DJ Muggs vs. Ill Bill – Kill Devil Hills // Review

 

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(Fat Beats/Groove Attack)

Wertung: Viereinhalb Kronen

Eine Binsenweisheit zu Beginn: Kollaborationen können beizeiten interessante Früchte tragen. Und nein, ich spreche hier nicht vom “Runaway Love Remix”, sondern von “Kill Devil Hills”, einem weiteren Teil der “Versus”-Serie von Cypress Hills gutem Digger-Gewissen DJ Muggs. Dieses Mal mit deinem kaukasischen Lieblingsuntergrundrapper und Staub­aufwirbler William Braunstein aka Ill Bill, seit Dekaden bekannt für dreckige Wortsalven, die sich in die Eingeweide deines zierlichen Körpers bohren, für heftige Sozialkritik und Hardcore-Rap, der jeden 08/15-Radiodiscjockey ganz schnell zurück zur letzten Black Eyed Peas-Single flüchten lässt. Und auch dieser sich über 16 Anspielpunkte erstreckende Longplayer atmet dunkle Zeiten und ganz viel Straßenstaub, inklusive schwarzen Wolken und Blitzen, während die Erde unter deinen Füßen bröckelt. So wie man es eben von Ill Bill textlich, aber auch produktionstechnisch von DJ Muggs kennt. Da taucht genauso gerne mal ein schmutzig-verzerrtes Gitarrenriff auf, wie B-Real, Sean Price oder Vinnie Paz in der Booth vorbeischauen. Eine gut gewählte Freundesliste fernab von Facebook-Bekanntschaften, die Beiträge mit echtem Wert abliefert, dazu Staub in den Drums, Samples auf links, Basslines auf rechts. Dass Köpfe somit automatisch hin und her, oder wahlweise auch mal gen Wände genickt werden, versteht sich wie Linguisten. Ist halt nichts für das Picknick mit der Freundin im Park. Außer sie trägt Tattoos, mag es im Bett gern hart und ist somit gut drauf. Ansonsten halt einfach alleine hören und zwei Künstlern huldigen, die mit “Kill Devil Hills” ein ganz großes Kopfkino im wahrsten Sinne des Wortes auffahren.

 

Text: Alexis Slama

 

 

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