Deichkind – Papa Professionell // Review

 

Deichkind-Praesentiert-Papa-Professionell

 

(Buback)

Wertung: Viereinhalb Kronen

Vor gut einem Jahr ist Produzent Sebastian Hackert in seinem Hamburger Heim verstorben. Er wurde nur 32 Jahre alt. Bis heute sind keine genauen Details der Todesursache bekannt, doch auch ohne diese Fakten dürfte klar sein: Hier ging einer der wichtigsten deutschen Musikproduzenten von uns. Auch wenn die Medien gerne die Überschrift nutzten, dass mit Sebi Hackert “Deichkinds Produzent” verstorben sei, so war der Soundtüftler doch mehr als nur ein Teil dieser überaus erfolgreichen Gruppe. Um das klarzustellen, um Hackert eine verdiente Hommage zuteil werden zu lassen und um zu zeigen, was Musik in seinem Kosmos wirklich bedeutete, veröffentlicht Buback eine relaxt von DJ Rabauke gemixte CD namens “Papa Professionell”. Von Sebis erster Band Tabula Rasa über Produktionen für Fettes Brot (“Schwule Mädchen”), Fünf Sterne Deluxe (“Ja, Ja… Deine Mudder!”), Eins, Zwo (“Schön, dass es euch gibt”), Ferris MC (“Tanz mit mir”), Das Bo (“Ich hab Rap für dich”), Square One (“Countdown”), International Pony (“Hangin’ Around ’02”), Miss Platnum (“Mercedes Benz”) und Mediengruppe Telekommander (“Mein Herz”) hin zu seinen Remixarbeiten für unter anderem Jennifer Rostock, Mia oder Madsen – alle 19 Songs auf dieser Platte machen klar, dass Sebastian Hackert nicht nur viel Liebe für den Hamburger HipHop oder HipHop im Allgemeinen hatte, sondern dass er viel Liebe für Musik hatte und diese auch in seinen Produktionen nach außen tragen konnte. Somit ist “Papa Professionell” eine wichtige, schöne, konsequente und wunderbare Huldigung, die unumstößlich ausdrückt, dass es bei Sebastian “Sebi” Hackerts Produktionen um mehr ging als um die Summe ihrer Teile. Rest in peace.

 

Text: Alexis Slama

 

 

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