Big Twins – Surprised I’m Alive

The Infamous Mob Part 3. Neues von Big Twins, dem Twin Gambino. Auf einem furchtbar schönen Eastcoast-Beat schickt der sympathische Kerl mit der vertraunserweckenden Stimme diesen Anwärter für das Video des Jahres ins Rennen.

Big Twins klingelt bei seinem Homie und wie es sich gehört, muss er seine Schuhe ausziehen, denn niemand möchte den Straßendreck New Yorks in seiner Stube finden. Im trauten Heim angekommen, bereiten die beiden erst mal den Begrüßungsrauch vor und Gambino zieht eine Flasche »Olde English« aus der Mülltüte. Keinen billigen Fusel, sondern das richtig gute Zeug.

Danach geht es ins Nebenzimmer, denn dort wartet eine Flasche Vokda die abwechselnd mit einem Zug vom Dübel und einem Schluck aus der Malt Liquor 40 Oz-Flasche nachgespült wird.

Zeit für den ersten Verse. Knallharte Queens-Poesie über das zarte Empfinden der dort ansässigen Ureinwohner. »I’m surprised that I’m alive/Seen a lot of shit, most of my niggas died.«

Wir brauchen mehr Lyrics. Und an welchem Ort suchen den erlebnisorientieren Rapper die besten Geistesblitze heim? Richtig – auf dem Scheißhaus. Und so finden wir uns am nächsten Set des Videodrehs wieder. Den Verdauungstrakt bearbeitend schleudert uns Big Twin weitere Punchlines entgegen.

Die Dämonen übernehmen das Zepter. Der Schnaps, das »Bier« und das Weed fügen natürlich auch ihren Beitrag zum Torkeln von Twin Gambino hinzu und so lässt der MC die restlichen anderthalb Minuten ganz gemächlich beim Anbeten des mintgrünen Porzellan-Gottes ausklingen. Herrlich.

Auf diesem Video zeigt Big Twin Alchemist und Prodigy diesen höchst ambitionierten Kurzfilm und lässt die beiden neben ihm kurzerhand aussehen, als seien sie die vernünftigsten Menschen des Planeten.

(nn)

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