Erick Sermon (und seinem Partner Parrish) gesprochen. Denn weder hatte er das politische Sendungsbewusstsein von Public Enemy, die gefährliche Aura von N.W.A, noch ein technischen Rap-Skills eines Rakim. Dafür hatte Erick Sermon aber immer schon den Funk und eine signifikantes Händchen für voluminöse, aber luftige Instrumentals, die sich stilsicher gleichermaßen als Straßen-, Autofahrt- oder Party-Soundtrack abspielen ließen – wie etwa Genre-Klassiker wie LL Cool Js legendärer Posse-Cut »4,3,2,1«, Illegalz »We Getz Busy« oder auch Redmans »Tonights Da Night« hervorragend demonstrieren. Letztere beide (und andere) hat der Green-Eyed Bandit nun in einer Beat-Collection unter dem Namen »The Funk Lord Instrumentals« veröffentlicht. Auch wenn manches Trap-Kid nowadays über die fehlende 808 und den eher tanzbaren Riddim-Approach dieser lupenreinen 90s-Beats nur die Schulter zuckt, ist dieses Beat-Tape eine willkommene Ansammlung von den vielleicht zeitlosesten HipHop-Produktionen ever. Denn eines dürfte klar sein: der Groove wird niemals alt. Funfact am Rande: Erick Sermon hatte 2013 einen Gatsauftritt auf Sidos Generationshymne »30-11-80« und ließ es sich, siehe Video unten, bei seinem Berlin-Aufenthalt nicht nehmen, auch in Desues Studio einen Beat zu produzieren.

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