Three Loco – NEATO

    HipHop braucht mehr Supergroups. Slaughterhouse, D.I.T.C., The Firm, 213, EMC, HRSMN und Westside Connection in allen Ehren, aber wenn man ganz ehrlich ist, war das alles nix. Dirt Nasty, Andy Milonakis und RiFF RaFF haben diese Lücke erkannt und bedienen die starke Nachfrage kurzerhand mit der Formation Three Loco.

    Ein 80er’esques Drum-Set, quirlig-bunte Outfits und schon kann es losgehen. Andy Milonakis und Professor RiFF RaFF reichen sich in bester Back-And-Forth-Manier die Billo-Reime hin und her und stellen jedes bisher dagewesene Rap-Tag-Team in den Schatten. Was reimt sich richtig ausgesprochen alles auf »NEATO«? Kokosnüsse mit Rihanna in Puerto Rico, Desert Eagle, Schnellbote, »bevor« auf Englisch, grobkörnige Knoblauchwurst aus Portugal, der amerikanische Major Label-Kanal auf Youtube, der Regisseur von »Inglourious Basterds«, ein Cream Beatle. Die beiden Vollblutrapper finden einfach alles.

    Ein Terry Richardson-Look-A-Like, zerbrochene Frauennasen und jede Menge Silikon-Titten später wacht Dirt Nasty auf dem Bürgersteig auf und schüttelt einfach mal so einen der besten Verse-Einstiege des Jahres aus dem zerknitterten Anzugsärmel. »Neato, butt-naked in the El Camino, I’m white like Barry, not brown like Nino…« Er ist der Boss. Mit einer 2,12 Meter großen Dame anbandelnd flaniert er die Straße entlang, trifft seine beiden Rap-Partner und die Ü40-Milf-Gang, trinkt eine FLasche 40 und bringt den Song ganz souverän zu Ende. »Don’t look through the peephole, unless you wanna see your grandma sitting on my meat-pole.« Weirdo-Rap auf der allerhöchsten Stufe.

    (nn)

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