Curren$y – Album Stream

Ob Curren$y seinen Release-Wahn mit »The Stoned Immaculate« aus monetären Gründen fortsetzen musste, ist fraglich. Eher hat man das Gefühl, als könnte er gar nicht anders, als ohne Atempause Mixtapes, EPs und Alben rauszuhauen. Bei seiner Quality Control und Beständigkeit soll uns das nur recht sein.

Für »The Stoned Immaculate«, das er zu seinem ersten wirklichen Album erklärt (»I put out retail projects, but this is my first real studio album.«), hat er mit Estelle, 2 Chainz, Marsha Ambrosius und Pharrell auch Künstler außerhalb des Jet Life-Camps rekrutiert. Trotz Major-Features und Warner im Rücken tappt der New Orleans-Native aber keinesfalls in die »Rolling Papers«-Falle. Getreu dem Motto: Schuster bleib bei deinen Leisten. Hat sich doch auch außer dem abermaligen Umzug immer noch nichts, aber wirklich gar nichts geändert. Gut, es ist auch schwer vorstellbar, dass mit dem hohen THC-Anteil im Blut an den zurückgelehnten Produktionen und der lässigen Vortragsweise irgendetwas zu rütteln wäre.

»Chasin‘ Paper« sportet Pharrell an der Talk-Box, »Chandelier«, das uncheesige Liebeslied, drückt mit einer live eingespielte Mörder-Bassline, und »Showroom« dokumentiert den ganz normalen Wahnsinn eines Tages im Leben des Jet-Setters. »What It Look Like« feat. Wale sollte bei der treuen Fangemeinde sowieso schon länger rotieren.

Gegenüber Rap Radar äußerte er sich zu seinen Lieblings-Samples der LP: In »Privacy Glass«, wird der »Pate 3«-Soundtrack verwurschtelt und für »No Squares« mit seinem Partner-in-Rhyme Wiz Khalifa bediente man sich am Soundtrack des Animes »Fullmetal Alchemist«.

Das einzige Problem am unstillbaren Output des »makellosen Stoners« ist die dadurch verminderte Halbwertszeit seiner Songs. Das gehsteht sogar Curren$y selbst: »No, I don’t know nothing about it after I did it. I don’t listen to none of my songs so I’m not aware of what I did like, at all. Kinda crazy.«

(cs)

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here