Big Boi – Sir Lucious Left Foot (The Son Of Chico Dusty) // Review

 

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(Def Jam/Universal)

Wertung: Viereinhalb Kronen

It’s mostly tha voice. Ab und an sind es allerdings auch die Beats, die den feinen Unterschied ausmachen. Wer hätte gedacht, dass der alte Staubsauger Scott Storch zusammen mit Sir Lucious noch einmal so ein Wahnsinnsbrett wie “Shutterbug” abliefern würde. Kein Wunder, dass der Tune als Intro für die erste Episode der aktuellen “Entourage”-Staffel herhalten musste. So wie das von Salaam Remi produzierte “Follow Us” – ein Song, der so abscheulich gut ist, dass man sich ständig fragt, weswegen man da gerade mit dem Kopf nickt, obwohl da “feat. Vonnegutt” draufsteht –, “Be Still” mit der wunderbaren Janelle Monae erinnert an Big Bois Aussagen über die von ihm hochgeschätzte Kate Bush und sein Faible für gute Popmusik. Mit George Clinton und Too $hort bedauert er, dass vielen der Überblick fehlt und es niemand schafft, den großen Bruder von Dubstep, Electrofunk und HipHop so unaufgeregt zu einzubinden, dass es jeden Tumblr-User aufhorchen lässt und die Jungs und Mädels in den Großraumdiskotheken trotzdem weitertanzen, als sei nichts gewesen. Gucci Mane fiel ja auf Lil Waynes “Steady Mobbin’” bereits auf erfreuliche Art und Weise überhaupt nicht auf, so dass man den Hit einfach durchhören konnte. Auf “Shine” haut er nun eine Hook raus, die man in dem Moment einfach nicht besser finden konnte. Organized Noizes “The Train Pt. 2” macht dort einfach weiter und der Alte in uns erinnert sich daran, weshalb Outkast damals und noch heute konkurrenzlos durch den kosmischen Raum tingeln. Ein André-Feature sucht man auf diesem fast perfekten Album allerdings vergebens, der Kollege versorgt seinen Buddy für “You Ain’t No DJ” allerdings mit einem wütenden, elektronischen Beat, der auch dem Anti-Pop Consortium gefallen hätte und den Big Boi und Yelawolf hier einfach mal komplett auseinandernehmen. Ach ja: Der T.I.-Part auf “Tangerine” ist auch super geworden. Und Kanyes Album kommt ja auch noch. Drake, Curren$y, The Roots, ­Eminem, Big Boi – im Moment ist ­HipHop richtig okay.

 

Text: Ndilyo Nimindé

 

 

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