MoTrip – Kennen (Video)

    »Ich schreibe aus meinem Herzen. Und wenn Rap in meinem Herzen ist, dann rappe ich darüber«, sagt MoTrip im Interview der Titelstory der aktuellen JUICE-Ausgabe zu der Frage, ob Rap über Rap langweilig sei. Man könnte MoTrip vorschnell in die Straßenrap-Schublade stecken – auf seinen Songs hört man Knarrengeräusche, sein Produzenten-Team waren die Hauptarchitekten des Aggro Berlin-Sounds, sein Frisör könnte im Herzen Neuköllns praktizieren. Aber MoTrip ist viel mehr als das. Und das liegt zum großen Teil daran, dass dieser Mohamed El Moussaoui aus Aachen Rapper vom ganzen Herzen ist – mit dem Interesse an Rap, der Liebe für Rap, dem Respekt vor Rap und dem absoluten Wunsch, der beste Rapper zu sein. MoTrip ist eben der Beweis, dass die Klischees über Straßenrap (noch immer) nicht stimmen.

    Es ist ein Weilchen her, dass ein Newcomer mit einer derartigen Begeisterung die Rap-Fackel hochgehalten hat. Den Anspruch Straßenrap mit Skills zu machen, hatten zwar schon Rapper vor dem 23-Jährigen aus Aachen, aber nicht nur in der Umsetzung legt MoTrip eine Schippe drauf, sondern er bekennt sich auch ganz bewusst zum Genre. Und damit sind nicht die Breakdancer oder das Graffiti aus dem Video für »Kennen« gemeint, das er vor wenigen Wochen in Beirut drehte. Auf der ersten Single-Auskopplung seines Debütalbums »Embryo«, das am 02.03. über Universal erscheint, rappt er: »Das geht an alle, die mich nicht kennen/Und alle die mich kennen.« Sehr bald werden sehr viele Menschen MoTrip kennen.

    Foto: Murat Aslan

    (ae)