Yelawolf – Hard White

Spätestens seit den energiegeladenen Auftritten seiner ersten Deutschland-Tour sollte man auch hierzulande gemerkt haben, dass er kein zutätowierter Blender ist. Yelawolf ist ein verdammtes Biest. Während einige seiner Songs auf dem iPod nicht richtig zündeten, passte live einfach alles. Die Stimme blieb auch bei heftigstem Flow-Gewitter klar und verständlich. Wie ein Derwisch wütete er komplett ohne Backup über die Bühne und brachte die Stimmung zum Kochen – obwohl er in Deutschland bisher so ungefähr Null CDs verkauft hat.

Jetzt muss er diese Energie und Euphorie nur noch in ein hervorragendes Debüt umsetzen. Die Vorzeichen stimmen. Der verkaufsstärkste Rapper dieser Erde steht an seiner Seite und die frisch veröffentlichte Single »Hard White (Up in the Club)« ist das, was man gemeinhin als Bombe bezeichnet. Ein simpler, brettharter Beat, der von Yelawolf nach allen Regeln der Kunst zerlegt wird. Was er da sagt? Eigentlich völlig egal. Das Zusammenspiel aus charismatischem White Trash-Slang und Hochgeschwindigkeits-Flows funktioniert auch so hervorragend. Und dann gibt es da noch Lil Jon. Warte mal, Lil Jon? Ja, er lebt noch – und verwandelt mit seiner nicht weniger prägnanten Stimme den Song in der Hook in eine Rowdy-Abriss-Hymne für Clubs und Festival-Bühnen. Tony D wirds gefallen. Von einem Crunk-Revival halten wir im Prinzip natürlich weiterhin wenig bis gar nichts, für den Moment schütteln wir aber enthusiastisch alles, was wir haben.

Hören kann man dieses Spektakel bei Rapradar.com. Ab nächstem Montag könnt ihr die Single dann beim Digital-Dealer eures Vertrauens käuflich erwerben.

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