Russ – Exposed // Video

Russ ist wütend – mal wieder. Mehr Respekt will er abkriegen. Gut, seit drei Jahren wöchentlich einen Track via Soundcloud rauszuhauen und ohne Debütalbum fünf Headliner-Touren zu spielen, verdient mehr als anerkennendes Kopfnicken. Also wird sich der Frust von der Seele geschrieben, die Machenschaften der Musikindustrie »exposed« und beide Mittelfinger reckt man demonstrativ in die Kamera. Woher die Abneigung gegen Vorbands kommt (»I don’t have openers because I’m the only one who deserves to play in front of a fanbase that I built myself«), können wir nicht so ganz nachvollziehen und hoffen, dass niemand auf die blöde Idee kam, bei seinem Gig in Köln einen Support-Act zu engagieren. Unterstützung in jeglicher Form hin oder her: Eigenlob darf aber nach harter und Label-unabhängiger Arbeit auch mal sein. Die »Survivor«-Attitüde sitzt, soundmäßig setzt Russ ebenfalls (unbewusst?) auf die Destiny’s Child-Hymne von 2001. Also: Aufdrehen, böse gucken, vierminütiges Aufregen erlaubt.

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