JUICE #172 mit Prinz-Pi-Cover und JUICE Exclusive EP ab dem 15.12. überall erhältlich!

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JUICE-Ausgabe #172 (Januar/Februar 2016) ist ab dem 15.12. bundesweit für 5,90 EUR inklusive der JUICE Exclusive EP »Innenseiten eines Außenseiters« von Prinz Pi im Zeitschriftenhandel erhältlich oder ab sofort versandkostenfrei im Shop bestellbar. Wir liefern vorab einen kleinen Einblick ins neue Heft.

THEMEN DER AUSGABE:

Titel: PRINZ PI – Im Jetzt ist das Chaos
Der »Kompass ohne Norden« hat Prinz Pi 2013 erstmals an die Spitze der deutschen Albumcharts geführt, und ein Jahr später hat er sich auch unter seinem Alter Ego Prinz Porno dort eingenistet. Es müsste also schon mit dem Teufel zugehen (und der lauert bekanntlich überall), wenn die Pole Position der deutschen Albumcharts nicht auch mit der neuen Platte zu knacken wäre. Darauf behauptet Pi zwar, es gebe »Im Westen nix Neues«, aber auch wenn der 36-jährige Berliner ansonsten gerne Real Talk betreibt, geht das als glatte Lüge durch. Obwohl: Es kommt darauf an, welche Kriterien man dafür heranzieht. Immerhin ist dieses Mal wieder Pis langjähriger Produk­tionspartner Biztram mit an Bord, es wird weiterhin fleißig Keine Liebe gespreadet und grundlos rebelliert. Wir sprachen mit Pi über das Platzen von (amerikanischen) Träumen, Thuggin’ in Detroit und den Kampf gegen ­Krisen.

JAHRESRÜCKBLICK 2015:
– JUICE-Autorencharts
– Texte von Falk Schacht, Ralf Theil, Wenzel Burmeier, Marcus Staiger, Amadeus Thüner, Carlos Steurer und Gordon Wüllner
– Wimmelbild 2015 von Graphizzle Novizzle

ZUGEZOGEN MASKULIN Vs. The Beats
Nachdem 2014 als Scheißjahr gescholten wurde, versuchte man sich dieses Jahr ­allerorts in Wiedergutmachung. Und obwohl Erstwochenverkäufen, Chartpositonen und Amazon-Gimmicks noch immer gefühlt zu viel Bedeutung beigemessen wird, kam es im Deutschrap tatsächlich zur Rückbesinnung auf musikalische Werte, ­Inhalte – und Bawrz. Zugezogen Maskulin trugen ihren Teil dazu bei, indem sie mit ihrem ­Album ­»Alles brennt« ein mutiges Statement zur Lage der (Rap-)Nation vorlegten, das ­deutschen Rap auch endlich wieder für die Feuilletonisten-Garde greifbar machte. Gerade erst von Tour zurückgekehrt, trafen wir Testo und Grim104 an ihrer alten Wirkungsstätte als rap.de-Praktikanten. Und sprachen bei 40 Ounce und Kaffee über die weirden ­Abgründe, ­spannendsten Subgenres und musikalischen Höhepunkte des ­Jahres.

YOUNG THUG – Brother From Another Planet
Als Young Thug am 11. November im Bataclan auf der Bühne steht, ahnt noch ­keiner der Anwesenden, welche furchterregenden Szenen sich zwei Tage später in dem ­Pariser Musikclub abspielen werden. An diesem Abend kommen die Schüsse allerdings noch vom Laptop. Sie begleiten ein paar dürftige MP3s der Young Thug’schen Diskografie, die in diesem Jahr bereits um drei Mixtapes und einen Sommerhit mit UK-Producer Jamie xx gewachsen ist. Auf der Bühne macht sich ein gut aufgelegter Young Thug ­daran, seiner Weirdness alle Ehre zu machen, indem er seine exzentrischen Vocal-Parts wahlweise mit körperkrümmenden Tanzeinlagen ergänzt. Vielleicht ist er einfach besonders gut gelaunt, schließlich ist es der erste Besuch des ATLien in Paris und überhaupt erst sein zweiter Aufenthalt in Übersee. Der Weg war aber auch weit. Thugger kommt schließlich »von einem anderen Planeten«, wie er JUICE-Außenkorrespondent Fred Hanak kurz nach seinem Auftritt im Gespräch verrät.

CRACK IGNAZ & WANDL – Take A Trip
»Kirsch« machte vieles anders. Die Produktionen, die Sprache, die Themen – all das war so smart und slick verpackt, dass man sich in der Redaktion dazu entschied, das Debüt des Jungen Ignaz zur Ausgabenplatte zu küren. Nun folgt auf den sommerlichen Kitsch prompt der zweite Streich. Und auf dem ist von Synth-Flächen und Autotune keine Spur mehr. Stattdessen knüpfte der progressive Beatmaker Wandl dem König der Alpen einen dichten Sample-Teppich. Das warf Fragen auf. Und zog uns an den Ort des Geschehens – nach Wien.

B-TIGHT – Smells Like Teen Spirit
Nicht wenige Künstler sind schon an dem krampfhaften Versuch gescheitert, die alte Zeit noch einmal aufleben zu lassen. Doch nicht so Bobby. Nach einem kurzen Abstecher ins Rockland war B-Tight im letzten Jahr wieder in seinem Element, um mit »Retro« an alte Aggro-Erfolge anzuknüpfen. Den Vibe von damals hievte er ohne große Mühen ins Jahr 2014, ein achter Platz in den Charts und eine Tour mit ganzen 38 Konzerten gaben ihm Recht. Nun geht der Berliner noch einen Schritt weiter zurück und bezieht sich mit »Born 2 B-Tight« auf die Anfangstage seiner Karriere, als die Beats noch aus der Playstation kamen und das Studio ein Ghettoloch im Plattenbau des Märkischen Viertels in Berlin war. Das Update atmet zwar den Staub vergangener Tage, klingt jedoch weder nostalgisch noch wehleidig, sondern steht mit beiden Beinen im Hier und Jetzt.

PICTORIAL: FROST
Überlebensgroße Chrom-Letter und tiefschwarze Outlines – man kann kaum einen Fuß nach St. Pauli setzen, ohne über ein dickes 187-Piece zu stolpern. Dass Hamburgs bekanntestes Ausgehviertel nicht nur das Zentrum wohlhabender Stadtsanierung ist, sondern auch die Heimat der Strassenbande, ist allerspätestens seit Gzuz’ »Ebbe & Flut« kein Geheimnis mehr. Wir baten Frost, das malerische Herz der Bande, uns einen Einblick in sein aktuelles Schaffen zu gewähren.

PLUSMACHER – Vom Hasselbach bis in die Charts
Es ist 20 Uhr an einem Freitagabend. Die Autoscheinwerfer erhellen den Kreisverkehr, vor mir kommt ein schwarzer Benz zum Stehen. Die Tür geht auf, am Lenkrad sitzt der Plusmacher. Ich nehme auf den beigen Ledersitzen Platz, um eine Runde um den Hasselbachplatz zu drehen, das einzige wirkliche Kneipenviertel Magdeburgs. Stadtrundfahrt mit dem Plusmacher.
Hi-Hat Club

STRETCH AND BOBBITO über »Radio That Changed Lives«
Die sagenumwobene Golden Era. Ein verwässerter Terminus, der das Schaffen der amerikanischen Rapszene während der späten Achtziger und frühen Neunziger romantisiert und als nie wiederkehrenden Zenit der Subkultur darstellt. Als Rapnerd im Hier und Jetzt knirscht man mit den Zähnen, wenn ewiggestrige Rap-Puristen ihre Anekdoten herauskramen. Allerdings gibt es sie tatsächlich, die Argumentationsgrundlage für jeden »Back in the days«-Sesselfurzer. Sie hört auf den Namen »The Stretch Armstrong And Bobbito Show«. 25 Jahre nach Erstausstrahlung setzen sich die beiden Radiomacher mit der Doku »Stretch And Bobbito – Radio That Changed Lives« nun selbst ein Denkmal. Wir trafen das ungleiche Duo im Rahmen der Deutschlandpremiere zum Gespräch.

KOHH: MASTER P
Master P, King of HipHop? Das war doch der mit den hässlichen Covern, dem goldenen Panzer, dem »Uhh!«-Schlachtruf und Lil’ Romeo im Schlepptau? Als überdurchschnittlich talentierten Rapper mit gemeinhin akzeptierten Klassikeralben hat die HipHop-Geschichtsschreibung Percy Miller tatsächlich nicht auf dem Schirm. Seine Spuren – tiefe, breite Panzerspuren – hat er dennoch im Rapgame hinterlassen, und innerhalb weniger Jahre hat er mehr Veränderung geschaffen als fast jeder andere in diesem Spiel. Der Erfolg von No Limit Records hat gerade auf geschäftlicher Ebene Strukturen erneuert und Möglichkeiten eröffnet, die zuvor undenkbar waren. Master P führte in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre ohne offensive Pop-Zugeständnisse das erfolgreichste Independent-Label der Welt, das bis heute knapp 80 Millionen Tonträger verkauft hat. So einen goldenen Panzer muss man sich auch erst mal leisten können.

Weitere Themen:
Vega & Bosca
Tek & Figub
Stormzy
Father
Kevin Gates
Rome Fortune
GoldLink
Kamasi Washington
Santigold
Egyptian Lover
HipHop ’Round The World: Ghana (Interview mit Sarkodie)
Julia Beverly
Shortcuts: PNL / Bones / FloFilz / Gossenboss mit Zett / Wordsflysch / Tami / IshDARR u.v.m.

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Diese Mal neu: Das Spezial-Cover für alle Abonnenten!
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JUICE EXCLUSIVE EP »PRINZ PI – INNENSEITEN EINES AUSSENSEITERS«
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TRACKLIST:
01. Lass sie reden (JUICE EXCLUSIVE)
02. Gift (JUICE EXCLUSIVE)
03. Staub/Aufbruch (JUICE EXCLUSIVE)
04. Im Westen Nix Neues
05. Weiße Tapete/Minimum

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