Aesop Rock – Zero Dark Thirty

    Um ganz ehrlich zu sein, haben wir keine Ahnung, wovon Aesop Rock auf seinem neuen Song »Zero Dark Thirty« spricht. Aber er rappt verdammt fresh. Und im Gegensatz dazu, dass der Def Jux-Haudegen in der Vergangenheit gerne eher die obskuren Metaphern mit weniger bekannten Wörtern zeichnete, gehört der Faktor »Einfache Hörbarkeit« nicht unbedingt zu den Paradedisziplinen von Aesop Rock. Wahrscheinlich ist er gerade deswegen so gnadenlos unterschätzt. Aesop Rocks Katalog mit über die Jahre relevant gebliebenem Material ist länger als so manche seiner absurd langen Reimketten.

    Dass er nach seinem doch schon ziemlich weit draußen gelegenen »None Shall Pass« mit einem Track wie »Zero Dark Thirty« zurückkommt, kann seine Fans, die ihn trotz seiner Indie/Kunst/Alternative-Kante immer als Rapper gesehen haben, glücklich stimmen. Auch Aesop Rock hat übrigens jetzt bei Rhymesayers seine neue Labelheimat gefunden. Im Juli veröffentlicht er dort sein neues Album »Skelethon«. Auch das wird natürlich wieder voll sein von paranoiden Reimkaskaden, die man auch nach dem siebzehnten Hören nur halb versteht. Und über die man sich genauso mit seinen HipHop-Kumpels wie mit dem Rest unterhalten kann, der eigentlich mit Rap nichts anfangen kann. Alles super also.

    (ae)